Presseinfo 222/17 — 31. Juli 2017


Regierung von Unterfranken unterstützte im Jahr 2016 Jugendsozialarbeit an 118 Schulen mit rund 1.218.540 Euro

 

Würzburg (ruf) – Die Regierung von Unterfranken unterstützte im Jahr 2016 an 118 Schulen und Schulaußenstellen in Unterfranken, davon 63 Mittelschulen, 14 Förderschulen, 8 Berufsschulen, 6 Förderberufsschulen und 27 Grundschulen den Einsatz von Jugendsozialarbeit mit insgesamt 1.218.540 €. Träger der Projekte sind zwölf Kommunen, drei Schulzweckverbände und zwölf freie Träger der Jugendhilfe. Die staatliche Förderung erfolgt auf der Grundlage des vom Bayerischen Landtag beschlossenen Staatshaushaltes im Rahmen des entsprechenden Förderprogramms des Bayerischen Staatsministeriums für Arbeit und Soziales, Familie und Integration. An der Finanzierung der Projekte der freien Träger der Jugendhilfe beteiligen sich auch die Kommunen. Der staatliche Zuschuss beträgt bis zu 16.360 € für eine vollzeitbeschäftigte Fachkraft.

Jugendsozialarbeit an Schulen richtet sich an Schüler mit gravierenden sozialen und erzieherischen Problemen, die zum Ausgleich von Benachteiligungen und zur Überwindung individueller Beeinträchtigungen in erhöhtem Maße auf Unterstützung angewiesen sind. Die Schule ist der geeignete Ort, an dem die Jugendhilfe mit ihrem Leistungsangebot und in enger Kooperation mit Lehrkräften frühzeitig und nachhaltig auf junge Menschen einwirken und auch Eltern rechtzeitig erreichen kann. Durch den Einsatz der sozialpädagogischen Fachkräfte direkt an Mittelschulen, Förderschulen und Berufsschulen sowie an Grundschulen mit einem Migrantenanteil von mindestens 20 % wird so ein wirksames Hilfsangebot geschaffen. Unter dem Aspekt der frühen Prävention und der erfolgreichen Integration von Kindern mit Migrationshintergrund konnten erstmals ab 01. September 2010 Grundschulen, die einen Migrantenanteil von mindestens 20 % aufwiesen, in das Förderprogramm mit einbezogen werden.

Insgesamt sind in Unterfranken im Rahmen der Jugendsozialarbeit an Schulen 123 sozialpädagogische Fachkräfte auf rund 75 Planstellen tätig.

Der Ausbau der Jugendsozialarbeit an Schulen wird auch im kommenden Schuljahr durch die Aufnahme neuer Standorte sowie durch die Aufstockung bestehender Stellen weiter unterstützt. Der Schwerpunkt des weiteren Ausbaus in Unterfranken sind derzeit Grundschulen mit hohem Jugendhilfebedarf. Das staatliche Ausbauziel von 1000 Stellen in Bayern wurde aufgrund der gestiegenen Zahl von Flüchtlingen in den Schulen um ein Jahr vorgezogen und soll bereits Ende 2018 erreicht werden.

Weitere Informationen zur Jugendsozialarbeit an Schulen können auch im Internet unter http://www.regierung.unterfranken.bayern.de/aufgaben/2/1/00463/index.html und
http://www.stmas.bayern.de/jugend/sozialarbeit/jas.htm abgerufen werden.


Pressesprecher Johannes Hardenacke, Tel. 0931/380-1109, Fax 0931/380-2109