Presseinfo 318/16 — 08. Dezember 2016


Europäischer Fonds für regionale Entwicklung (EFRE)
Operationelles Programm im Ziel „Investitionen in Wachstum und Beschäftigung“
Bayern 2014-2020

Die Regierung von Unterfranken bewilligt der Julius-Maximilians-Universität Würzburg insgesamt Zuschüsse in Höhe von rund 4.300.000 €

Würzburg(ruf) – Die Regierung von Unterfranken hat der Julius-Maximilians-Universität aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) für die Projekte

„Translationsnetzwerk zur Erforschung und Diagnose Thrombo-Inflammatorischer Erkrankungen“ und

 „Zentrum für Personalisierte Molekulare Immuntherapie“

insgesamt Zuschüsse in Höhe von rund 4.300.000 € bewilligt. Regierungspräsident Dr. Paul Beinhofer übergab dazu heute mit den besten Wünschen des Wissenschaftsministers Dr. Ludwig Spaenle an die Vizepräsidentin der Universität Würzburg, Prof. Dr. Barbara Sponholz, die jeweiligen Förderbescheide. „Mit der Förderung dieser Projekte der Universität Würzburg stärken wir Unterfranken als anerkannten und bedeutsamen High-Tech-Standort an der  Schnittstelle der Wissenschaft zur Wirtschaft“, freute sich der Regierungspräsident bei der heutigen Übergabe der Bescheide.

Die veranschlagten Gesamtkosten für die Projekte betragen 8.600.000 €. Die Zuschusshöhe beträgt somit rund 50%. Die Zuwendungen werden aus dem Operationellen EFRE-Programm im Ziel „Investitionen in Wachstum und Beschäftigung“ Bayern 2014-2020 bereitgestellt, mit dem Projekte, die Hochschulen gemeinsam mit kleinen und mittelständischen Unternehmen in der Region realisieren, unterstützt werden. Ziel ist es, den Technologietransfer zwischen Wissenschaft und Wirtschaft zu verbessern und die Innovationsfähigkeit regionaler Unternehmen zu stärken.

Der Lehrstuhl für Biotechnologie und Biophysik der Universität Würzburg richtet zusammen mit dem Universitätsklinikum Würzburg ein „Zentrum für Personalisierte Molekulare Immuntherapie“ ein. Im Sinn einer anwendungsorientierten Forschung werden dort zusammen mit regionalen Unternehmen neue Wege der Immuntherapie für Krebspatienten erforscht und entsprechende Verfahren von biomedizinischen und -technischen Unternehmen entwickelt. Die Behandlungsmethode kann beispielsweise anstelle einer Chemotherapie eingesetzt werden. In diesem Projekt haben sich 7 Unternehmen in einem "Letter of Intent" bereiterklärt, aktiv mitzuarbeiten.

Die Projektkosten in Höhe von rund 5 Millionen € werden mit rund 50%, d.h. 2,5 Millionen € Fördermitteln aus dem EFRE-Fonds gefördert.

Das Translationsnetzwerk zur Erforschung und Diagnose Thrombo-Inflammatorischer Erkrankungen“ am Rudolf-Virchow-Zentrum für Experimentelle Biomedizin der Universität Würzburg widmet sich der Herzinfarkt- und Schlaganfallforschung. Es erarbeitet in enger Kooperation mit regionalen Unternehmen Verfahren zur Diagnose sowie Früherkennungsmarker, um Blutungsrisiken bei Patienten leichter identifizieren zu können. Auch sollen Arzneien entwickelt werden, die zur Behandlung der Patienten geeignet sind. Bereits jetzt haben sich 8 Unternehmen (größtenteils aus der Region) in einem "Letter of Intent" bereiterklärt, aktiv mitzuarbeiten.

Die Projektkosten in Höhe von rund 3,6 Millionen € werden mit rund 50%, d.h. 1,8 Millionen € Fördermitteln aus dem EFRE-Fonds gefördert.

Bild: Übergabe der Förderbescheide

Bild ​(Foto: Hardenacke/Regierung von Unterfranken)

 Das Bild zeigt die heutige Übergabe der Förderbescheide durch Regierungspräsidenten Dr. Paul Beinhofer (rechts) an die Vizepräsidentin der Universität Würzburg Prof. Dr. Barbara Sponholz (links) und die Projektträger. Als Verantwortliche der Projekte mit dabei Prof. Dr. Markus Sauer, Lehrstuhl für Biotechnologie und Biophysik (2. von links) und Prof. Dr. Bernhard Nieswandt, Institut für Experimentelle Biomedizin und Rudolf-Virchow-Zentrum (2. V. rechts).

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Pressesprecher Johannes Hardenacke, Tel. 0931/380-1109, Fax 0931/380-2109