Presseinfo 030/17 — 26. Januar 2017


Wohnraumförderung bleibt wichtiger Wirtschaftsfaktor in Unterfranken:
Die Regierung von Unterfranken konnte im Jahr 2016 mit 47 Millionen Euro Fördermitteln aus den Bayerischen Wohnraumförderungsprogrammen den Wohnungsbau unterstützen

 

 

Würzburg (ruf) – Die Regierung von Unterfranken bewilligte im Jahr 2016 rund 14,4 Millionen Euro zinsvergünstigte Darlehen aus dem Bayerischen Modernisierungsprogramm für Wohnungsunternehmen und private Eigentümer von Mietwohnungen. So konnten im vergangenen Jahr in Unterfranken 173 Wohnungen auf einen zeitgemäßen und bedarfsgerechten Standard gebracht werden. Neben der Verbesserung der Wohnungsgrundrisse, der barrierefreien Gestaltung der Wohnungen und der Verbesserung des Wohnumfelds zielt die Förderung insbesondere auf energiesparende Maßnahmen als Beitrag zum Klimaschutz. Die Förderung kommt natürlich auch den Mietern zugute, da die Zinsersparnis aus diesem Programm dazu beiträgt, die Miete nach einer Modernisierung auf einem sozialverträglichen Niveau zu halten. Der geringere Energieverbrauch nach einer Modernisierung wirkt einer Steigerung der Nebenkosten entgegen.

2016 war aber auch der Neubau von bezahlbarem Mietwohnraum wieder ein wichtiger Förderschwerpunkt. Es konnten rund 20,3 Millionen Euro aus dem Bayerischen Wohnungsbauprogramm für die Finanzierung von 161 barrierefreien Mietwohnungen mit Belegungsbindung zur Verfügung gestellt werden.

Für die Förderung von Wohneigentum, insbesondere für Familien mit geringerem Einkommen, konnten im Jahr 2016 über die Kreisverwaltungsbehörden in Unterfranken zinsgünstige Darlehen von rund 4,7 Millionen Euro aus dem Bayerischen Wohnungsbauprogramm bereitgestellt werden. Die Förderung des selbst genutzten Wohneigentums ist vom Familieneinkommen, der Größe der Familie und dem Bauort abhängig. Dabei gewinnt der Erwerb bestehender Gebäude und Wohnungen zunehmend an Bedeutung und hat Fördervorrang. Sinnvoll ist der sogenannte Zweiterwerb in mehrfacher Hinsicht: Zum einen muss auf diese Weise weniger neues Bauland in Anspruch genommen, zum anderen können Leerstände von Bestandsimmobilien verringert werden. Aber auch aufgrund günstigerer Immobilienpreise im Altbestand können dadurch mehr Familien in den Besitz von Wohneigentum kommen.

Die Förderung von Baumaßnahmen im Bestand zur Anpassung von Wohnraum an die Belange von Menschen mit Behinderung war auch im vergangenen Jahr ein wichtiger Schwerpunkt im Bayerischen Wohnraumförderungsprogramm. Für 11 Maßnahmen im Mietwohnraum und 142 im selbst genutzten Wohnraum wurden Zuschüsse in Höhe von 1,25 Millionen Euro gewährt (in den vorgenannten Summen rechnerisch bereits enthalten).

Zusätzlich wurde der Neubau von drei Wohnheimen mit 67 stationären Wohnplätzen, einer Tagesstruktureinrichtung mit 16 Plätzen und einer Förderstätte mit 6 Plätzen für Menschen mit Behinderungen in Höhe von 7,6 Millionen Euro vom Freistaat Bayern bezuschusst.

Angesichts der angespannten Lage auf dem Wohnungsmarkt wird die Wohnungsbauförderung auch in den nächsten Jahren ein wichtiger Schwerpunkt für die Fördertätigkeit des Bayerischen Staates sein: Die Bayerische Staatsregierung hat im Oktober 2015 mit dem Wohnungspakt Bayern ein umfangreiches Maßnahmenpaket für den Bau von mehr bezahlbarem Wohnraum beschlossen. Die Förderbedingungen wurden insgesamt attraktiver gestaltet. Seit 2016 gibt es eine Kombination aus Zuschussförderung und Darlehensprogramm im Bayerischen Wohnungsbauprogramm.

Die 3. Säule des Wohnungspakts Bayern beinhaltet den massiven Ausbau der Staatlichen Wohnraumförderung in einem 4–Jahresprogramm von 2016 bis 2019. In diesem Jahr wird die Wohnraumförderung bayernweit auf rund 435 Millionen (rund 380 Millionen € in 2016) erhöht. Ergänzend zur Regelförderung kann bei der Einkommensorientierten Förderung (EOF) ein allgemeiner Zuschuss in Höhe von bis zu 300 € / m² Wohnfläche gewährt werden. Auch im Bayerischen Modernisierungsprogramm wurde neben dem zinsverbilligten Darlehen ein ergänzender Zuschuss in Höhe von bis zu 100 € / m² Wohnfläche eingeführt.

Das Kommunale Förderprogramm, das als 2. Säule des Wohnungspakts Bayern im Januar 2016 startete, umfasst ebenfalls ein 4–Jahresprogramm im Zeitraum von 2016 bis 2019 für die Schaffung von preisgünstigem Mietwohnraum durch die Kommunen. Jährlich werden bayernweit dazu 150 Millionen € investiert, was bezogen auf die  2. und 3. Säule gemeinsam einem Volumen von rund 600 Millionen € für den Neubau, Umbau und Modernisierung von Mietwohnungen entspricht.

Ansprechpartner für die Förderung von Mietwohnungen in Mehrfamilienhäusern ist die Regierung von Unterfranken (Sachgebiet Wohnungswesen). Für die Förderung von Eigenwohnraum sind Ansprechpartner die jeweiligen zuständigen Landratsämter und die kreisfreien Städte Würzburg, Aschaffenburg und Schweinfurt.

Weitere Auskünfte zur Wohnraumförderung unter www.wohnen.bayern.de.


Pressesprecher Johannes Hardenacke, Tel. 0931/380-1109, Fax 0931/380-2109