Presseinfo 132/18 — 16. Mai 2018


„Bildung von Rettungsgassen in Stausituationen hilft Leben retten!“

Regierungspräsident Dr. Paul Beinhofer weist vor den Pfingstferien auf die rechtzeitige Bildung von Rettungsgassen in Stausituationen hin
 

Würzburg (ruf) – Am kommenden Wochenende beginnen die bayerischen Pfingstferien, weshalb gerade auf den Autobahnen häufig stockender Verkehr und längere Staus zu erwarten sind. Vor diesem Hintergrund weist Regierungspräsident Dr. Paul Beinhofer, der auch Vizepräsident der Landesverkehrswacht Bayern ist, auf die vorausschauende Bildung von Rettungsgassen in Stausituationen hin. „Autofahrer denken oft nicht daran, rechtzeitig die von der Straßenverkehrsordnung vorgeschriebene Rettungsgasse zwischen dem linken und dem daneben liegenden rechten Fahrstreifen zu bilden und offen zu halten. Das kann bei einem Unfall zu unnötigen und gefährlichen Verzögerungen bei der Versorgung von Verletzten sowie der Räumung der Unfallstelle führen. Wichtig ist: Der Seitenstreifen ist kein Ersatz für die Rettungsgasse und muss frei bleiben. Auch sollte die Rettungsgasse bereits bei stockendem Verkehr gebildet werden und ausreichend breit sein. Denn sobald der Verkehr steht, ist der Abstand zum Vordermann häufig zu gering, um noch zu rangieren. Deshalb gilt: Rechtzeitig eine Rettungsgasse bilden hilft Leben retten!“, so der Regierungspräsident.

Einheitliche Regelungen zur Bildung einer Rettungsgasse

Das sollte nicht nur jeder erfahrene Autofahrer wissen: Bereits seit 1982 besteht in Deutschland die Pflicht zur Bildung einer Rettungsgasse auf Autobahnen und auf Außerortsstraßen. Diese Regelung ist in der Straßenverkehrsordnung (StVO) zu finden. Im Dezember 2016 erließ die Bundesregierung eine Neuregelung des § 11 Absatz 2 StVO. Diese besagt, dass auf Autobahnen sowie auf Außerortsstraßen mit mindestens zwei Fahrstreifen für eine Richtung zwischen dem äußersten linken und dem unmittelbar rechts daneben liegenden Fahrstreifen eine Rettungsgasse gebildet werden muss. Mit dieser Regelung wurde endgültig Klarheit geschaffen, denn die bisherige Regelung trug häufig zu Problemen in der Praxis bei. Bisher sah die Vorschrift bei vierspurigen Autobahnen eine Bildung der Rettungsgasse in der Mitte vor. Die Vereinheitlichung soll künftig Missverständnisse verhindern und den Rettungskräften bei Unfällen zum schnelleren Durchkommen verhelfen. Dabei gilt:
Bereits bei Staubildung ist eine Rettungsgasse zu bilden und freizuhalten. Die Rettungs-gasse ist nur für Polizei und Hilfsfahrzeuge vorgesehen. Die Nichtbeachtung dieser Vorschrift oder die missbräuchliche Benutzung der Rettungsgasse sind ordnungswidrig und bußgeldbewehrt.

Weiterführende Links:
Ein Video des Bayerischen Staatsministeriums des Innern und für Integration zum Thema Rettungsgasse bilden: „Rettungsgasse ist kinderleicht“.

Des Weiteren hat das Bayerische Staatsministerium des Innern, für Bau und Verkehr in Zusammenarbeit mit dem ADAC den Flyer „Eins links, zwei rechts – Die Rettungsgasse“ herausgebracht, um auf dieses Thema aufmerksam zu machen.


Pressesprecher Johannes Hardenacke, Tel. 0931/380-1109, Fax 0931/380-2109