Asylbewerber in Unterfranken - Aufnahmeeinrichtung Schweinfurt (Daten, Fakten, Aktuelles)


Aktuelle Pressemitteilungen

Die aktuellen bundesweiten Zugangszahlen der Asylbewerber finden Sie hier: Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (monatliche Pressemitteilung und Geschäftsstatistik)
Aktuelle Informationen zur Aufnahmeeinrichtung Schweinfurt siehe weiter unten!
Der Bundestag hat mit Zustimmung des Bundesrates das Asylverfahrensbeschleunigungsgesetz beschlossen. Das Gesetz ist am 23.10.2015 im Bundesgesetzblatt verkündet worden und ist somit ab dem 24.10.2015 wirksam. Alle Gesetzesänderungen können Sie hier nachlesen.

Jahreszahlen der neu nach Unterfranken zugewiesenen Asylbewerber für Anschlussunterbringung

Jahr  Personen
2010  751
2011  810
2012  922
2013  1.831
2014  3.769
2015  8.580
2016 (bis Ende Mai) 3.991

Stand: 31.05.2016

Aktuell leben rund 14.400 Asylbewerber in Unterfranken in staatlichen Unterkünften (Aufnahmeeinrichtung Schweinfurt, Dependancen, Notunterkünfte bzw. Anschlussunterbringung Gemeinschaftsunterkünfte und dezentrale Unterbringungen).

Allgemeines zur Unterbringung von Asylbewerbern

Asylbewerber werden grundsätzlich in staatlichen Einrichtungen untergebracht. Soweit dies mangels vorhandener Unterbringungsplätze nicht möglich ist, erfolgt die Unterbringung durch die Landratsämter als Staatsbehörden und die kreisfreien Gemeinden im übertragenen Wirkungskreis.

Asylbewerber sind verpflichtet, zunächst für die Dauer von bis zu sechs Monaten (Asylbewerber aus sicheren Herkunftsstaaten gegebenenfalls auch bis zur Entscheidung des Bundesamtes bzw. bis zur Ausreise oder Abschiebung) in einer Aufnahmeeinrichtung zu verbringen, um für die ersten Verfahrensschritte nach dem Asylverfahrensgesetz jederzeit erreichbar zu sein. Alle bayerischen Regierungsbezirke verfügen über entsprechende Aufnahmeeinrichtungen. So bestehen in Bayern Aufnahmeeinrichtungen in München, Zirndorf, Schweinfurt, Deggendorf, Regensburg, Bayreuth und Donauwörth (Zentrale Aufnahmeeinrichtungen mit einer Außenstelle des Bundesamtes für Flüchtlinge und Migration). 

In Unterfranken hat die Aufnahmeeinrichtung Schweinfurt am 01. Juli 2015 ihren Betrieb aufgenommen. Dieser sind derzeit 6 Dependancen angeschlossen (Außenstellen).

Asylbewerber, die nicht mehr verpflichtet sind, in einer Aufnahmeeinrichtung zu wohnen, werden vom Landesbeauftragten in der Zentralen Aufnahmeeinrichtung in Zirndorf auf die Regierungsbezirke verteilt. Die Quote für Unterfranken beträgt insoweit 10,8% bezogen auf alle in Bayern untergebrachten Asylbewerber.

Die Regierungsaufnahmestelle der Regierung von Unterfranken verteilt die Unterfranken zugewiesenen Asylbewerber auf die in den Landkreisen und kreisfreien Städten bestehenden staatlichen Gemeinschaftsunterkünfte. Die Regierung von Unterfranken errichtet und betreibt die zuvor genannten Unterkünfte. Aktuell besteht ein erheblicher Bedarf nach neuen Unterbringungskapaziäten.

Soweit Asylbewerber nicht in staatlichen Unterkünften untergebracht werden können, erfolgt die Unterbringung durch die Landratsämter als Staatsbehörden bzw. als Aufgabe des übertragenen Wirkungskreises durch die kreisfreien Gemeinden (sog. dezentrale Unterbringung).
 

