Presseinfo 009/18 — 09. Januar 2018


ÖPNV-Förderung 2017:
Rund 26,5 Millionen Euro für den öffentlichen Personennahverkehr in Unterfranken

Würzburg(ruf) – Die Regierung von Unterfranken hat die Verbesserung des öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) in Unterfranken im Jahr 2017 mit insgesamt 26,358 Millionen Euro gefördert. Die vom Bayerischen Landtag bereitgestellten Mittel wurden für Investitionen in neue Fahrzeuge, verbilligte Schülerfahrkarten und ÖPNV-Infrastrukturmaßnahmen eingesetzt. Durch Zuweisungen an die Landkreise und kreisfreien Städte wurden kommunale Projekte zur Verbesserung des öffentlichen Personennahverkehrs gefördert.

Mit 4,234 Millionen Euro förderte die Regierung von Unterfranken die Anschaffung von 57 neuen Linienbussen für den Öffentlichen Personennahverkehr. Alle geförderten Fahrzeuge sind in Niederflur-Bauweise und mit Kneeling-Funktion (Herablassen des Busses an Haltestellen) ausgestattet und ermöglichen den Fahrgästen einen stufenlosen Einstieg. Vor allem den Fahrgästen mit behinderungs- oder altersbedingten Einschränkungen der Mobilität und mit Fahrzeugen wie Rollstühlen und Kinderwagen wird eine barrierefreie Nutzung damit wesentlich erleichtert. Das Investitionsvolumen belief sich auf rund 13,2 Millionen Euro. Um auch außerhalb der städtischen Verdichtungsräume ein möglichst attraktives Angebot des Personennahverkehrs zu ermöglichen, erhielten vorrangig kleinere und mittlere Verkehrsunternehmen Busförderungen.

Den mit 14,062 Millionen Euro größten Anteil erhielten unterfränkische Verkehrsunternehmen als Ausgleich für die Mindereinnahmen durch den Verkauf von vergünstigten Zeitfahrausweisen an Schüler, Studenten und Auszubildende.

6,955 Millionen Euro wurden den unterfränkischen Landkreisen und kreisfreien Städte als sogenannte ÖPNV-Zuweisungen bewilligt. Diese Zuweisungen werden von den Landkreisen und den kreisfreien Städten, denen die Aufgabenträgerschaft für den ÖPNV obliegt, nach eigenem Ermessen zur Verbesserung des ÖPNV verwendet. Sie sind ein finanzieller Ausgleich für die Planung, Organisation und Sicherstellung des öffentlichen Personennahverkehrs der Kommunen und werden überwiegend für Verkehrsverbesserungen, Linienerweiterungen, Linienverdichtungen und Verkehrskooperationen eingesetzt. Die Höhe der ÖPNV-Zuweisungen richtet sich nach den erbrachten Verkehrsleistungen, dem finanziellen Engagement und der finanziellen Leistungsfähigkeit der ÖPNV-Aufgabenträger sowie der Qualität und dem Bestand von Verkehrskooperationen im ÖPNV.

0,167 Millionen Euro wurden den unterfränkischen Landkreisen zur Verbesserung der Mobilität im ländlichen Raum für bedarfsorientierte Bedienformen des allgemeinen ÖPNV gewährt. Zweck der Förderrichtlinie ist die Sicherstellung von gleichwertigen Lebensverhältnissen in allen Landesteilen. Vorrangig sollen die Räume mit besonderem Handlungsbedarf und die ländlichen Räumen unterstützt werden. Zu den förderfähigen Kosten gehören insbesondere flexible und bedarfsorientierte Mobilitätskonzepte. Dies sind vor allem Angebote, die vom Fahrgast vor Fahrtbeginn telefonisch angefordert werden müssen. Ein Aufwand entsteht daher nur bei einer entsprechenden Bedarfsmeldung.

Ein Anteil von rund 0,940 Millionen Euro wurde für die Förderung von ÖPNV-Infrastrukturmaßnahmen zur Verfügung gestellt. Damit wurde der Bau bzw. die Errichtung von zentralen Busbahnhöfen und Haltestelleneinrichtungen, Park-and-Ride-Anlagen, Busbeschleunigungsmaßnahmen, Rechnergesteuerten Betriebsleitsystemen, Fahrgastinformationssystemen und Maßnahmen der DB AG gefördert.

Hauptprojekte waren im Jahr 2017 die Errichtung eines autonomen Rechnergesteuerten Betriebsleitsystems (RBL) durch die Kahlgrund-Verkehrs-Gesellschaft mbH (KVG) sowie die Erweiterung der P+R-Anlage am Bahnhaltepunkt Rottendorf, Landkreis Würzburg.


Pressesprecher Johannes Hardenacke, Tel. 0931/380-1109, Fax 0931/380-2109