Presseinfo 109/17 — 07. April 2017


Wenig bekannt aber unverzichtbar!
Das Gewerbeaufsichtsamt Würzburg feiert sein 125 jähriges Bestehen

Würzburg (ruf) – Das Gewerbeaufsichtsamt Würzburg – eine Außenstelle der Regierung von Unterfranken – kann seit Anfang April 2017 auf sein 125-jähriges Bestehen zurückblicken.

Als Prinzregent Luitpold am 31. März 1892 seine Unterschrift unter die „Königlich Allerhöchste Verordnung, die Fabriken und Gewerbeinspektoren betreffend“ im Gesetz- und Verordnungsblatt Nr. 14 für das Königreich Bayern setzte und mit dieser Verordnung das Amt für genau einen Fabriken- und Gewerbeinspektor für jeden Regierungsbezirk schaffte, beginnt die Geschichte der Gewerbeaufsicht in Unterfranken. Auf denselben Tag datiert auch die Ernennungsurkunde, die den „Reallehrer an der mechanisch-technischen Abtheilung der Kreis-Realschule in Würzburg Georg Höfer vom 1. April d.Js zum Fabriken- und Gewerbeinspektor bei Unserer Regierung von Unterfranken und Aschaffenburg“ bestimmte.

125 Jahre später sind es einige „Inspektoren“ mehr, aber viele andere Dinge blieben unverändert. Die notwendige technische und berufliche Vorqualifikation der Gewerbeaufsichtsbeamten zum Beispiel oder die Zugehörigkeit der Gewerbeaufsicht zur Bezirksregierung. Auch heute berät die Gewerbeaufsicht die unterfränkischen Betriebe und kontrolliert die Einhaltung von Vorschriften zur „Sicherung der Arbeiter gegen Gefahren für Leben und Gesundheit“. Zudem schützt die Gewerbeaufsicht die Bürger vor Gefährdungen durch technische Anlagen wie Aufzüge, Druckbehälter oder Dampfkessel. Auch Tankstellen benötigen eine Erlaubnis des Gewerbeaufsichtsamts. Weitere umfangreiche Themengebiete sind über die Jahre hinzugekommen: So stellen der technische und stoffliche Verbraucherschutz, sowie Aspekte des medizinischen Arbeits- und Verbraucherschutzes z.B. bei Röntgenanlagen wichtige Aufgabenfelder in der bayerischen Gewerbeaufsicht dar.

Weibliche Gewerbeaufsichtsbeamte wurden bereits in der ersten Dekade des 20. Jahrhunderts eingestellt. Die erste “Assistentin“ war 1904 die in Würzburg geborene Luise Hartmann. Im Jahr 1939 waren von den fünf Aufsichtsbeamten zwei weiblich - eine Frauenquote, die bis heute in einer technisch orientierten Behörde mangels ausreichender Zahl an Bewerberinnen schwer zu erreichen ist.

Was in einem Büro im ehemaligen Benediktiner-Kloster St. Stephan am Peterplatz begann, fand im Jahr 2000 mit dem Umzug in das Amtsgebäude in der Georg-Eydel-Straße 13 als eine eigenständige Behörde seinen Fortgang. Seit 2005 ist das Gewerbeaufsichtsamt wieder ein Teil der Regierung von Unterfranken.

Der Wandel von Technik und Gesellschaft brachte der Gewerbeaufsicht abwechslungsreiche und anspruchsvolle Aufgaben, deren Bedeutung auch in einer sich wandelnden Arbeitswelt 4.0 auch in Zukunft nicht nachlassen wird. Getreu dem Motto: „Mit Sicherheit für Bayern“

 

Hinweis: Mit kursiver Schrift werden Auszüge aus Originaldokumenten zitiert. Quelle: Staatsarchiv Würzburg; Quelle der Jahresdaten und Ereignisse: Chronik des Gewerbeaufsichtsamts Würzburg 1892-2017

 

Das Gewerbeaufsichtsamt in der Georg-Eydel-Straße 13
Das Gewerbeaufsichtsamt in der Georg-Eydel-Straße 13
(Foto: Gewerbeaufsicht Würzburg)

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Bild: Das Gewerbeaufsichtsamt in der Georg-Eydel-Straße 13 Bild 515 KB

Pressesprecher Johannes Hardenacke, Tel. 0931/380-1109, Fax 0931/380-2109