Presseinfo 205/17 — 12. Juli 2017


Bayerisches Städtebauförderungsprogramm:
Regierung von Unterfranken bewilligt dem Markt Zell am Main einen Zuschuss in Höhe von 60.000 Euro als 1. Rate für die Sanierung der „Laubhütte“ und die Errichtung eines Informationspunktes für jüdische Kulturgeschichte


Würzburg (ruf) – Die Regierung von Unterfranken hat dem Markt Zell am Main (Landkreis Würzburg) aus dem Bayerischen Städtebauförderungsprogramm einen Zuschuss in Höhe von 60.000 € bewilligt. Die Mittel sind als 1. Rate für die Sanierung der „Laubhütte“ und die Errichtung eines Informationspunktes für jüdische Kulturgeschichte vorgesehen. Die Fördersumme entspricht bei zuwendungsfähigen Kosten von 100.000 € einer Förderung von 60%. Die Zuwendungen werden aus dem vom Bayerischen Landtag beschlossenen Haushalt des Bayerischen Staatsministeriums des Innern, für Bau und Verkehr bereitgestellt. Die veranschlagten Gesamtkosten der Baumaßnahme betragen 242.100 €. Davon konnten 220.000 € als zuwendungsfähig anerkannt und dem Markt für die Maßnahme Zuwendungen in Höhe von 132.000 € in Aussicht gestellt werden.

Die Laubhütte ist derzeit durch den Anbau einer Doppelgarage nicht mehr erkennbar. Nach dem Rückbau der Garage soll sich der Informationspunkt entsprechend seiner ursprünglichen Gestaltung als einfacher, reduzierter Baukörper darstellen. Durch eine Mauerscheibe entlang der Grenze wird ein kleiner seitlicher Vorplatz mit Sitzblöcken als Übergang vom öffentlichen Raum geschaffen und der Besucher zum rückwärtigen Eingang geleitet. Infotafeln an der Mauerscheibe im Bereich des Vorplatzes mit Inhalten zum Laubhüttenfest und zur Laubhütte sollen auch außerhalb der Öffnungszeiten die Besucher informieren.

Das Sanierungskonzept sieht vor, das Erhaltene zu sichern und die jüngsten Veränderungen zurückzubauen. Die Sicherung und Wiederherstellung der Wandmalerei und die Sichtbarmachung des Laubrostes stehen dabei im Vordergrund. Um auch bei verschlossener Laubhütte Einblick zu gewähren ist die Verstärkung des bestehenden Stahlfensters vorgesehen. Mit einem Beleuchtungskonzept sollen die räumlichen und gestalterischen Ziele der Umgestaltung unterstützt werden.


Pressesprecher Johannes Hardenacke, Tel. 0931/380-1109, Fax 0931/380-2109