In Unterfranken insgesamt untergebrachte Asylbewerber (in Gemeinschaftsunterkünften und dezentralen Unterbringungen)

Unterbringungsart

Personen

 41 Gemeinschaftsunterkünfte (in der Zuständigkeit der Regierung)

3.401

671 dezentrale Unterkünfte (in der Zuständigkeit der Landratsämter)

10.168

gesamt:

13.569
(davon 2.158 Fehlbeleger)

 Stand: 31.05.2016

Kinder- und Jugendliche in Gemeinschaftsunterkünften und dezentralen Einrichtungen

Von den 13.569 in Unterfranken zum Stand 31.05.2016 untergebrachten Asylbewerbern in Gemeinschaftsunterkünften bzw. dezentralen Unterkünften waren 4.340 Kinder und Jugendliche. Beachte: Informationen zu minderjährigen unbegleiteten Flüchtlingen in der Unterbringungszuständigkeit der Jugendämter siehe unten!

Alter der Kinder und Jugendlichen Anzahl
unter 3 Jahre 1110
4 bis 5 Jahre 578
6 Jahre 270
7 bis 10 Jahren 1013
11 bis 13 Jahren 588
14 bis 15 Jahren 366
16 bis 17 Jahren 415
gesamt: 4.340

 

 

 

 

 

 

 

 

Stand: 31.05.2016

Die 12 Hauptherkunftsländer in der Anschlussunterbringung (Gemeinschaftsunterkünfte, dezentrale Unterbringung) waren zum Stand 31.12.2015: Syrien (5018), Afghanistan (1325), Ukraine (1258), Äthiopien (562), Kosovo (498), Albanien (418), Irak (357), Russische Föderation (300), Iran (278), Aserbaidschan (245), Pakistan (229), Mazedonien (200). Die 10 Hauptherkunftsländer in der Anschlussunterbringung (Gemeinschaftsunterkünfte, dezentrale Unterbringung) waren zum Stand 29.02.2016: Syrien (5967), Afghanistan (1903), Ukraine (1404), Äthiopien (565), Irak (374), Iran (266), Kosovo (259), Aserbaidschan (247), Pakistan (224), Albanien (185). Die 10 Hauptherkunftsländer in der Anschlussunterbringung (Gemeinschaftsunterkünfte, dezentrale Unterbringung) waren zum Stand 31.03.2016: Syrien (6222), Afghanistan (2123), Ukraine (1420), Äthiopien (568), Irak (385), Iran (277), Aserbaidschan (246), Pakistan (227), Georgien (159) und Kosovo (134).Die 10 Hauptherkunftsländer in der Anschlussunterbringung (Gemeinschaftsunterkünfte, dezentrale Unterbringung) waren zum Stand 30.04.2016: Syrien (6387), Afghanistan (2410), Ukraine (1413), Äthiopien (556), Irak (386), Russland (307), Iran (275), Aserbaidschan (244), Pakistan (225), Georgien (188). Die 13 Hauptherkunftsländer in der Anschlussunterbringung (Gemeinschaftsunterkünfte, dezentrale Unterbringung) waren zum Stand 31.05.2016: Syrien (6183), Afghanistan (2639), Ukraine (1373), Äthiopien (548), Irak (367), Russland (306), Iran (260), Aserbaidschan (243), Pakistan (203), Georgien (187), Armenien (158), Nigeria (117) und Eritrea (95).

Aufnahmeeinrichtung Schweinfurt

Insgesamt waren der Aufnahmeeinrichtung Schweinfurt einschließlich aller Dependancen (in Würzburg und Aschaffenburg) und aller Notunterkünfte (einschließlich der Notunterkünfte der Kreisverwaltungsbehörden) zum aktuellen Stichtag 21.06.2016 genau 791 Personen im Wege der Erstunterbringung zugeordnet. In der Aufnahmeeinrichtung Schweinfurt selbst sind derzeit (einschließlich Transitbereich) 413 Personen untergebracht.

Die Zahl der Fehlbeleger (Stand: 21.06.2016) beträgt derzeit in der Erstunterbringung 419 Personen (rund 52,9%), davon 176 Personen direkt in der Aufnahmeeinrichtung Schweinfurt.

Hintergrundinfos (ein Handout) zur Aufnahmeeinrichtung Schweinfurt finden Sie hier. Aktuelle ergänzende Informationen der Stadt Schweinfurt zur Asylbewerberunterbringung in Schweinfurt finden Sie hier.

