Presseinfo 066/17 — 06. März 2017


Baurecht für den sechsstreifigen Ausbau der A3 im Abschnitt Dettelbach-Wiesentheid

Regierung von Unterfranken erlässt Planfeststellungsbeschluss

Würzburg – Die Regierung von Unterfranken schafft mit dem Planfeststellungsbeschluss vom 3. März 2017 Baurecht für den sechsstreifigen Ausbau der Bundesautobahn A 3 (Frankfurt - Nürnberg) im Teilabschnitt im Abschnitt östlich Mainbrücke Dettelbach - westlich Anschlussstelle Wiesentheid.

Der aktuell festgestellte Plan umfasst einen rund 12,4 km langen Streckenabschnitt. Der Planfeststellungsabschnitt ist durch eine sehr gestreckte und gut an die Topographie angepasste Linienführung gekennzeichnet. Am Beginn des Abschnitts östlich der Mainbrücke bei Dettelbach steigt die Trasse leicht an. Ca. 2 km östlich der Tank- und Rastanlage Haidt schwenkt die Trasse nach Süden ab und steigt ab hier bis zum Ende des Abschnitts mit max. 1,6% an.

Der Ausbau der Anschlussstelle Kitzingen/Schwarzach erfolgt bestandsnah. Hier werden die Rampen einschließlich der dazugehörigen Verzögerungs- und Beschleunigungsspuren auf einer Länge von 2,1 km angepasst bzw. verlegt. Der bestehende Knotenpunkt B 22 / AS Kitzingen/Schwarzach (Nordostquadrant) wird durch die Einmündung der Gemeindeverbindungsstraße Mainsondheim ergänzt und erhält eine Lichtsignalanlage. Zudem wird auch der Knotenpunkt aus B 22 und der AS Kitzingen/ Schwarzach (Südostquadrant) mit einer Lichtsignalanlage ausgestattet.

Die Beschleunigungs- und Verzögerungsspuren im Bereich der Tank- und Rastanlage „Haidt“ werden auf der Nord- und Südseite auf insgesamt 1,2 km Länge dem sechsstreifigen Fahrbahnquerschnitt angepasst. Darüber hinaus müssen auch die Durchfahrtsgassen im Bereich der Tank- und Rastanlage beidseitig geändert werden. Das umliegende Straßen- und Wegenetz wird ebenfalls dem sechsstreifigen Ausbau angepasst.

Im gesamten Planfeststellungsabschnitt wird die BAB A 3 mit einem lärmmindernden Fahr-bahnbelag versehen. Darüber hinaus werden zum Zwecke des Lärmschutzes Lärmschutzwälle bzw. -wände zum Einsatz gebracht. Trotz dieser Maßnahmen kommt es zu Überschreitungen der Immissionsgrenzwerte an einzelnen Anwesen. Diese erhalten haben dem Grunde nach Anspruch auf passive Lärmschutzeinrichtungen (z. B. Lärmschutzfenster).

Weiterhin sieht die Planung umfangreiche landschaftspflegerische Maßnahmen, insbesondere Ausgleichsmaßnahmen für die mit der Baumaßnahme verbundenen Eingriffe in Natur und Landschaft sowie Gestaltungsmaßnahmen entlang der Trasse vor.

Im Planfeststellungsverfahren waren verschiedene Stellungnahmen von Trägern öffentlicher Belange und Einwendungen von Privatpersonen und Gemeinden zu prüfen und sorgfältig mit den für und gegen das Vorhaben sprechenden Belangen abzuwägen. Neben den Belangen grundstücksbetroffener Eigentümer sind hier vor allem die Belange des Naturschutzes, der Landschaftspflege, der Wasserwirtschaft sowie Belange der Land- und Forstwirtschaft und der Gemeinden zu nennen. Der Planfeststellungsbeschluss enthält zahlreiche Schutzauflagen sowie sonstige Nebenbestimmungen.

Mit dem Planfeststellungsbeschluss vom 03.03.2017 steuert die Regierung von Unterfranken den letzten wichtigen Baustein für den sechsstreifigen Ausbau der Bundesautobahn A 3 zwischen dem Autobahnkreuz Biebelried und dem Autobahnkreuz Fürth/ Erlangen bei. Die ca. 76 km lange Gesamtstrecke ist wegen ihrer hohen Verkehrsbelastung im Bedarfsplan für die Bundesfernstraßen dem "Vordringlichen Bedarf" zugeordnet.

Die Baumaßnahme im soeben planfestgestellten Streckenabschnitt ist Teil des ÖPP-Projekts (Öffentlich-Private Partnerschaft) für den sechsstreifigen Ausbau der Bundesautobahn A 3 zwischen dem Autobahnkreuz Biebelried und dem Autobahnkreuz Fürth/ Erlangen. Die Ausschreibung soll noch in diesem Monat beginnen. Der Baubeginn ist für 2019 vorgesehen. Die Bauzeit wird auf etwa fünf Jahre veranschlagt. In den Bundeshaushalt wurden für das ÖPP-Projekt 2,4 Milliarden Euro eingestellt.

Hinweis:
Der Planfeststellungsbeschluss vom 03.03.2017, die Planunterlagen und die Bekanntmachung können auch auf unserer Internetseite unter der Rubrik „Planung und Bau“ ► straßenrechtliche Planfeststellungsverfahren eingesehen werden. Maßgeblich ist jedoch allein der Inhalt der ausgelegten Unterlagen.


Pressesprecher Johannes Hardenacke, Tel. 0931/380-1109, Fax 0931/380-2109