Presseinfo 219/16 — 31. August 2016


Schülerzahlen steigen erstmals auch im Mittelschulbereich wieder an

Einschulungen über Vorjahresniveau
Schulverwaltungen reagieren auf gestiegene Asylbewerberzahlen
Unterfränkische Schullandschaft im Schuljahr 2016/2017

– E i n l a d u n g –

Würzburg (ruf) – Die Schullandschaft in Unterfranken bleibt in Bewegung. Nachdem die Anzahl der Grundschüler in den zurückliegenden Jahren teilweise massiv zurückgegangen war und sich in den vergangenen beiden Jahren stabilisiert hat, steigen nun die Schülerzahlen im Grundschulbereich leicht an (+2,2 %). Die durchschnittliche Schülerzahl pro Klasse im Volksschulbereich liegt bei 20 Schülern. Der Anteil der sehr kleinen Grundschulen ist daher rückläufig: In Unterfranken gibt es im Schuljahr 2016/17 nur noch 42 staatliche Grundschulen bzw. Grundschulanteile an Volksschulen (Vorjahr 46), die von weniger als 80 Schülern besucht werden. An 12 Grundschulen (Vorjahr 15) werden weniger als 4 Klassen unterrichtet. Die schulorganisatorischen Herausforderungen für die Schulverantwortlichen, vor allem bei der Lehrerversorgung kleiner Schulen, bleiben bestehen.

Dem verlangsamten Schülerrückgang bei den Mittelschulen der vergangenen Jahre folgt mit einem Plus von 1,99 % der erste Anstieg seit vielen Jahren. Diese Entwicklung geht zum einen auf die gestiegenen Asylbewerberzahlen zurück. Zum anderen genießen die Mittelschulen aber auch eine zunehmende Akzeptanz bei Eltern und Schülern. Dennoch beträgt aber auch bei den staatlichen Mittelschulen an 26 Standorten die Schülerzahl unter 100. Etwa ein Drittel aller Mittelschüler erreichen den Mittleren Schulabschluss, zwei Drittel den qualifizierenden Mittelschulabschluss bzw. den erfolgreichen Mittelschulabschluss. Die Zahlen der Abgangsschüler ohne Abschluss sind in Unterfranken marginal.

Die Schülerzahlen bei den Förderschulen bleiben weitestgehend konstant, was weiterhin den hohen Stellenwert dieser Schulart unterstreicht.

Erfreuliches gibt es auch bei den Berufsschulen zu vermelden: Die Angebote für berufsschulpflichtige Asylbewerber und Flüchtlinge werden massiv ausgeweitet. So wird 2016/17 die Anzahl der sog. Berufsintegrationsklassen auf 100 erweitert, ausreichend für die Beschulung von 2000 Schülern. Dies bedeutet eine Verdreifachung zum Vorjahr.

Welche Veränderungen und Entwicklungen im Detail auf Schüler, Eltern, Kommunen, Lehrkräfte und die Schulaufsicht zukommen, beantwortet die Regierung von Unterfranken im Rahmen ihrer jährlichen Pressekonferenz zu Schuljahresbeginn. Regierungspräsident Dr. Paul Beinhofer und der Leiter des Bereichs Schulen, Abteilungsdirektor Gustav Eirich, werden die aktuellen Themen ebenso wie Tendenzen und Trends in einem Informationsgespräch am

Donnerstag, dem 8. September 2016, um 11.00 Uhr,
im Kleinen Sitzungssaal der Regierung von Unterfranken,
Peterplatz 9, 97070 Würzburg,

darstellen.

Wir laden Sie als (Bild-)Berichterstatter/-innen zu diesem Pressetermin herzlich ein.

Die Regierung von Unterfranken ist für Grund- und Mittelschulen, berufliche Schulen und für Förderschulen in ganz Unterfranken zuständig. Zu den Aufgaben gehören hierbei insbesondere Personaleinsatz und -verwaltung, Schulorganisation, Schulentwicklung, Lehrerfortbildung und vieles mehr.


Pressesprecher Johannes Hardenacke, Tel. 0931/380-1109, Fax 0931/380-2109