Zum Stand 18. November 2015 waren von den in der Erstunterbringung (Aufnahmeeinrichtung, Dependancen, Notunterbringungen) in Unterfranken untergebrachten Asylbewerbern und Flüchtlingen nach den registrierten Angaben 72,62% Syrer, 21,85% Afghanen, 4,83% Ukrainer, 0,14% Georgier und 0,34% Staatenlose. Zum Stand 11. Dezember 2015 ergab sich folgende Länderverteilung: 67,64% Syrer, 24,74 % Afghanen, 6,67% Ukrainer, 0,31% Georgier.
Zum Stand 14. Januar 2016 ergab sich folgende Länderverteilung: 60,85 % Syrien, 31,13 % Afghanistan, 6,33 % Ukraine, 0,79 % Georgien, 0,9 % Sonstige oder Staatenlose. Zum Stand 31. Januar 2016 ergab sich folgende Länderverteilung: 56,70 % Syrien, 35,69 % Afghanistan, 5,73 % Ukraine, 0,91 % Georgien, 0,72 % Sonstige oder Staatenlose. Zum Stand 25. Februar 2016 ergab sich folgende Länderverteilung: 53,14 % Syrien, 39,07 % Afghanistan, 5,37 % Ukraine, 1,36 % Georgien, 0,91 % Sonstige oder Staatenlose. Zum Stand 31. März 2016 ergab sich folgende Länderverteilung: 54,79 % Syrien, 36,64 % Afghanistan, 5,09 % Ukraine, 1,65 % Georgien, 1,44 % Sonstige oder Staatenlose. Zum Stand 29. April 2016 ergab sich folgende Länderverteilung: 60,24 % Syrien, 35 % Afghanistan, 1,06 % Ukraine, 0,75 % Georgien, Rest % Sonstige oder Staatenlose.Zum Stand 31. Mai 2016 ergab sich folgende Länderverteilung: 68,9 % Syrien, 26,7 % Afghanistan, 0,68 % Ukraine, 0,68 % Georgien, Rest % Sonstige oder Staatenlose.

Aufgenommene Personen über die Aufnahmeeinrichtung Schweinfurt (einschließlich Nothilfe für andere Aufnahmeeinrichtungen)

Jahr/Monat  

 Personen

2015 (vom 01. Juli 2015 bis 31.12.2015) 16.521
Januar 2016 1.157
Februar 2016 793
März 2016 148
April 2016 164
Mai 2016 89
Juni 2016 (bis 10.06.2016) 52

 

Eröffnung Ae Schweinfurt 0 07 2015 Hardenacke _121 _ Medium_

Die neue Aufnahmeeinrichtung in Schweinfurt


Unbegleitete Minderjährige in Einrichtungen der Jugendhilfe 

Unter unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen versteht man alle Kinder und Jugendlichen unter 18 Jahren, die ohne Begleitung nach Deutschland einreisen und sich weder Personensorge- noch Erziehungsberechtigte im Inland aufhalten. Als Flüchtling werden Bürger aus Staaten außerhalb der EU bezeichnet, die aus politischen, wirtschaftlichen, gesundheitlichen, religiösen oder sonstigen Gründen auf der Flucht sind oder aufgrund der familiären Situation, des Fehlens von persönlicher Sicherheit oder aus sonstigen Motiven ihr Heimatland verlassen haben und Schutz suchen. Nicht unter den Flüchtlingsbegriff fallen Ausländer/ -innen, die Staatsangehörige der EU-Staaten und anderer westlicher Industriestaaten sind.

Alle unbegleiteten minderjährigen Flüchtlinge haben einen Anspruch auf Maßnahmen der Jugendhilfe. Sie sind grundsätzlich durch das Jugendamt am tatsächlichen Aufenthaltsort in Obhut zu nehmen und bei einer geeigneten Person (Pflegefamilie), in einer geeigneten Einrichtung oder in einer sonstigen Wohnform unterzubringen. Das Jugendamt hat unverzüglich die Bestellung eines Vormunds oder Pflegers zu veranlassen. Das Jugendamt ist verpflichtet, für das physische und psychische Wohl des Kindes oder Jugendlichen zu sorgen. Diese sind zu beraten, Möglichkeiten der Hilfe wie z.B. schulische Bildung, Berufsausbildung, Familienzusammenführung sind aufzuzeigen. Der notwendige Unterhalt und die Krankenhilfe sind sicherzustellen.

