Presseinfo 211/16 — 18. August 2016


Ein neuer Transportanhänger des Katastrophenschutzes für die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) Gerbrunn

 

Katastrophenschutz Wasserrettung Marktheidenfeld AnhaengerBild des Transportanhängers Wasserrettungszug (
Foto: ADIK). Bild in Originalgröße

Würzburg(ruf) – Die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) Gerbrunn kann sich heute über eine wichtige Ergänzung ihres Fuhrparks durch den Freistaat Bayern freuen. So gehört nun ein neuer Transportanhänger zur Ausstattung der ehrenamtlichen Helfer der Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) in Gerbrunn.

Der Transportanhänger wurde vom Bayerischen Staatsministerium des Innern, für Bau und Verkehr gemeinsam mit den Landesverbänden der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft e.V. und der Wasserwacht des Bayerischen Roten Kreuzes entwickelt. So konnten die Bedürfnisse der Helfer von Anfang an in Aufbau und Beladung einfließen und berücksichtigt werden. Es handelt sich dabei um einen einachsigen Anhänger mit einem zulässigen Gesamtgewicht von ca. 2 Tonnen. Die Gesamtlänge beträgt 5,55 m, die Breite 2,10 m und die Höhe 2,60 m. Im Anhänger findet sich Platz unter anderem für 35 Feldbetten, 35 wasserdichte Rucksäcke, 5 absperrbare Transportkisten sowie Lagerplatz für die persönliche Ausrüstung der Helferinnen und Helfer. Damit wird zum einen die Einsatzfähigkeit eines Wasserrettungszuges erhöht als auch dessen logistische Durchhaltefähigkeit.

Heute erfolgt die zweite Auslieferung von sieben Transportanhängern für den gesamten Freistaat; davon einer für Unterfranken. Der Freistaat Bayern verfolgt damit das Ziel insgesamt 19 solcher Anhänger allen Wasserrettungszügen zur Verfügung stellen zu können.

Anlass für die Anschaffung ist die Umsetzung des bayerischen Sonderförderprogramms Hochwasser. Dieser Transportanhänger verbessert die Ausstattung der Wasserrettungszüge im Katastrophenschutz. Verwaltende Stelle für den Freistaat Bayern ist die Regierung von Unterfranken.

Hintergrundinfo: Wasserrettungszüge Bayern im Katastrophenschutz

Im März 2009 erfolgte als eine der Konsequenzen aus den vorangegangenen Hochwässern und Starkregenereignissen die Aufstellung von bayernweit 19 Wasserrettungszügen für den Katastrophenschutz durch das Bayerische Staatsministerium des Innern. Drei dieser Wasserrettungszüge sind im Regierungsbezirk Unterfranken aufgestellt: zwei in der Trägerschaft der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft e.V. und einer in der Trägerschaft der Wasserwacht des Bayerischen Roten Kreuzes.

Einsatzschwerpunkte der Wasserrettungszüge Bayern im Katastrophenschutz sind:

  • Rettung und Evakuierung von Menschen und Tieren aus vom Hochwasser betroffenen Siedlungsgebieten,
  • Versorgung der Bevölkerung in überschwemmten Gebieten,
  • Erfassungs-, Erkundungs- und Meldeaufgaben (Aufklärung) für Katastrophenschutzbehörden in überschwemmten Gebieten,
  • Mitarbeit bei der Deichverteidigung, vor allem durch Taucherarbeiten und Zubringen von Arbeitsmaterial über das Wasser,
  • Sicherung von Einsatzkräften im/am Wasser,
  • Unterstützung der Ölschadensbekämpfung,

Jeder Wasserrettungszug hat eine Stärke von 30 Helferinnen und Helfern. Er besteht aus einem Zugführer, einem Zugtrupp und zwei Wasserrettungsgruppen. Die beiden Wasserrettungsgruppen verfügen über je einen Tauchtrupp und einen Bootstrupp mit entsprechend geeigneten leistungsfähigen Booten. Hinzu kommt zukünftig noch ein Mehrzweckfahrzeug mit einem Transportanhänger, um zusätzlich Personal und Material mitführen zu können.

Die seit nunmehr über sieben Jahren in dieser Form existierenden Wasserrettungszüge Bayern haben sich bei den zahlreichen sich in dieser Zeit ereigneten Hochwasser-Katastrophen an der Donau und deren Zuflüssen genauso hervorragend bewährt, wie bei vielen Einsätzen außerhalb Bayerns, besonders an der Elbe.


Pressesprecher Johannes Hardenacke, Tel. 0931/380-1109, Fax 0931/380-2109