Presseinfo 252/17 — 05. September 2017


Regierung von Unterfranken bewilligt der Stadt Röttingen Städtebauförderungsmittel von 620.000 Euro zur Leerstandbeseitigung und Schaffung von Wohnraum für anerkannte Flüchtlinge


Würzburg (ruf) – Die Regierung von Unterfranken hat der Stadt Röttingen aus dem Bund-Länder-Städtebauförderungsprogramm „Soziale Stadt“ für die Sanierung des leerstehenden Anwesens Taubergasse 1 einen Zuschuss von 620.000 Euro bewilligt. Bei zuwendungsfähigen Kosten von 690.000 Euro entspricht dies einem Höchstfördersatz von 90 Prozent. Die veranschlagten Gesamtkosten der Maßnahmen betragen ca. 830.000 Euro. Durch die Gebäudesanierung wird ein langfristiger Leerstand beseitigt und zugleich dringend benötigter Wohnraum für anerkannte Flüchtlinge geschaffen. Die Zuwendung wird zu 30 Prozent vom Bund und zu 60 Prozent aus dem vom Bayerischen Landtag beschlossenen Haushalt des Bayerischen Staatsministeriums des Innern, für Bau und Verkehr bereitgestellt.

Das sanierungsbedürftige Gebäude Taubergasse 1 liegt im denkmalgeschützten Ensemble und förmlich festgelegten Sanierungsgebiet der Altstadt von Röttingen. Das stadtbildprägende Gebäude wurde um 1820 auf dem Eckgrundstück Taubergasse-Judengasse in unmittelbarer Nachbarschaft des Rathauses erbaut, steht seit ca. einem Jahr leer und ist zwischenzeitlich im Besitz der Stadt Röttingen.

Der nun vorliegende Entwurf ist das Ergebnis eines Abstimmungsprozesses zwischen Planern, der Stadt und der Regierung von Unterfranken, Sachgebiet „Städtebau“. Hierbei wurde erfolgreich das Ziel verfolgt, die bestehenden Raumzuschnitte möglichst beizubehalten und mit nur wenigen baulichen Veränderungen zukünftig drei abgeschlossene Wohnungen auf drei  Etagen mit einer 2-Zi.-Wohnung (EG) und zwei 3-Zi. Wohnungen (Obergeschoss / Mansardengeschoss) anbieten zu können.

Unter dem Motto „Leerstand nutzen – Lebensraum schaffen“ unterstützt der Freistaat Bayern
Kommunen über die Städtebauförderung bei der Sanierung von leerstehenden Gebäuden im
Ortskern, wenn diese anschließend für mindestens sieben Jahre anerkannten Flüchtlingen als Wohnraum zur Verfügung gestellt werden. Mit einem Fördersatz von 90 Prozent der förderfähigen Kosten ist der finanzielle Beitrag des Staates dazu außerordentlich hoch.

Die Stadt Röttingen hat diese Chance erkannt und nutzt die Unterstützung zur Leerstandbeseitigung über die Städtebauförderung bei der Sanierung des Gebäudes Taubergasse 1 bereits zum zweiten Mal. Derzeit wird von der Stadt Röttingen im Rahmen dieser Initiative bereits das Anwesen „Hauptstraße 23“ saniert.


Pressesprecher Johannes Hardenacke, Tel. 0931/380-1109, Fax 0931/380-2109