Aufgrund der aktuellen Zugangszahlen kann im vorgenannten Sinne allerdings nur noch ein Mindeststandard gewährleistet werden.

Die Jugendhilfemaßnahmen können in Einzelfällen auch an junge Erwachsene gewährt werden, soweit ein entsprechender Bedarf besteht.

Landkreis/Kreisfreie Stadt

 unbegleitete Minderjährige *

Stadt Aschaffenburg

81

Stadt Schweinfurt

71

Stadt Würzburg

90

Landkreis Aschaffenburg

64

Landkreis Bad Kissingen

66

Landkreis Haßberge

48

Landkreis Kitzingen

47

Landkreis Main-Spessart

80

Landkreis Miltenberg

77

Landkreis Rhön-Grabfeld

54

Landkreis Schweinfurt

73

Landkreis Würzburg

111

Unterfranken gesamt:

862

Stand: 31.05.2016

 * die vorgenannten Zahlen geben die von den jeweiligen unterfränkischen Jugendämtern betreuten minderjährigen Flüchtlinge und Asylbewerbern wieder (einschließlich aktueller Amtshilfefälle und betreuter Fälle für junge erwachsene Flüchtlinge und Asylbewerber, soweit sie noch dem Jugendhilferecht unterliegen).
 
Zum Stand 16.01.2016 waren in Unterfranken insgesamt 899 Plätze zur regulären stationären Unterbringung von unbegleiteten minderjährigen Asylbewerbern vorhanden. Weitere 39 Plätze waren in der konkreten Planung. 

Schüler mit Migrationshintergrund in Übergangsklassen an staatlichen Grund- und Mittelschulen

Die Grund- und Mittelschulen unternehmen enorme Anstrengungen, um zu gewährleisten, dass junge Menschen in schwierigen Situationen unterrichtet werden können. Diese Schulen leisten damit einen wichtigen Beitrag, den jungen Asylbewerbern und Flüchtlingen durch einen möglichst schnellen Spracherwerb Chancen zur Integration zu eröffnen.

In den dafür neu gebildeten Übergangsklassen lernen die jungen Menschen vor allem die Grundlagen der deutschen Sprache, um danach auf einem gesicherten Fundament baldmöglichst am Unterricht in den Regelklassen teilnehmen zu können.

Aufgrund der dezentralen Unterbringung engagieren sich über diese Übergangsklassen hinaus viele weitere Schulen mit großem Einsatz. So unterbreiten Grund- und Mittelschullehrkräfte Sprachförderangebote, wie z. B. Deutschförderkurse. Auch die zur Verfügung stehenden Förderlehrkräfte unterstützen Kinder mit Migrationshintergrund in kleinen Gruppen durch gezielte individuelle Förderung.

Übergangsklassen im Schuljahr 2015/2016

Die Zahl der Übergangsklassen wurde vom Schuljahr 2014/2015 auf das aktuelle Schuljahr deutlich erhöht (Schuljahr 2014/2015 = 20 Klassen; Schuljahr 2015/2016 derzeit 66 Klassen mit derzeit 981 Schülern. In den Regelklassen werden derzeit 1170 Schülerinnen und Schüler mit Migrationshintergrund beschult. Seit Schuljahresanfang sind 1194 Schüler mit Migrationshintergrund im Grund- und Mittelschulbereich dazu gekommen).

