Presseinfo 324/16 — 20. Dezember 2016


Baurecht für die Erneuerung der Talbrücke Kürnach im Zuge der A 7

Regierung von Unterfranken erlässt Planfeststellungsbeschluss

Würzburg (ruf) – Die Regierung von Unterfranken schafft mit dem Planfeststellungsbeschluss vom 20.12.2016 Baurecht für die Erneuerung der Talbrücke Kürnach, einer Brücke der Bundesautobahn A 7 zwischen der Anschlussstelle Würzburg/Estenfeld und dem Autobahnkreuz Biebelried.

Die gesamte Baulänge einschließlich der Anpassungsstrecken an die bestehende Autobahn beträgt ca. 780 m. Auf das eigentliche Brückenbauwerk entfallen davon ca. 353 m.

Die Brückenerneuerung erfolgt bestandsnah, wobei die Querneigung im Bauwerksbereich auf ein regelgerechtes Maß gebracht wird. Das neue Brückenbauwerk ist bereits für einen eventuellen späteren sechsstreifen Ausbau der BAB A 7 ausgelegt. Der Trassenverlauf er-folgt analog dem Bestand. Um eine optimale Einpassung in das Gelände zu ermöglichen, wird die neue Talbrücke mit sechs Brückenfeldern errichtet. Da das Bestandsbauwerk lediglich einen gemeinsamen Brückenüberbau ohne getrennte Einzelbauwerke für die verschiedenen Richtungsfahrbahnen Fulda bzw. Würzburg besitzt, ist die Errichtung eines bauzeitlichen Provisoriums in Form einer Überleitung von der Bestandsfahrbahn auf den in seitlich versetzter Lage errichteten Richtungsfahrbahnüberbau Fulda vorgesehen. Am Ende der Maßnahme wird das Provisorium wieder rückgebaut.

Die Talbrücke Kürnach wurde im Jahr 1965 errichtet. Der einteilige Überbau ist als Stahlverbundbrücke mit längs- und quervorgespannter Betonfahrbahnplatte ausgeführt. Das Bestandsbauwerk weist markante Schäden auf, die die Dauerhaftigkeit und die Standsicherheit beeinträchtigen. Der finanzielle Aufwand für einen Erhalt des bestehenden Bauwerks ist wirtschaftlich nicht vertretbar.

Durch die geplante Sanierung der Bauwerksentwässerung mit Anlage eines Absetzbeckens und Regenrückhaltebeckens südlich des Brückenbauwerks wird eine erhebliche Verbesserung des Gewässerschutzes erzielt. Der bestehende Parkplatz „Huthstatt“ wird während der gesamten Bauzeit als Baustellenzufahrt benötigt und für den öffentlichen Verkehr gesperrt. Nach Fertigstellung der Baumaßnahme wird der Parkplatz wieder für den öffentlichen Verkehr freigegeben.

Die Durchführung der Baumaßnahme ist ab 2017 vorgesehen. Die Gesamtkosten betragen rund 39 Millionen €.

Hinweis:
Der Planfeststellungsbeschluss vom 20.12.2016, die Planunterlagen und die Bekanntmachung können auch auf der Internetseite der Regierung von Unterfranken unter der Rubrik „Planung und Bau“ > straßenrechtliche Planfeststellungsverfahren eingesehen werden. Maßgeblich ist jedoch allein der Inhalt der ausgelegten Unterlagen.


Pressesprecher Johannes Hardenacke, Tel. 0931/380-1109, Fax 0931/380-2109