Presseinfo 173/18 — 28. Juni 2018


Ausbau der Knotenpunkte „Hafen-West“ und „Hafen-Mitte“ der B 26, Darmstädter Straße, in Aschaffenburg

Planfeststellungsverfahren geht weiter


Würzburg (ruf) – Das Staatliche Bauamt Aschaffenburg hat mit Schreiben vom 19.06.2018 die Durchführung eines Planänderungsverfahrens für den Ausbau der Knotenpunkte „Hafen-West“ und „Hafen-Mitte“ der B 26, Darmstädter Straße, in Aschaffenburg und die Durchführung einer Umweltverträglichkeitsprüfung beantragt. Mit diesem Planänderungsverfahren wird das Planfeststellungsverfahren, das bereits seit 2012 läuft, weitergeführt.

Das Planfeststellungsverfahren ruhte nach einem Bürgerentscheid vom 02.02.2014. Die Forderungen aus dem Bürgerentscheid wurden in 7 Gesprächsrunden abgearbeitet. Konsens am runden Tisch, der von Vertretern der Gegner und Befürworter des Projekts, der Stadt Aschaffenburg, des Bayernhafens und des Staatlichen Bauamts Aschaffenburg gebildet wurde, war, dass an den Knotenpunkten Darmstädter Straße Handlungsbedarf besteht. Da seitens der Gegnerschaft des Projekts insbesondere die Verkehrsprognose kritisiert wurde, hat das Staatliche Bauamt Aschaffenburg eine neue verkehrstechnische Untersuchung in Auftrag gegeben, die im Ergebnis die in die Planfeststellung eingebrachte Lösung bestätigte.

Geplant ist der Ausbau der Knotenpunkte „Hafen-West“ und „Hafen-Mitte“ der Bundesstraße B 26, Darmstädter Straße, westlich von Aschaffenburg, die am nördlich gelegenen Hafengebiet des Bayernhafens Aschaffenburg und an dem südlich gelegenen historischen Landschaftspark Schönbusch vorbeiführt. Zwischen den beiden Knotenpunkten werden die Aufstell- und Geradeausfahrfahrstreifen in jeder Fahrtrichtung zur Erhöhung der Sicherheit und Leichtigkeit des Verkehrs durch einen zweibahnigen Ausbau beibehalten. Im Mittelstreifen wird die vorhandene Pappelreihe erhalten, um den Alleencharakter der Darmstädter Straße beizubehalten. Am Knotenpunkt „Hafen-West“ wird der „Stockstädter Weg“ zum Waldfriedhof an die B 26 angebunden. Am Knotenpunkt „Hafen-Mitte“ wird die Anbindung der „Hafenkopfstraße“ zum Hafengebiet und die Zufahrt zum Landschaftspark Schönbusch zu einer lichtsignalisierten Kreuzung mit Versatz zusammengefasst und ertüchtigt. Ausbaubedingt müssen die Bushaltestellen sowie die Rad- und Gehwege im erforderlichen Umfang neu angelegt werden.

Gegenstand dieser Planänderung mit Datum vom 09.05.2018 sind im Wesentlichen die Überarbeitung der dem Verfahren zugrundeliegenden Verkehrsprognose, die Überarbeitung der landschaftspflegerischen Maßnahmen (insbesondere der Entfall einer Schutzwand als Überflughilfe, die Anlage einer zusätzlichen Pappelreihe nördlich des Radweges, die Anlage von Säulenpappeln und einer Stützwand zum Hafengelände) und die Überarbeitung der naturschutzfachlichen Unterlagen nach der neuen Bayerischen Kompensationsverordnung (BayKompV). Die Einzelheiten zu den Planänderungen können den geänderten Unterlagen und Plänen entnommen werden.

Für das Bauvorhaben einschließlich der landschaftspflegerischen Kompensationsmaßnahmen werden Grundstücke in den Gemarkungen Leider, Damm und Schweinheim der Stadt Aschaffenburg beansprucht. Die geänderten Pläne werden daher in der Stadt Aschaffenburg zur Auslegung kommen. Näheres zu Ort und Zeit der Auslegung sowie zur Möglichkeit, Einwendungen zu erheben, wird durch ortsübliche Bekanntmachung der Stadt Aschaffenburg rechtzeitig mitgeteilt. Einwendungen, die bereits gegen die Planung im Zuge der ersten Auslegung vorgebracht wurden, bleiben bestehen und sind weiterhin Gegenstand des Planfeststellungsverfahrens. Nicht ortsansässige Betroffene erhalten von der zuständigen Gebietskörperschaft eine schriftliche Mitteilung über die öffentliche Auslegung der Planunterlagen.

Im Rahmen des laufenden Anhörungsverfahrens werden alle relevanten privaten und öffentlichen Belange durch die Regierung von Unterfranken ermittelt und geprüft. Hierzu dient zum einen die oben erwähnte Auslegung der Planunterlagen. Zum anderen holt die Regierung von Unterfranken die Stellungnahmen der einschlägigen Fachbehörden sowie sonstiger Träger öffentlicher Belange ein und beteiligt die betroffenen Kommunen. Die Benachrichtigung der nach Naturschutzrecht anerkannten Vereine sowie der sonstigen in Umweltangelegenheiten anerkannten Vereinigungen erfolgt durch die Öffentlichkeitsbeteiligung in Form der Auslegung. Privatbetroffene, anerkannte Vereinigungen und sonstige Träger subjektiver Rechte können ihre Einwendungen innerhalb der in der jeweiligen ortsüblichen Bekanntmachung gesetzten Frist erheben.

Hinweis:
Die Planunterlagen und die Bekanntmachung können auch auf der Internetseite der Regierung von Unterfranken unter der Rubrik „Planung und Bau“ > Straßenrechtliche Planfeststellungsverfahren > Aktuell laufende Planfeststellungsverfahren  eingesehen werden. Maßgeblich ist jedoch allein der Inhalt der ausgelegten Unterlagen.

Hintergründe zur geplanten Maßnahme können zudem der Pressemitteilung PI 360/12 vom 3.Dezember 2012 entnommen werden.

 

 

Anlagen

Hier können Sie u. a. Formulare, Dokumente, Präsentationen, Bilddokumente mit weiteren Informationen herunterladen.

Dokument Typ Dateigröße
Übersichtslageplan 1 PDF 1.249 KB
Übersichtslageplan 2 PDF 4.843 KB

Pressesprecher Johannes Hardenacke, Tel. 0931/380-1109, Fax 0931/380-2109