Schulamt

Schulen

ÜK

Aschaffenburg

Pestalozzi-Mittelschule Aschaffenburg (5 Klassen)
Kolping Grundschule Aschaffenburg (2 Klassen)
Schiller-Grundschule Aschaffenburg (1 Klasse)
Schönberg-Mittelschule Aschaffenburg (1 Klasse)

9

Bad Kissingen

Grundschule am Mönchsturm Hammelburg (1 Klasse)
Anton-Kliegl-Mittelschule Bad Kissingen (2 Klassen)

3

Haßberge

Grundschule Ebern (1 Klasse)
Mittelschule Ebern (1 Klasse)
Grundschule Hofheim (1 Klasse)

3

Kitzingen

St. Hedwig Grundschule Kitzingen (2 Klassen)
Grundschule Kleinlangheim (1 Klasse)
D. Paul-Eber Mittelschule Kitzingen (3 Klassen)
Nikolaus-Fey Mittelschule Wiesentheid (1 Klasse)
Nikolaus-Fey Grundschule Wiesentheid (1 Klasse)

8

Main-Spessart

Grundschule Lohr am Main (1 Klasse)
Grundschule Gemünden (1 Klasse)
Mittelschule Gemünden (1 Klasse)

3

Miltenberg

Dr. Konrad-Wiegand-Grundschule Klingenberg (1 Klasse)
Johannes-Obernburger-Mittelschule Obernburg (1 Klasse)

2

Rhön-Grabfeld

Mittelschule Mellrichstadt (3 Klassen)

3

Schweinfurt

Auen-Mittelschule (3 Klassen)
Hugo-von-Trimberg-Grundschule Niederwerrn (1 Klasse)
Hugo-von-Trimberg-Mittelschule Niederwerrn (2 Klassen)

6

Würzburg

Grundschule Güntersleben (1 Klasse)
Grundschule Ochsenfurt (1 Klasse)
Mittelschule Ochsenfurt (1 Klasse)
Mittelschule Gaukönigshofen (2 Klassen)
Mittelschule Veitshöchheim (2 Klassen)
Grundschule Dürrbachgrund (4 Klassen)
Grundschule Mönchberg (2 Klassen)
Mittelschule Mönchberg (8 Klassen)
Mittelschule Heuchelhof (1 Klasse)
Grundschule Estenfeld (1 Klasse)
Mittelschule Estenfeld (1 Klasse)
Pestalozzi-Mittelschule Würzburg (4 Klassen)
Mittelschule Würzburg-Zellerau (1 Klasse)

28



  Erhebungsstichtag: 13.05.2016

Ansprechpartern für Flüchtlingsfragen für Grund- und Mittelschulen

Herr Regierungsschuldirektor
Herbert Brenner
Telefon: 0931/380 1307
Fax.: 0931/380 2307


Angebote für berufsschulpflichtige Asylbewerber und Flüchtlinge

Im Schuljahr 2015/16 können flächendeckend in ganz Unterfranken in jeder kreisfreien Stadt bzw. in jedem Landkreis Angebote für berufsschulpflichtige Asylbewerber und Flüchtlinge gemacht werden. Neu dazugekommen sind die Berufsschulen in Bad Neustadt, Main-Spessart und in Miltenberg-Obernburg. Damit können im Regierungsbezirk Unterfranken insgesamt 37 Berufsintegrationsklassen (1. + 2. Jahr) gebildet werden, so dass 630 Schülerinnen und Schülern ein berufsschulisches Bildungsangebot gemacht werden kann.
Zum Vergleich: Im Schuljahr 2014/2015 waren es zu Schuljahresbeginn noch 14 Berufsintegrationsklassen mit rund 230 Schülern. Um dem Anstieg der Flüchtlingszahlen Rechnung zu tragen, werden ab Ende Februar weitere 26 Berufsintegrationsklassen (für dann rund 1150 Schüler) gebildet werden, so dass dann die Anzahl der Berufsintegrationsklassen auf 63 ansteigt. Ein weiterer Ausbau ist dann im Schuljahr 2016/2017 geplant.

Die beruflichen Schulen ermöglichen ein bis zu 2-jähriges berufliches Unterrichtsangebot, bevorzugt für begleitete und unbegleitete minderjährige Asylbewerber und Flüchtlinge im berufsschulpflichtigen Alter. Im Normalfall treten die Jugendlichen zunächst in eine sog. Vorklasse zum Berufsintegrationsjahr (BIJ/V) ein, in der neben der beruflichen Orientierung die intensive sprachliche Vorbereitung und ggf. Alphabetisierung im Vordergrund steht.
Schülerinnen und Schüler, die diese Vorklasse erfolgreich besucht haben, können von der Berufsschulpflicht gemäß Art. 39 Abs. 3 Nr. 4 Bayerisches Erziehungs- und Unterrichtsgesetz (BayEUG)befreit werden, sofern sie nicht in das zweite Jahr eintreten.

