Presseinfo 191/17 — 29. Juni 2017


Europäischer Fonds für regionale Entwicklung (EFRE)
Operationelles Programm im Ziel „Investitionen in Wachstum und Beschäftigung“
Bayern 2014-2020

Die Regierung von Unterfranken bewilligt der Julius-Maximilians-Universität Würzburg für das Projekt Individualisierung digital
insgesamt Zuschüsse in Höhe von rund 2.000.000 €

 

Würzburg(ruf) – Die Regierung von Unterfranken hat der Universität Würzburg aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) für das Projekt „Individualisierung digital" einen Zuschuss in Höhe von rund 2.000.000 € bewilligt. Der Bescheid wurde gestern von Wissenschaftsstaatssekretär Bernd Sibler an den Präsidenten der Julius-Maximilians-Universität Würzburg Prof. Dr. Alfred Forchel und den Projektleiter und Inhaber des Lehrstuhls für Betriebswirtschaftslehre und Wirtschaftsinformatik Prof. Dr. Axel Winkelmann übergeben.

Die veranschlagten Gesamtkosten für das Projekt betragen rund 4.000.000 €. Die Zuschusshöhe beträgt somit rund 50 %. Die Zuwendung wird aus dem Operationellen Programm im Ziel „Investitionen in Wachstum und Beschäftigung“ Bayern 2014-2020 mit Mitteln der Europäischen Union bereitgestellt.

Das Projekt "Individualisierung digital" hat das Ziel, unterfränkische Unternehmen durch Forschungstransfer beim Erwerb von E-Commerce-Expertise zu unterstützen. Hierzu wollen am Projekt beteiligte universitäre Forschungsgruppen in intensiven Workshops mit bereits beteiligten und weiteren Unternehmen digitale Erfolgsfaktoren für die produzierende Industrie im strukturschwachen Raum herausarbeiten.

Der Online-Handel bietet gerade Unternehmen aus strukturschwachen Gegenden die Möglichkeit, ihr Absatzgebiet überregional zu erweitern. Auch Anbietern von sogenannten Nischenprodukten, die oft ebenfalls in strukturschwachen Regionen angesiedelt sind, eröffnen sich durch die digitale Vermarktung gesteigerte Umsatzmöglichkeiten. Dieses Potenzial wird von vielen Unternehmen nach wie vor unterschätzt. Die Analyse von Geschäftsmodellen und Erfolgsfaktoren digitaler "Hidden Champions" diverser Branchen soll hier helfen, erfolgreiche und übertragbare digitale Geschäftsmodelle herauszuarbeiten. Hierbei sollen auch die Haupthindernisse, die der Einführung digitaler Geschäftsmodelle im produzierenden Gewerbe wie auch Dienstleistungsunternehmen im Wege stehen, identifiziert und Behebungsmöglichkeiten aufgezeigt werden.

Beteiligten Unternehmen soll im Rahmen dieses Projektes bedarfsgerecht das erforderliche Wissen vermittelt werden. Zum einen werden Informationen hinsichtlich der Entwicklung digitaler Produkte, wie z.B. IT-Systemen zur Vorsortierung und Abwicklung von Kundenanfragen und Bestellungen, an die Unternehmen weitergegeben. Zum anderen werden den Firmen aber auch die vielfältigen rechtlichen Aspekte (z. B. Daten- und Verbraucherschutz, Lizenzverträge, fernabsatzbezogene Vorgaben auf nationaler und europäischer Ebene, Urheber- und Patentrecht und wettbewerbsrechtliche Bestimmungen) näher gebracht.

Im Verlauf des Projekts wird auch untersucht, wie die Einführung und Etablierung digitaler Geschäftsprozesse in kleinen und mittleren Unternehmen gestaltet sein müssen, um sich in psychologischer Hinsicht positiv auf Mitarbeiter und deren Arbeitsengagement und –leistung sowie den Unternehmenserfolg auswirken zu können.

Von dem Projekt sollen möglichst viele kleine und mittlere Unternehmen (KMU) des Regierungsbezirks profitieren. Dem Projekt können sich daher neben den bereits beteiligten Unternehmen alle interessierten KMU anschließen.

Die Bayerische Staatsregierung fördert Projekte wie dieses, da sie im Rahmen der Forschungs-, Technologie- und Innovationsstrategie zur Stärkung von Bayerns Spitzenposition als starkem Innovationsstandort beitragen.


Pressesprecher Johannes Hardenacke, Tel. 0931/380-1109, Fax 0931/380-2109