Presseinfo 248/17 — 31. August 2017


Versorgung der Grund- und Mittelschulen gesichert! Schülerzahlen weiterhin stabil – Einschulungen erneut im Plus

Integration junger Asylbewerber und Flüchtlinge weiterhin große Herausforderung

Unterfränkische Schullandschaft im Schuljahr 2017/2018
– Einladung –

Würzburg (ruf) – Die Schullandschaft in Unterfranken bleibt in Bewegung. Nachdem die Anzahl der Grundschüler in den zurückliegenden Jahren teilweise massiv zurückgegangen war und sich nach kurzer Stabilisierungsphase bereits seit dem vergangenen Jahr der Trend umgekehrt hatte (Schuljahr 2016/2017: +2,2%), steigen nun die Schülerzahlen im Grundschulbereich erneut weiter an (+1,44 %).

Die durchschnittliche Schülerzahl pro Klasse im Volksschulbereich liegt weiterhin bei 20 Schülern. Der Anteil der kleinen Grundschulen steigt in diesem Jahr allerdings leicht an: In Unterfranken gibt es im Schuljahr 2017/18 insgesamt 47 staatliche Grundschulen bzw. Grundschulstufen an Volksschulen (Vorjahr 42), die von weniger als 80 Schülern besucht werden. An 18 Grundschulen (Vorjahr 12) werden weniger als 4 Klassen unterrichtet. Die schulorganisatorischen Herausforderungen für die Schulverantwortlichen, vor allem bei der Lehrerversorgung kleiner Schulen, bleiben bestehen.

Nach dem erstmaligen Wiederansteigen der Schülerzahlen bei den Mittelschulen im vergangenen Jahr (+2 %) ist die Anzahl der Mittelschüler im kommenden Jahr mit -1,31 % wieder leicht rückläufig. An 29 Standorten staatlicher Mittelschulen liegt die Schülerzahl unter 100 (Vorjahr 26). Die Sicherstellung des flächendeckenden Mittelschulangebots (Ganztagsangebot, Mittlere-Reife-Klassen sowie Regelklassen) garantiert die Organisation in Mittelschulverbünden. Über ein Drittel aller Mittelschüler erreicht den Mittleren Schulabschluss, knapp zwei Drittel den qualifizierenden Mittelschulabschluss bzw. den erfolgreichen Mittelschulabschluss. Die Zahlen der Abgangsschüler ohne Abschluss sind in Unterfranken marginal.

Auch im Bereich der Förder- und Berufsschulen gibt es einige Themen, die das neue Schuljahr prägen. Die Schülerzahlen bei den Förderschulen bleiben erneut weitestgehend konstant, was weiterhin den hohen Stellenwert dieser Schulart unterstreicht. Die Anzahl der Angebote für berufsschulpflichtige Asylbewerber und Flüchtlinge bleibt – trotz deutlichen Rückgangs der Asylbewerberneuzugänge – weiterhin auf hohem Niveau. So bleiben 2017/18 insgesamt 120 Berufsintegrationsklassen erhalten, ausreichend für die Beschulung von 2400 Schülern. Gemeinsam mit den Grund- und Mittelschulen wird damit ein wichtiger Beitrag geleistet, jungen, Asylbewerbern und Flüchtlingen durch einen möglichst schnellen Spracherwerb die notwendige Ausbildungsreife zu vermitteln, wodurch sich ihre Chancen auf eine schnelle Integration deutlich erhöhen.
 
Welche Veränderungen und Entwicklungen im Detail auf Schüler, Eltern, Kommunen, Lehrkräfte und die Schulaufsicht zukommen, beantwortet die Regierung von Unterfranken im Rahmen ihrer jährlichen Pressekonferenz zu Schuljahresbeginn. Regierungspräsident Dr. Paul Beinhofer und der Leiter des Bereichs Schulen, Abteilungsdirektor Gustav Eirich, werden die aktuellen Themen ebenso wie Tendenzen und Trends in einem Informationsgespräch am

Donnerstag, dem 7. September 2017, um 11.00 Uhr,
im Kleinen Sitzungssaal der Regierung von Unterfranken,
Peterplatz 9, 97070 Würzburg,

darstellen.

Wir laden Sie als (Bild-)Berichterstatter/-innen zu diesem Pressetermin herzlich ein.

Die Regierung von Unterfranken ist für Grund- und Mittelschulen, berufliche Schulen und für Förderschulen in ganz Unterfranken zuständig. Zu den Aufgaben gehören hierbei insbesondere Personaleinsatz und -verwaltung, Schulorganisation, Schulentwicklung, Lehrerfortbildung und vieles mehr.


Pressesprecher Johannes Hardenacke, Tel. 0931/380-1109, Fax 0931/380-2109