Das zweite Berufsintegrationsjahr (BIJ) ist ein aufbauendes Angebot, das sich neben der fortgeführten allgemeinen und berufssprachlichen Ausbildung verstärkt der Berufsvorbereitung widmet. Bei erfolgreichem Besuch dieser Klasse kann die "Berechtigung des Mittelschulabschlusses" gem. § 45 Berufsschulordnung (BSO) erworben werden; außerdem können die Schüler ggf. den qualifizierenden Mittelschulabschluss erwerben.

Bei den oben genannten Maßnahmen werden die Berufsschulen von externen Kooperationspartnern unterstützt.

Angebote im Schuljahr 2015/2016  

Schule

BIJ/V,
1. Jahr

BIJ,
2. Jahr

zusätzliche
Klassen
BIJ/V
2. HJ
2016

staatliche Berufsschule I, Aschaffenburg

6

2

2

staatliche Berufsoberschule Aschaffenburg    

1

staatliche Berufsschule III Aschaffenburg     2

staatliche Berufsschule Bad Kissingen

3

1

 1

staatliche Berufsfachschule Münnerstadt     1

staatliche Berufsschule Bad Neustadt

1

 

2

staatliche Wirtschaftsschule Bad Neustadt     1

staatliche Berufsschule Haßfurt

4

1

 3

staatliche Berufsschule Kitzingen-Ochsenfurt

3

1

2

staatliche Berufsschule Main-Spessart

1

 

 1

staatliche Berufsoberschule Marktheidenfeld     1

staatliche Berufsschule Miltenberg-Obernburg

1

 

2

staatliche Berufsschule I, Schweinfurt     3

staatliche Berufsschule III, Schweinfurt

4

2

2

kommunale Franz-Oberthür-Schule Würzburg

 4

2

2

Don-Bosco-Schule Würzburg (private Berufsschule zur Lernförderung)

 

1

 

 Stand: 22.02.2016

Ansprechpartner für Flüchtlingsfragen für Berufsschulen

Herr Leitender Regierungsschuldirektor
Norbert Kornder
Telefon: 0931/380 1305
Fax: 0931/380 2305

­Deutschkurse für Asylbewerber

Neben den schulischen Angeboten (siehe oben) werden eine Reihe weiterer Kursangebote der  verschiedenen Bildungsträger von Bund und Freistaat Bayern staatlich gefördert.

Sprachkursträger ist in Unterfranken zum einen das BFZ (Berufliche Fortbildungszentren der Bayerischen Wirtschaft). Die Kursstandorte sind über ganz Unterfranken verteilt. 2015 fanden etwa entsprechende Kurse in Würzburg, Aschaffenburg, Bad Königshofen, Münnerstadt, Volkers, Wörth am Main, Gemünden und Schweinfurt, Geldersheim, Kitzingen, Eltmann, Fladungen, Lohr am Main und Miltenberg statt.

Neben den staatlich geförderten Kursen durch die BFZ fördert der Freistaat über die lagfa Bayern e.V. auch ehrenamtliche Deutschkurse mit einer Aufwandspauschale von 500 Euro pro Kurs.

Aktuell bieten auch die Arbeitsagenturen und die Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft Sprachkurse bzw. Integrationsmaßnahmen für Asylbewerber mit Bleibeperspektive an.

Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge bietet Integrationskurse (einschließlich Spracherwerb) für Asylbewerber mit Aufenthaltsgestattung bzw. guter Bleibeperspektive sowie Ausländer mit Duldung bzw. Aufenthaltserlaubnis an. Maßnahmeträger in Unterfranken sind z.B. Kolping-Mainfranken, verschiedene Volkshochschulen, der Main-Bildung Förderverein und die Rhöner Akademie für Bildung und Entwicklung.

Der Freistaat Bayern hat im Nachtragshaushalt 2016 beschlossen, die Mittel für Deutschkurse weiter deutlich aufzustocken, von 3,75 Millionen Euro im Jahr 2015 auf 16,76 Millionen im Jahr 2016 (Pressemitteilung des Bayerischen Sozialministeriums vom 16. Dezember 2016 Nr. 384).

