Presseinfo 243/18 — 05. September 2018


Versorgung der Grund- und Mittelschulen gesichert! Schülerzahlen weiterhin stabil – Einschulungen über Vorjahresniveau Integration junger Asylbewerber und Flüchtlinge weiterhin große Herausforderung
Digitalisierung an Unterfränkischen Schulen wird vorangetrieben

Unterfränkische Schullandschaft im Schuljahr 2018/2019

– Terminerinnerung –

Würzburg (ruf) – Seit nunmehr sechs Jahren sind die Schülerzahlen der Grund- und Mittelschulen in Unterfranken auf stabilem Niveau. Im dritten Jahr in Folge steigt die Anzahl der Grundschüler leicht an (+0,48 %). Die durchschnittliche Schülerzahl pro Klasse im Volksschulbereich liegt bei 20 Schülern. Der Anteil der kleinen Grundschulen geht erfreulicherweise wieder zurück: In Unterfranken gibt es im Schuljahr 2018/19 insgesamt nur noch 37 staatliche Grundschulen bzw. Grundschulstufen an Volksschulen (Vorjahr 47), die von weniger als 80 Schülern besucht werden. An 13 Grundschulen (Vorjahr 18) werden weniger als 4 Klassen unterrichtet. Die schulorganisatorischen Herausforderungen für die Schulverantwortlichen, vor allem bei der Lehrerversorgung kleiner Schulen, bleiben dennoch bestehen.

Die Anzahl der Mittelschüler ist im kommenden Schuljahr mit - 0,5 % leicht rückläufig. An 27 Standorten staatlicher Mittelschulen liegt die Schülerzahl unter 100 (Vorjahr 28). Die Sicherstellung des flächendeckenden Mittelschulangebots (Ganztagsangebot, Mittlere-Reife-Klassen sowie Regelklassen) garantiert die Organisation in Mittelschulverbünden. Über ein Drittel aller Mittelschüler erreicht den Mittleren Schulabschluss, knapp zwei Drittel den qualifizierenden Mittelschulabschluss bzw. den erfolgreichen Mittelschulabschluss. Bei den Zahlen der Abgangsschüler ohne Abschluss befindet sich in Unterfranken im Landesdurchschnitt (ca. 9 %).

Die Schülerzahlen bei den Förderschulen bleiben weitestgehend konstant, was weiterhin den hohen Stellenwert dieser Schulart unterstreicht.
Erfreuliches gibt es auch bei den Berufsschulen zu vermelden: Die Anmeldezahlen für die mehr als 100 unterfränkischen Berufsfachschulen sind in den meisten Berufsbildern gut. Viele junge Menschen sehen ihre Chancen im beruflichen Fortkommen, die ihnen Fachschulen (Techniker- und Meisterschulen) und Fachakademien bieten. Auch hier halten sich die Anmeldezahlen auf hohem Niveau.

Das Angebot von 90 Berufsintegrationsklassen, ausreichend für die Beschulung von 1.850 berufsschulpflichtigen Asylbewerbern und Flüchtlingen gestaltet sich im Vergleich zum Vorjahr bedarfsbegründet leicht rückläufig. Gemeinsam mit den Grund- und Mittelschulen wird damit ein wichtiger Beitrag geleistet, jungen Asylbewerbern und Flüchtlingen durch einen möglichst schnellen Spracherwerb die notwendige Ausbildungsreife zu vermitteln, wodurch sich ihre Chancen auf eine schnelle Integration deutlich erhöhen.
 
Gemeinsam ist allen Schularten, die Digitalisierung im Zuge des Masterplans BAYERN DIGITAL II weiter voranzutreiben.

Welche Veränderungen und Entwicklungen im Detail auf Schüler, Eltern, Kommunen, Lehrkräfte und die Schulaufsicht zukommen, beantwortet die Regierung von Unterfranken im Rahmen ihrer jährlichen Pressekonferenz zu Schuljahresbeginn. Regierungspräsident Dr. Paul Beinhofer und der Leiter des Bereichs Schulen, Abteilungsdirektor Gustav Eirich, werden die aktuellen Themen ebenso wie Tendenzen und Trends in einem Informationsgespräch am

Donnerstag, dem 6. September 2018, um 11.00 Uhr,
im Kleinen Sitzungssaal der Regierung von Unterfranken,
Peterplatz 9, 97070 Würzburg,

darstellen.

Wir laden Sie als (Bild-)Berichterstatter/-innen zu diesem Pressetermin herzlich ein.

Die Regierung von Unterfranken ist für Grund- und Mittelschulen, berufliche Schulen und für Förderschulen in ganz Unterfranken zuständig. Zu den Aufgaben gehören hierbei insbesondere Personaleinsatz und -verwaltung, Schulorganisation, Schulentwicklung, Lehrerfortbildung und vieles mehr.


Pressesprecher Johannes Hardenacke, Tel. 0931/380-1109, Fax 0931/380-2109