Presseinfo 035/17 — 06. Februar 2017


Drei neue Geräteanhänger des Katastrophenschutzes für die Landkreise Bad Kissingen, Rhön-Grabfeld und Würzburg

 

Würzburg(ruf) – Die Landkreise Bad Kissingen, Rhön-Grabfeld und Würzburg können sich über eine Zuwendung des Freistaates Bayern freuen. So gehört nun jeweils ein neuer Geräteanhänger zur Ausstattung der BRK-Kreisverbände.

Der Geräteanhänger für die SEG (Schnell-Einsatz-Gruppe) Betreuung wurde vom Bayerischen Staatsministerium des Innern, für Bau und Verkehr gemeinsam mit den Landesverbänden der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft e.V. und des Bayerischen Roten Kreuzes entwickelt. So konnten die Bedürfnisse der Helfer von Anfang an in Aufbau und Beladung einfließen und berücksichtigt werden. Es handelt sich dabei um einen zweiachsigen Anhänger mit einem zulässigen Gesamtgewicht von ca. 2 t. Die Gesamtlänge beträgt 5,09 m, die Breite 1,73 m und die Höhe 2,28 m. Auf dem Anhänger findet sich Platz für unter anderem 8 Feldbetten, Speisentransportbehälter, Kochgeschirr, Klappbänke und -tische, Transportkisten, verschiedenen Hygieneartikel, Babynahrung usw.. Damit wird zum einen die Einsatzfähigkeit der SEG, als auch eine schnelle Versorgung mit den nötigsten Mitteln vor Ort erhöht.

Heute erfolgt die Auslieferung von drei Geräteanhängern für Unterfranken. Damit sind elf der zwölf Kreisverwaltungsbehörden Unterfrankens mit einem Geräteanhänger ausgestattet.

Anlass für die Anschaffung ist die Umsetzung des bayerischen Sonderinvestitionsprogramms Katastrophenschutz. Diese Geräteanhänger verbessern die Ausstattung für die SEG Betreuung im Katastrophenschutz. Verwaltende Stelle für den Freistaat Bayern ist die Regierung von Unterfranken.

Hintergrundinfo: Betreuungsanhänger für die Betreuungseinheiten in Bayern

Der Betreuungsanhänger (BtAnh) ist eine Neuentwicklung für die Betreuungseinheiten in Bayern. Er dient zum Materialtransport der Schnell-Einsatz-Gruppe Betreuung (SEG).

Bestehend aus einer SEG Betreuung und einer SEG Verpflegung, komplettiert durch eine SEG Technik + Sicherheit, bildet die Betreuungsstelle im Rahmen der „Soforthilfephase“ eines Betreuungseinsatzes die Grundlage zur Versorgung von bis zu 200 Betroffenen.

Hierzu gehört das Sammeln der Betroffenen an einem bestimmten Ort, Maßnahmen der psychischen Ersten Hilfe und das Reichen einer Erstverpflegung, z.B. kalte oder warme Getränke. Die Soforthilfe beginnt schadensortnah („Anlaufstelle“) und sorgt dafür, dass die Betroffenen kurzfristig zu einem sicheren Ort verbracht werden, wo sie sich z.B. bis zur Rückkehr in ihre Wohnungen aufhalten können („Sammelplatz“).

Um sicher greifen zu können, sollen Maßnahmen der Soforthilfe so rasch wie möglich nach Eintritt des Schadensereignisses begonnen werden. Die Soforthilfe sollte einen Zeitraum von 12 bis max. 24 Stunden abdecken.

Ebenso können Einsatzformationen der Hilfsorganisationen und/oder der Feuerwehren sowie andere Einsatzkräfte im Schadensgebiet sowohl verpflegt werden, aber auch durch die Bereitstellung von Rückzugsräumen für das Einsatzpersonal - zeitlich begrenzt - durch diese Taktische Einheit „betreut“ werden.

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Ein Bild des Geräteanhängers, hier des Arbeiter-Samariter-Bundes/Kreisverband Schweinfurt e.V. (Foto: ADIK).

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Pressesprecher Johannes Hardenacke, Tel. 0931/380-1109, Fax 0931/380-2109