 
Informationen zu den Leistungen für Asylbewerbern (Asylbewerberleistungsgesetz) finden Sie hier
Informationen zu Asylbewerberkindern in Kindestageseinrichtungen finden Sie hier (Fachtagung I) und hier (Fachtagung II). Eine kurze Handreichung in 6 Sprachen für Eltern im Asylverfahren mit dem Titel "Kinder in Tageseinrichtungen - Informationen für Eltern im Rahmen des Asylverfahrens" finden Sie ebenfalls unter vorgenanntem Link. Sie können die Broschüre aber auch gleich hier herunterladen.
Zum Stand 30.09.2015 sind in Unterfranken aktuell in über 135 Kindertageseinrichtungen Asylbewerberkinder bzw. Flüchtlingskinder untergebracht (bezogen auf über 100 unterfränkische Gemeinden). Der nächste unterfränkische Fachtag "Flüchtlingskinder in deutschen Kitas - was gilt es zu beachten?" findet am 6. Oktober 2015 in der Regierung von Unterfranken statt. Die Veranstaltung ist mittlerweile ausgebucht.

Zum Thema ehrenamtliches Engagement:
Wie können Sie den Asylbewerbern konkret helfen?

Unser Ziel ist es, die Menschen, die vor Krieg und Verfolgung geflüchtet sind, zu unterstützen und ihnen mit den uns zur Verfügung stehenden Mitteln ihr Leben weit weg von ihrer Heimat zu erleichtern. Dabei sind wir für ehrenamtliche Unterstützung dankbar. Wer sich also ehrenamtlich für die Asylbewerber in der Aufnahmeeinrichtung, in den Gemeinschaftsunterkünften oder in den dezentralen Einrichtungen der Kreisverwaltungsbehörden engagieren will, sollte am besten auf die Träger der Asylsozialberatung (Caritas, Diakonisches Werk) oder gegebenenfalls auf die Ehrenamtskoordinatoren bei den Kreisverwaltungsbehörden zugehen. Ein koordiniertes Vorgehen ist so gewährleistet.

Broschüre Caritas "Flüchtlinge und Asylbewerber begleiten und unterstützen: Informationen, Fakten und Hilfsmöglichkeiten für Pfarrgemeinden, Ehrenamtliche und Helferkreise" finden Sie hier. Als Ansprechpartner der Caritas vor Ort fungieren auch die Orts- und Kreiscaritasverbände. Eine Übersicht findet man hier. Die neue Internetseite des Bistums Würzburg, "Hilfe für Flüchtlinge im Bistum Würzburg" findet man hier.

Informationen des Diakonischen Werkes Schweinfurt mit einem Leitfaden für Ehrenamtliche in der Asyl- und Flüchtlingsarbeit Schweinfurt einschließlich Ansprechpartner finden Sie hier

Informationen zum Unfallschutz bei ehrenamtlicher Tätigkeit (im kommunalen Auftrag) finden Sie hier Informationen zum (subsidiären) Haftpflicht- und Unfallschutz für ehrenamtlich Tätige durch den Freistaat Bayern (Versicherungskammer Bayern) finden Sie hier. Bitte machen Sie sich im Vorfeld gegebenenfalls mit den Versicherungsbedingungen vertraut.

Neu: Informationen zur Verdienstausfallentschädigung für ehrenamtliche Helfer im Bereich Asyl. Weitere Informationen finden Sie hier:

Infoblatt Verdienstausfallentschädigung für ehrenamtliche Helfer im Bereich Asyl.

Schreiben des de Bayerischen Sozialministeriums vom 18.05.2016 mit Muster Antragsformular.

Neu: mobiles Informationsangebot des ZDF für Flüchtlinge (auch in arabisch) oder direkt in arabisch hier. Informationen zur neuen Ankommens-APP in fünf Sprachen auf Initiative des Bayerischen Rundfunks für Android und IOS mit wichtigen Hilfestellungen für Asylbewerber und Flüchtlinge gibt es hier.
 
