Presseinfo 229/18 — 10. August 2018


Waldbrandgefahr in Unterfranken bleibt hoch:
Regierung ordnet vorsorgliche Luftbeobachtung für das kommende Wochenende an

Würzburg (ruf) – Die seit Monaten auch in Unterfranken anhaltende andauernde strukturelle Trockenheit in Verbindung mit hochsommerlichen Tageshöchsttemperaturen bei sehr langer Sonnenscheindauer hat sich zwischenzeitlich in eine veritable Dürreperiode gewandelt. Die extreme Hitze ging gestern auf normale sommerliche Temperaturen zurück. Fehlender Regen führt am kommenden Wochenende dennoch wieder zu hoher Waldbrandgefahr in ganz Unterfranken. Deshalb ordnet die Regierung von Unterfranken hiermit im Einvernehmen mit dem regionalen Beauftragten der Bayerischen Forstverwaltung für die Waldbrandbekämpfung in Unterfranken  von Samstag, 11.08.2018 bis Sonntag, 12.08.2018 die Luftbeobachtung als Maßnahme der vorbeugenden Waldbrandbekämpfung für den gesamten Regierungsbezirk Unterfranken an.

Die vorbeugende Luftbeobachtung findet dabei in den Nachmittagsstunden zu den höchsten Gefährdungszeiten statt. Die Befliegung mittels ausgebildeter Luftbeobachter erfolgt in Unter- franken auf zwei Routen. Die Beobachtungsflugzeuge starten bei der so genannten Westroute von den Flugplätzen Mainbullau und Hettstadt (am Samstag von Mainbullau aus). Bei der so genannten Ostroute werden die Flugplätze Schweinfurt-Süd und Haßfurt genutzt (am Samstag von Schweinfurt-Süd aus). Im Rahmen der Luftbeobachtung achten die Luftbeobachter auch auf Auffälligkeiten in Sachen Borkenkäferbefall. Die Verkehrsbeobachtung bildet einen zweiten Einsatzschwerpunkt für alle Luftbeobachter.

Die Bevölkerung wird dringend gebeten, in Waldgebieten äußerste Vorsicht walten zu lassen und keinesfalls mit offenem Feuer zu hantieren oder zu rauchen. Hohe und regional sogar sehr hohe Brandgefahr besteht auch im offenen, nicht abgeschatteten Gelände, etwa auf abgeernteten Getreidefeldern oder Flächen mit abgestorbener Wildgrasauflage ohne grünen Unterwuchs.

Die Heißzeit dieses Sommers stellt für alle Organisationen und Behörden eine extreme Herausforderung dar; besonders in der aktuellen Ferien- und Urlaubszeit. Die Regierung von Unterfranken bedankt sich deshalb bei allen Beteiligten, bei den Luftbeobachtern und den ehrenamtlichen Piloten der Flugbereitschaft Unterfranken der Luftrettungsstaffel Bayern e.V. für die seit Wochen außergewöhnlich hohe Einsatzbereitschaft.

Die Regierung von Unterfranken trägt die tatsächlichen Einsatzkosten für Einsätze der Luftbeobachtung im Katastrophenschutz aus Mitteln des Katastrophenschutzfonds; die Luftrettungsstaffel Bayern stellt die ehrenamtlichen Piloten.

Hier erhalten Sie weitere Informationen zur Luftrettungsstaffel Bayern e.V., Flugbereitschaft Unterfranken, mit einem Bild des Schnellen Einsatzflugzeuges. Ergänzende Informationen zur Luftbeobachtung im Katastrophenschutz erhalten Sie zudem auch im Internet-Angebot der Regierung von Unterfranken.


Pressesprecher Johannes Hardenacke, Tel. 0931/380-1109, Fax 0931/380-2109