Presseinfo 019/18 — 22. Januar 2018


Über 91,4 Millionen € Zuschüsse als Wirtschaftsförderung für Unterfranken in 2017


Würzburg(ruf) –  „Mit rund 91,4 Millionen € an Zuschüssen hat die Wirtschaftsförderung in Unterfranken 2017 die heimische mittelständische Wirtschaft und Privatpersonen unterstützt“, bilanziert Regierungspräsident Dr. Paul Beinhofer. Neben der Regionalförderung, den direkten finanziellen Hilfen für Investitionen der gewerblichen Wirtschaft, setzt die Bayerische Staatsregierung auch effektive Impulse für das Erstarken der Wirtschaftskraft in der Region durch den Ausbau der Infrastruktur im Bereich Breitband, Gründerzentren und touristischer Infrastruktur sowie im Wissens- und Technologietransfer. Darüber hinaus wurden Zuschüsse für die Aus- und Weiterbildungsaktivitäten der Kammern gewährt. Um die Energiewende im Freistaat weiter voranzutreiben, wurden auch in 2017 energieeffiziente Maßnahmen in Wohngebäuden mit dem 10.000-Häuser-Programm gefördert. Mit dem Ende 2016 initiierten Förderprogramm „Digitalbonus“ wurden zudem kleine und mittlere Unternehmen durch Investitionen in Hard- und Software sowie IT-Sicherheit finanziell unterstützt.

Die Zuschussmittel wurden der Regierung von Unterfranken durch die Bayerische Staatsregierung auf der Grundlage des vom Bayerischen Landtag beschlossenen Staatshaushaltes bereitgestellt. Daneben kamen auch Mittel des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und des Europäischen Sozialfondsfonds (ESF) zum Einsatz.

Die wesentlichen Zuschüsse im Einzelnen:

Aus Mitteln der Bayerischen Regionalen Förderprogramme für die gewerbliche Wirtschaft hat die Regierung von Unterfranken 2017 Investitionen (wie Neuerrichtung, Modernisierung oder Betriebserweiterungen) von kleinen und mittleren Unternehmen aus Industrie, Handwerk, Handel, Dienstleistung und Fremdenverkehr mit insgesamt rund 29,2 Millionen € unterstützt, wodurch knapp 3.000 Arbeitsplätze in der Region gesichert bzw. geschaffen wurden. Das geförderte Investitionsvolumen betrug rund 186,1 Millionen €.

Im Förderprogramm „Digitalbonus“ wurden knapp 1,3 Millionen € bewilligt. Die hierbei zugrundeliegende Investitionssumme beträgt ca. 5 Millionen €.

Im Rahmen der Bayerischen Breitbandinitiative hat die Regierung im letzten Jahr 66 unterfränkischen Kommunen insgesamt rund 12,8 Millionen € bei Förderquoten von bis zu 90% bewilligt.

Um die Gründerkultur und das Unternehmertum weiter zu fördern, entstehen mit den  Digitalen Gründerzentren für die Regionen Bayerischer Untermain und Main-Spessart sowie Würzburg und Main-Rhön zentrale Anlaufpunkte für Existenzgründer im Bereich der Digitalisierung. Für Netzwerkaktivitäten und Infrastruktur wurden hierzu in 2017 insgesamt rund 8,3 Millionen € bewilligt.

Rund 32,8 Millionen € hat die Regierung von Unterfranken im Zuge der Förderung von außeruniversitären Forschungsinstituten und deren Forschungsprojekten genehmigt.
Hierin ist vor allem der Neubau eines Institutsgebäudes für die Fraunhofer Projektgruppe für Werkstoffkreisläufe und Ressourcenstrategie IWKS in Alzenau mit rd. 22,9 Millionen € enthalten.

Im Rahmen der Förderung des Technologietransfers von Hochschulen in kleine und mittlere Unternehmen (KMU) aus dem operationellen Programm im Ziel „Investitionen in Wachstum und Beschäftigung Bayern 2014-2020“ des europäischen EFRE-Fonds wurde in 2017 das Projekt „Individualisierung digital“ mit 2,0 Millionen € gefördert.

Neben der direkten Wirtschaftsförderung hat die Regierung von Unterfranken 2017 auch im Rahmen der Förderung der beruflichen Bildung die Aktivitäten der Industrie- und Handelskammern, der Handwerkskammer und anderer Berufsbildungsträger unterstützt. Dazu zählen Investitionen in die Schulungsstätten, die Durchführung von überbetrieblichen Aus- und Fortbildungsmaßnahmen sowie die Betriebsberatung und der Beauftragte für Innovation und Technologie im Handwerk. Hierfür wurden im vergangenen Jahr rund 2,2 Millionen € bereitgestellt.

Um Jugendlichen den Einstieg in die Berufswelt zu erleichtern, unterfränkischen Unternehmen bei der Bewältigung des demografischen Wandels durch die Bereitstellung von qualifizierten Mitarbeitern behilflich zu sein und nicht zuletzt Migranten den Einstieg in unsere Berufswelt zu erleichtern, wurden auch in 2017 rund 400.000 € für Ausbildungsplatzakquisiteure aus dem Bereich des Arbeitsmarktfonds bewilligt.

Darüber hinaus ist die Regierung von Unterfranken seit 2015 mit der Abwicklung eines Energieeffizienzprogrammes betraut, das sich ausschließlich an Privatpersonen wendet. Im 10.000-Häuser-Programm der Bayerischen Staatsregierung ist die Regierung von Unterfranken für ganz Nordbayern zuständig. Eigentümer von Ein- bzw. Zweifamilienhäusern oder deren Bauherren können Energieeffizienzmaßnahmen und innovative Energietechnik in ihrem Haus seit dem 4. Quartal 2015 auch vom Freistaat Bayern fördern lassen. Bis Ende 2017 konnte zudem unter bestimmten Voraussetzungen der Austausch einer zentralen Heizungsanlage durch ein modernes und effizientes Heiz- oder Wärmeversorgungssystem gefördert werden. Da die Kombination sowohl mit den Förderprogrammen der KfW als auch der Bafa (Bundesförderprogramme) möglich ist, erfreute sich das Förderprogramm einer großen Beliebtheit. Im Programmteil Heizungstausch und Energiesystemhaus konnten im Jahr 2017 von der Regierung von Unterfranken 976 Anträge mit Zuwendungen i. H. v. 10,3 Millionen € bewilligt werden. Hiervon entfielen auf den Regierungsbezirk Unterfranken 232 Anträge mit Zuwendungen i. H. v. rd. 2,4 Millionen €.


Pressesprecher Johannes Hardenacke, Tel. 0931/380-1109, Fax 0931/380-2109