Presseinfo 085/17 — 17. März 2017


Regierung von Unterfranken erteilte im vergangenen Jahr insgesamt 1142 Approbationen an Ärzte, Zahnärzte, Tierärzte, Apotheker und Psychotherapeuten

 

Würzburg (ruf) – Im Jahr 2016 erteilte die Regierung von Unterfranken in ihrem Zuständigkeitsbereich (dazu siehe unten) insgesamt 1142 Approbationen an Ärzte, Zahnärzte, Tierärzte, Apotheker und Psychotherapeuten. Hiervon haben 955 Personen ihre ärztliche, zahnärztliche, pharmazeutische und psychotherapeutische Schlussprüfung erfolgreich in Franken abgelegt. 187 Approbationen wurden an Bewerber erteilt, die ihre erforderliche Ausbildung im europäischen Ausland abgeschlossen haben und in Franken arbeiten wollten.

Insgesamt teilen sich die erteilten Approbationen für das Jahr 2016 wie folgt auf:

Art der Approbation

Männer

Frauen

insgesamt

Arzt / Ärztin

308

410

718

Zahnarzt / Zahnärztin

91

127

218

Tierarzt / Tierärztin

4

8

12

Apotheker / Apothekerin

50

143

193

Psychologischer Psychotherapeut / in (PP); Restfälle aus dem Prüfungsjahr 2014

1

0

1

Kinder- u. Jugendlichenpsychotherapeut / in (KJP); Restfälle aus dem Prüfungsjahr 2014

0

0

0

 

Außerdem erteilte die Regierung von Unterfranken im Jahr 2016 insgesamt 555 Berufserlaubnisse zur vorübergehenden Ausübung der ärztlichen, zahnärztlichen, tierärztlichen und pharmazeutischen Tätigkeit an Personen, die nach den gesetzlichen Vorgaben eine deutsche Approbation nicht bzw. noch nicht erhalten konnten. Dabei handelt es sich vorwiegend um Absolventen von Bildungseinrichtungen außerhalb der nachstehend genannten EU-Staaten bzw. der gleichgestellten Staaten.

Hintergrund zu den Approbationserteilungen und zur regionalen Zuständigkeit

Wer nach einem Studium der Humanmedizin, der Pharmazie, der Veterinärmedizin oder der Zahnmedizin in Deutschland seinen Beruf ausüben möchte, benötigt hierfür eine allgemeine Berufszulassung – die Approbation. Für die Erteilung der Approbation sind in Bayern die Regierung von Unterfranken (fränkischer Raum) und die Regierung von Oberbayern (südbayerischer Raum) zuständig. Im Einzelnen ergibt sich folgende Zuständigkeit:

Die Regierung von Unterfranken ist für die Erteilung von Approbationen für Deutsche, heimatlose Ausländer, Staatsangehörige von EU-Mitgliedstaaten, EWR-Vertragsstaaten, Staaten mit EU-Assoziierungsabkommen, Schweiz sowie für Drittstaatler seit 1999 zuständig,

sofern die beruflichen Prüfungen für Ärzte, Zahnärzte, Apotheker an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg oder an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg abgeschlossen wurden oder

in einem anderen EU-Mitgliedstaat oder einem EWR-Vertragsstaat oder in der Schweiz abgelegt wurden und der jeweilige Beruf in Franken ausgeübt werden soll.

Bisher hat die Regierung von Unterfranken seit 1999 fast 18.000 Approbationen erteilt.

Die Regierung von Oberbayern ist für den südbayerischen Raum zuständig, wenn die Prüfungen an der Universität München oder der Universität Regensburg abgeschlossen wurden sowie für Bewerber mit einer ärztlichen Ausbildung in einem EU-Mitgliedsstaat, wenn der Beruf in Südbayern ausgeübt werden soll. Außerdem erteilt die Regierung von Oberbayern für ganz Bayern Approbationen für Antragsteller mit Ausbildung aus Drittstaaten.

Seit dem 01.01.2015 ist die Regierung von Oberbayern im Rahmen der Schwerpunktbildung bei den Regierungen auch ausschließlich zuständig für die Approbationserteilung der Psychologischen Psychotherapeuten (mit Ausnahme der Restfälle aus den Prüfungsvorjahren).

Bei den Berufserlaubnissen ergibt sich folgende Zuständigkeit:
Seit dem 01.01.2015 ist die Regierung von Unterfranken für alle fränkischen Regierungsbezirke für die Erteilung von Berufserlaubnissen zuständig, was auch für die Ausübung der Berufsaufsicht für sämtliche ärztliche Berufe gilt. Für die Erteilung der Berufserlaubnisse und die Berufsaufsicht für ärztliche Berufe lag die Zuständigkeit zuvor bei jeder Bezirksregierung in ihrem jeweiligen Zuständigkeitsbereich. Im Zuge der Schwerpunktbildung bei den Regierungen wurde die Zuständigkeit auf die Regierung von Unterfranken (Franken) und die Regierung von Oberbayern (Südbayern) geteilt.

Eine Berufserlaubnis (grundsätzlich widerruflich und befristet) kann Personen erteilt werden, die ihre ärztliche oder pharmazeutische Ausbildung in einem Drittstaat abgeschlossen haben und noch keine Approbation besitzen. Weitere Informationen zur Approbation sowie Antragsformulare und Merkblätter sind über das Internet unter Gesundheit und Verbraucherschutz erhältlich.

Wegen der Vorjahresstatistik wird auf unsere Pressemitteilung Nr. 80 vom 16. März 2016 verwiesen.


Pressesprecher Johannes Hardenacke, Tel. 0931/380-1109, Fax 0931/380-2109