Presseinfo 028/17 — 25. Januar 2017


Regierung von Unterfranken förderte im Jahr 2016 unterfränkische Erziehungs-, Jugend- und Familienberatungsstellen mit rund 830.000 Euro

Würzburg (ruf) – Die Regierung von Unterfranken hat im Jahr 2016 im Regierungsbezirk Unterfranken zur Förderung von Erziehungs-, Jugend- und Familienberatungsstellen in freier Trägerschaft Ausgabemittel in Höhe von 608.783 € und in kommunaler Trägerschaft in Höhe von 221.593 €, insgesamt somit in Höhe von 830.376 € bewilligt.

Zuwendungsempfänger in freier Trägerschaft:

Caritasverband für den Landkreis Aschaffenburg e.V. 69.555 €
Caritasverband für die Stadt Aschaffenburg e.V. 44.373 €
Caritasverband für den Landkreis Rhön-Grabfeld e.V. 42.959 €
Caritasverband für den Landkreis Bad Kissingen e.V.

44.919 €

Caritasverband für den Landkreis Miltenberg e.V. 48.220 €
Caritasverband für den Landkreis Haßberge e.V. 49.517 €
Diakonisches Werk Kitzingen e.V. 78.287 €
Diakonisches Werk Würzburg e.V. 88.429 €
Aktionsgemeinschaft Sozialisation e.V., Würzburg 27.089 €
Sozialdienst katholischer Frauen e.V., Würzburg 115.435 €
insgesamt:

608.783 €

 

Zuwendungsempfänger in kommunaler Trägerschaft:

Stadt Schweinfurt 94.024 €
Landkreis Main-Spessart 75.454 €
Stadt Würzburg

52.115 €

insgesamt:
221.593 €

 

Gegenstand und Zweck der Förderung:

Der Freistaat Bayern unterstützt mit diesem Förderprogramm die Landkreise und kreisfreien Städte, die im Zusammenwirken mit den freien Trägern der Jugendhilfe Beratungsstellen für Eltern, Kinder, Jugendliche und Familien in ausreichendem und bedarfsgerechtem Umfang vorhalten. Die Mittel stammen aus dem vom Bayerischen Landtag beschlossenen Haushalt des Bayerischen Staatsministeriums für Arbeit und Soziales, Familie und Integration.

 

Ziele, Inhalte und Methoden der Beratungsstellen:

Erziehungsberatungsstellen sind Teil der örtlichen psychosozialen Grundversorgung und der Krisenhilfe für junge Menschen und Familien.

Eltern, sonstigen Erziehungsberechtigten, Familien und jungen Menschen werden Beratung sowie pädagogische und damit verbundene therapeutische Leistungen angeboten. Die Hilfe verfolgt das Ziel zur Lösung persönlicher und intrafamiliärer Probleme sowie solcher des sozialen Umfeldes. Die Ratsuchenden sollen bei der eigenständigen Wahrnehmung von Erziehungsaufgaben und beim (Wieder-)Aufbau förderlicher Sozialisations- und Erziehungsbedingungen unterstützt werden. Leistungsinhalte dieser Beratungsstellen sind unter anderem:

  • Förderung, Verbesserung, Stabilisierung der Entwicklung und sozialen Integration von jungen Menschen auch mit besonderen Schwierigkeiten oder belastenden Erlebnissen, wie seelischer, körperlicher sowie sexueller Gewalt
     
  • kurzfristige Krisenintervention
     
  • Klärung und Unterstützung bei der Bewältigung intrafamiliärer Beziehungskonflikte oder partnerschaftlicher Konflikte der Eltern und ihre Auswirkungen auf die Kinder, insbesondere bei Trennung oder Scheidung
     
  • Informationsveranstaltungen und Öffentlichkeitsarbeit
     
  • Präventive Multiplikatorenarbeit, insbesondere Zusammenarbeit mit Kindertageseinrichtungen, Schulen, Familienbildungsstätten, Frühförderstellen, Familiengerichten und Selbsthilfegruppen (z. B. Alleinerziehende, Pflege- und/oder Adoptiveltern) sowie Sozialraumorientierung
     
  • Unterstützung bei der Entwicklung eines einvernehmlichen Konzepts für die Wahrnehmung der elterlichen Sorge, bei der kindgerechten Durchführung der Umgangsregelungen und der Anbahnung von Besuchskontakten (Sorgerechts- und Umgangsmediation)
     
  • präventive Förderung der Erziehung in der Familie
     
  • Kooperation mit anderen relevanten Fachrichtungen (z.B. Kinderärzte, Kinder- und Jugendpsychiater und Psychotherapeuten).

 

Förderrichtlinien und Förderhöhe:

Maßgebend für die staatliche Förderung ist die Bekanntmachung des Bayerischen Staatsministeriums für Arbeit und Soziales, Familie und Integration vom 29. Mai 2006, zuletzt geändert durch Bekanntmachung des Bayerischen  Staatsministeriums für Arbeit und Soziales, Familie und Integration vom 28. August 2013. Die Förderung erfolgt ohne Rechtsanspruch und im Rahmen der verfügbaren Haushaltsmittel. Gefördert werden die Personalkosten des hauptamtlichen Fachpersonals auf der Grundlage von Festbeträgen.


Pressesprecher Johannes Hardenacke, Tel. 0931/380-1109, Fax 0931/380-2109