Presseinfo 058/17 — 20. Februar 2017


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„Gesund.Leben.Bayern.“
Unterfränkische Gesundheitsämter und Projektverantwortliche auch im Jahr 2016 mit zahlreichen Veranstaltungen aktiv

Themenschwerpunkt 2016/2017: „Psychische Gesundheit“

Präventionsprojekt „Verrückt? Na Und!“

Regierung fördert Gesundheitsprojekte mit rund 45.000 €

Würzburg (ruf) – Bei der Gesundheitsinitiative Gesund.Leben.Bayern stand im Jahr 2016 die Psychische Gesundheit im Vordergrund. Die Kampagne thematisierte zunächst schwerpunktmäßig die psychische Gesundheit von Kindern und Jugendlichen. Psychische Störungen bei Kindern und Jugendlichen führen häufig zu Problemen in der Familie und im weiteren Umfeld. Werden Sie nicht als krankhafte Störung erkannt, steigt der Leidensdruck der Betroffenen zusätzlich an, auch durch Stigmatisierung und Isolation. Daher sollte mit der Kampagne das Thema „Raus aus der Tabu-Ecke“ geholt werden.

Mit einer Themenwoche vom 16.07. – 23.07.2016 unter dem Motto „Ganz schön gemein!“, an der sich zahlreiche Gesundheitsämter und weitere Kooperationspartner beteiligten, wurde auf das Thema psychische Erkrankungen und Störungen bei Kindern und Jugendlichen aufmerksam gemacht. So bringen Kinder mit dem Satz: „Das ist doch ganz schön gemein“ ihr Empfinden gegenüber der Erkrankung zum Ausdruck. Ziel der Kampagne war deshalb, diesen „Störenfried“ zu benennen, für die Erkrankung zu sensibilisieren, zu destigmatisieren und Möglichkeiten von Hilfen und Therapien aufzuzeigen. Weitere Informationen sind auf der Seite des Bayerischen Staatsministerium für Gesundheit und Pflege zu finden.

Ab Herbst 2016 stand die psychische Gesundheit von Erwachsenen im Vordergrund, hier speziell die Erkrankung „Depression“. Unter dem Motto „Depression kann jeden treffen. Aber man kann etwas dagegen tun“ waren auch hier Gesundheitsämter und weitere Projektverantwortliche aufgerufen, diese Erkrankung in den Focus ihrer Veranstaltungen zu rücken.

Diese häufig vorkommende Erkrankung bei Erwachsenen ist immer noch mit einem Tabu besetzt. Hinter Niedergeschlagenheit, Antriebsarmut, sozialem Rückzug kann eine behandlungsbedürftige Depression stecken; die Betroffenen sollten hier angesprochen und motiviert werden, sich fachärztliche Hilfe zu holen. Je früher die Krankheit behandelt wird, desto besser sind die Heilungschancen.

Der Aufruf der Kampagne „Bitte stör mich! – Aktiv gegen Depression“ soll hier insbesondere das Umfeld der Betroffenen ermutigen, die Erkrankung anzusprechen und Hilfe anzubieten. Weitere Informationen können auf der Seite des Bayerischen Staatsministerium für Gesundheit und Pflege nachgelesen werden.

Zu beiden Themenschwerpunkten wurde eine Vielzahl von Aktionen, wie z.B. Gesundheitstage, Fachtage mit Vorträgen sowie Ausstellungen durch die Projektverantwortlichen mit vielen bewährten Kooperationspartnern organisiert und durchgeführt.

So thematisierte der Gesundheitstag der Stadt Würzburg unter der Schirmherrschaft von Staatsministerin Melanie Huml die psychische Gesundheit von Kindern und Jugendlichen. Bei einem Malwettbewerb nahmen sich Kunstlehrer der Grundschule Lengfeld des Themas an. Die Ehrung der Gewinnerbilder fand durch Ministerin Huml statt.

Die Gesundheitsämter Würzburg, Kitzingen, Main-Spessart, Rhön-Grabfeld, Schweinfurt, Bad Kissingen, Miltenberg und Haßfurt beteiligten sich engagiert an den Themenschwerpunkten und berichten durchwegs von einer positiven Resonanz der Besucher.

Die Regierung von Unterfranken konnte die Aktionen aus Mitteln des Bayerischen Staatsministeriums für Gesundheit und Pflege mit ca. 45.000 € unterstützen.

Bei den Gesundheitsprojekten wurden nach Angaben der Veranstalter insgesamt schätzungsweise 50.000 Menschen erreicht.

Die Regierung von Unterfranken organisierte im Rahmen des Jahresschwerpunktes eine Fachveranstaltung zum Thema „Prävention von psychischen Erkrankungen“, bei der das Präventionsprojekt „Verrückt? Na und!“  - Ein Schulprojekt des Vereins von Irrsinnig Menschlich e.V. – verschiedenen Fachstellen vorgestellt wurde. Nähere Informationen über das Projekt können auf der Seite Verrückt? NA-UND! in Erfahrung gebracht werden.

Die Gesundheitsinitiative Gesund.Leben.Bayern führt den Jahresschwerpunkt „Bitte stör mich!“ noch in 2017 weiter. Es sind deshalb auch in diesem Jahr noch weitere Projekte geplant.

Ab Oktober 2017 bis April 2018 soll ein weiteres zentrales Handlungsfeld des Bayerischen Präventionsplanes aufgegriffen werden: Das Thema „Gesund älter werden“.

Hintergrund:
Die Gesundheitsinitiative des Bayerischen Staatsministeriums für Gesundheit und Pflege steht unter dem Motto: Gesund.Leben.Bayern. Sie will Vorsorge (Prävention) und Gesundheitsförderung noch effektiver als bisher gestalten und in den Mittelpunkt der Aktion stellen.

Weitere Infos erhalten Sie im Internet der Seite des Bayerischen Staatsministerium für Gesundheit und Pflege.


Pressesprecher Johannes Hardenacke, Tel. 0931/380-1109, Fax 0931/380-2109