Presseinfo 017/17 — 19. Januar 2017


Über 76,3 Millionen Euro Zuschüsse als Wirtschaftsförderung in Unterfranken in 2016

Würzburg(ruf) –  „Mit rund 76,3 Millionen € an Zuschüssen hat die staatliche Wirtschaftsförderung über die Regierung von Unterfranken 2016 die heimische mittelständische Wirtschaft unterstützt“, bilanziert Regierungspräsident Dr. Paul Beinhofer. Neben der Regionalförderung, den direkten finanziellen Hilfen für Investitionen der gewerblichen Wirtschaft, setzt die Bayerische Staatsregierung auch effektive Impulse für das Erstarken der Wirtschaftskraft in der Region durch den Ausbau der Infrastruktur im Bereich Breitband, von Gründerzentren und touristischer Infrastruktur sowie im Wissens- und Technologietransfer. Darüber hinaus wurden Zuschüsse für die Aus- und Weiterbildungsaktivitäten der Kammern gewährt. Erstmals war die Regierung von Unterfranken auch für ein Förderprogramm an Privatpersonen im Bereich der Energiewende, dem 10.000-Häuser Programm, zuständig.

Die Zuschussmittel wurden der Regierung von Unterfranken durch die Bayerische Staatsregierung auf der Grundlage des vom Bayerischen Landtag beschlossenen Staatshaushaltes bereitgestellt. Daneben kamen auch Mittel des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) sowie des Europäischen Sozialfondsfonds (ESF) zum Einsatz.

Die wesentlichen Zuschüsse im Einzelnen:

Aus Mitteln der Bayerischen Regionalen Förderprogramme für die gewerbliche Wirtschaft hat die Regierung von Unterfranken 2016 Investitionen (wie Neuerrichtung, Modernisierung oder Betriebserweiterungen) von kleinen und mittleren Unternehmen aus Industrie, Handwerk, Handel, Dienstleistung und Fremdenverkehr mit insgesamt rund 15,8 Millionen € unterstützt, wodurch 2.183 Arbeitsplätze in der Region geschaffen bzw. gesichert wurden. Das geförderte Investitionsvolumen betrug rund 126,3 Millionen €.

Im Rahmen der Bayerischen Breitbandinitiative hat die Regierung im letzten Jahr 124 unterfränkischen Kommunen insgesamt rund 27,1 Millionen € bewilligt bei Förderquoten von bis zu 90%.

Sowohl die Generalsanierung des Rosengartens in Bad Kissingen, der Neubau der Stadthalle in Bad Neustadt a.d. Saale sowie weitere touristische Infrastrukturmaßnahmen wurden erst durch eine anteilige Förderung mit insgesamt 7,0 Millionen € möglich.

Mit dem Beginn der Förderung für das Netzwerk eines Digitalen Gründerzentrums in der Region Mainfranken werden auch die Weichen für die Anforderungen der Digitalisierung in unserer heimischen mittelständischen Wirtschaft und den erforderlichen Unternehmensneugründungen gestellt.

Rund 11,1 Millionen € hat die Regierung von Unterfranken im Zuge der Förderung von außeruniversitären Forschungsinstituten und deren Forschungsprojekte genehmigt.

Im Rahmen der Förderung des Technologietransfers von Hochschulen in kleine und mittlere Unternehmen (KMU) aus dem operationellen Programm im Ziel „Investitionen in Wachstum und Beschäftigung Bayern 2014-2020“ des europäischen EFRE-Fonds wurden in 2016 fünf Projekte bei einer Förderquote von 50% mit zusammen 7,4 Millionen € gefördert.

Neben der direkten Wirtschaftsförderung hat die Regierung von Unterfranken 2016 auch im Rahmen der Förderung der beruflichen Bildung die Aktivitäten der Industrie- und Handelskammern, der Handwerkskammer und anderer Berufsbildungsträger unterstützt. Dazu zählen Investitionen in die Schulungsstätten, die Durchführung von überbetrieblichen Aus- und Fortbildungsmaßnahmen sowie die Betriebsberatung und der Beauftragte für Innovation und Technologie im Handwerk. Hierfür wurden im vergangenen Jahr rund 2,3 Millionen € bereitgestellt.

Um Jugendlichen den Einstieg in die Berufswelt zu erleichtern, unterfränkischen Unternehmen bei der Bewältigung des demografischen Wandels durch die Bereitstellung von qualifizierten Mitarbeitern behilflich zu sein und nicht zuletzt Migranten den Einstieg in unsere Berufswelt zu erleichtern, wurden auch in 2016 rund 600.000 € für Ausbildungsplatzakquisiteure aus dem Bereich des Arbeitsmarktfonds bewilligt.

Darüber hinaus wurde die Regierung von Unterfranken erstmals mit der Abwicklung eines Energieeffizienzprogrammes betraut, das sich ausschließlich an Privatpersonen wendet. Im 10.000-Häuser-Programm der Bayerischen Staatsregierung ist die Regierung von Unterfranken für ganz Nordbayern zuständig. Eigentümer von Ein- bzw. Zweifamilienhäusern oder deren Bauherren können Energieeffizienzmaßnahmen und innovative Energietechnik in ihrem Haus seit dem 4. Quartal 2015 auch vom Freistaat Bayern fördern lassen. Auch der Ersatz einer vorhandenen alten zentralen Heizungsanlage außerhalb des Sanierungszyklus durch ein modernes und effizientes Heiz- oder Wärmeversorgungsystem (Heizungstausch) zählt hierzu. Da die Kombination sowohl mit den Förderprogrammen der KfW als auch der Bafa (Bundesförderprogramme) möglich ist, erfreut sich das Förderprogramm einer großen Beliebtheit. Im Programmteil Heizungstausch konnten mehr als 2.200 Anträge abschließend bewilligt werden. Zusammen mit dem Programmteil EnergieSystemHaus wurden über 5 Millionen € Zuschüsse bewilligt.


Pressesprecher Johannes Hardenacke, Tel. 0931/380-1109, Fax 0931/380-2109