Presseinfo 252/16 — 30. September 2016


Regierung von Unterfranken bewilligt der Stadt Röttingen Städtebauförderungsmittel von rund 1,1 Mio. Euro zur Leerstandsbeseitigung und Schaffung von Wohnraum für anerkannte Flüchtlinge

Würzburg (ruf) – Die Regierung von Unterfranken hat der Stadt Röttingen aus dem Bund-Länder-Städtebauförderungsprogramm „Soziale Stadt“ für die Sanierung des leerstehenden Anwesens Hauptstraße 23 Finanzhilfen von rund 1,1 Millionen Euro bewilligt. Bei zuwendungsfähigen Kosten von 1.225.600 Euro entspricht dies einem Höchstfördersatz von 90 Prozent. Die veranschlagten Gesamtkosten der Maßnahmen betragen ca. 1,43 Millionen Euro.

Durch die Gebäudesanierung wird ein langfristiger Leerstand beseitigt und zugleich dringend benötigter Wohnraum für anerkannte Flüchtlinge geschaffen. Die Zuwendung wird zu 30 Prozent vom Bund und zu 60 Prozent aus dem vom Bayerischen Landtag beschlossenen Haushalt des Bayerischen Staatsministeriums des Innern, für Bau und Verkehr bereitgestellt.

Das ortsbildprägende Anwesen Hauptstraße 23 am Marktplatz, gegenüber dem Rathaus gelegen, befindet sich im Besitz der Stadt Röttingen. Das Gebäude ist ortsbildprägend, liegt im denkmalgeschützten Ensemble und förmlich festgelegten Sanierungsgebiet der Altstadt. Die Wohnungen stehen seit Jahren leer und auch die Ladenfläche im Erdgeschoss ließ sich seit der Geschäftsaufgabe dort nicht mehr vermieten.
Für die Sanierung des Gebäudes wurde seit Jahren nach einer tragbaren baulichen, aber für die Stadt auch wirtschaftlich vertretbaren Lösung gesucht. Die sich nun ergebende Chance, einerseits einen langfristigen Leerstand zu beseitigen und gleichzeitig dringend benötigten Wohnraum für anerkannte Flüchtlinge bei erhöhtem Fördersatz zu schaffen, bietet hierzu eine win-win-Situation.

Unter dem Motto „Leerstand nutzen – Lebensraum schaffen“ unterstützt der Freistaat Bayern Kommunen über die Städtebauförderung bei der Sanierung von leerstehenden Gebäuden im Ortskern, wenn diese anschließend für mindestens sieben Jahre anerkannten Flüchtlingen als Wohnraum zur Verfügung gestellt werden. Mit einem Fördersatz von 90 Prozent der förderfähigen Kosten ist der finanzielle Beitrag des Staates dazu außerordentlich hoch.

Die Stadt Röttingen hat diese Chance erkannt und genutzt. Es entstehen hier in der Stadtmitte drei 4-5 Zimmerwohnungen, wobei auch die ehemalige Ladenfläche zu Wohnraum umgenutzt wird.

Die Stadt Röttingen ist damit die dritte unterfränkische Kommune (nach Iphofen und Kürnach), die mit Mitteln der Städtebauförderung zur Leerstandsbeseitigung und für die Schaffung von Wohnraum für anerkannte Asylbewerber Fördermittel erhält. Die Regierung von Unterfranken steht weiteren Kommunen für vergleichbare Projekte zur Beratung gerne zur Verfügung.


Pressesprecher Johannes Hardenacke, Tel. 0931/380-1109, Fax 0931/380-2109