Presseinfo 104/17 — 31. März 2017


Baurecht für den Neubau der Ortsumgehung Wegfurt im Landkreis Rhön-Grabfeld

Regierung von Unterfranken erlässt Planfeststellungsbeschluss

Würzburg (ruf) – Die Regierung von Unterfranken hat am 31.03.2017 den Planfeststellungsbeschluss für den Neubau der Ortsumgehung Wegfurt im Zuge der Bundessstraße B 279 (Gersfeld - Bad Neu-stadt a. d. Saale) erlassen.

Die Bundesstraße B 279 ist als überregional bedeutsame Fernverkehrsstraße mit den Bundesautobahnen A 7, A 71 und A 73 verknüpft und übernimmt damit auch eine Autobahnzubringerfunktion. Sie stellt zudem die zentrale Verbindung der Stadt Bischofsheim mit der Stadt Bad Neustadt a. d. Saale dar. Mit Bau der Ortsumgehung Wegfurt wird die letzte noch verbliebene Ortsdurchfahrt der B 279 zwischen der Stadt Bad Neustadt a. d. Saale und der Grenze zum Bundesland Hessen beseitigt und der Ortsteil Wegfurt vom Durchgangsverkehr, der durch eine überdurchschnittliche Schwerverkehrsbelastung gekennzeichnet ist, entlastet.

Das nun zugelassene Vorhaben beginnt am westlichen Ortsrand von Wegfurt im Abschnitt 220 bei Station 1,601 und endet östlich von Wegfurt im Abschnitt 240 bei Station 0,717 der B 279. Die Gemeinde Wegfurt wird mit zwei Ortsanschlüssen an Baubeginn und Bauende an die B 279 angebunden. Die Kreisstraße NES 16 wird in leicht geänderter Streckenführung mit der neuen Ortsumgehung verbunden. Die Länge der Baustrecke beträgt 1,5 km. Nach derzeitigen Planungen soll mit der Baumaßnahme im Juli/August dieses Jahres begonnen werden. Im Herbst 2018 soll die Ortsumgehung Wegfurt dem Verkehr freigegeben werden.

Die Planung sieht umfangreiche landschaftspflegerische Maßnahmen, insbesondere Ausgleichsmaßnahmen für die mit der Baumaßnahme verbundenen Eingriffe in Natur und Landschaft sowie Gestaltungsmaßnahmen entlang der Trasse vor. Im Vordergrund dieser Maß-nahmen stehen der schonende Umgang mit dem im Trassenbereich liegenden FFH-Gebiet „Tal der Brend“ und der Erhalt der Naturschönheiten des Biosphärenreservats Rhön und des Landschaftsschutzgebietes „Bayerische Rhön“.

Im Planfeststellungsverfahren waren verschiedene Stellungnahmen von Trägern öffentlicher Belange und Einwendungen von Privatpersonen zu prüfen und sorgfältig mit den für und gegen das Vorhaben sprechenden Belangen abzuwägen. Neben den Belangen grundstücksbetroffener Eigentümer sind hier vor allem die Belange des Naturschutzes, der Landschaftspflege, des Denkmalschutzes sowie Belange der Land- und Forstwirtschaft zu nennen. Der Planfeststellungsbeschluss enthält zahlreiche Schutzauflagen sowie sonstige Nebenbestimmungen.

Hinweis:
Der Planfeststellungsbeschluss vom 31.03.2017, die Planunterlagen und die Bekanntmachung können auch auf unserer Internetseite unter der Rubrik „Planung und Bau“ < Aktuelle straßenrechtliche Planfeststellungsverfahren eingesehen werden. Maßgeblich ist jedoch allein der Inhalt der ausgelegten Unterlagen.


Pressesprecher Johannes Hardenacke, Tel. 0931/380-1109, Fax 0931/380-2109