Ehrenamtskoordinatoren in den Landratsämtern/Kreisfreien Städten (Stand Juni 2015)

Landratsamt Aschaffenburg, Fachstelle Asyl
Frau Merve Kilian, Telefon 06021/394-348,
Frau Christin Rößler, Telefon 06021/394-427,
Herr Hamid Maftahi, Telefon 06021/394-308,
Anschrift: Bayernstraße 18, 63739 Aschaffenburg
Das Landratsamt bietet im Internet einen Wegweiser für die ehrenamtliche Betreuung von Asylbewerbern an. Sie finden den Wegweiser hier

Landratsamt Bad Kissingen
nicht bekannt

Landratsamt Haßberge:
Koordinierungszentrum Bürgerschaftliches Engagement, Telefon 09521/27-0

Landratsamt Kitzingen
Ehrenamtskoordination über Caritas Kreisverband Kitzingen. Hinweis: Leitfaden für Ehrenamtliche auch im Internet.

Landratsamt Main-Spessart
Der Landkreis Main-Spessart hat einen Leitfaden für Asylbewerber-Helferkreise herausgebracht. Dort findet man nützliche Informationen und Kontaktadressen. Das Informationsangebot wird weiter ausgebaut. Weitere Infos im Internet hier

Landratsamt Miltenberg
Ehrenamtskoordination über Caritasverband, Kreisverband Miltenberg e.V..

LRA Rhön-Grabfeld
nicht bekannt

Landratsamt Schweinfurt
Landratsamt und Stadt Schweinfurt haben aktuell ein Bürgertelefon eingerichtet: Antworten auf Fragen zum Thema Flüchtlinge und Asylbewerber gibt ab sofort ein kompetentes Team aus Mitarbeitern und Ehrenamtlichen über das gemeinsame Bürgertelefon von Stadt und Landkreis Schweinfurt. Unter 09721 / 51-6849 ist es Montag bis Donnerstag von 9 bis 16 sowie Freitag von 9 bis 13 Uhr erreichbar. Auch per Email unter info-fluechtlinge@schweinfurt.de gibt es schnell und unbürokratisch Auskunft.

Landratsamt Würzburg
Ehrenamtskoordination über den Caritasverband für die Stadt und den Landkreis Würzburg: Sandra Hahn und Tobias Goldmann, Randersackerer Straße 25, 97072 Würzburg, Telefon 0931 38659-119 (Sandra Hahn) und 0931 38659-118 (Tobias Goldmann). Einen Leitfaden für ehrenamtliche Flüchtlingshelferkreise finden Sie hier. Informationen rund um das Thema Asyl (einschließlich Ansprechpartner) gibt es hier.

Stadt Aschaffenburg
Herr Bernhard Tessari bzw. Herr Sebastian Helmerich, Dalbergstraße 15, 63739 Aschaffenburg, Telefon: 06021/330-1427 (Herr Tessari) bzw. 06021/330-1551 (Herr Helmerich). Weitere Infos hier

Stadt Schweinfurt
Koordinierungsstelle für Bürgerschaftliches Engagement und Stabstelle "gerne daheim in Schweinfurt", Markt 1, 97421 Schweinfurt, Telefon: 09721/51-6843,
Hinweis: Informationsbroschüre vor Ort.
Antworten auf Fragen zum Thema Flüchtlinge und Asylbewerber gibt ab sofort ein kompetentes Team aus Mitarbeitern und Ehrenamtlichen über das gemeinsame Bürgertelefon von Stadt und Landkreis Schweinfurt. Unter 09721 / 51-6849 ist es Montag bis Donnerstag von 9 bis 16 sowie Freitag von 9 bis 13 Uhr erreichbar. Auch per Email unter info-fluechtlinge@schweinfurt.de gibt es schnell und unbürokratisch Auskunft.

Stadt Würzburg
Herr Burkard Fuchs, Veitshöchheimer Str. 100, 97080 Würzburg, Telefon: 0931/ 980 2231 oder mobil: 0151 7266 8396, Hinweis: Flyer für Asylbewerber und Ehrenamtliche liegt vor.
 

Weitere Informationen

Rechtliche Grundlagen

Die Aufnahme und der Aufenthalt von Asylbewerbern haben ihre rechtlichen Grundlagen

Ansprechpartner bei der Regierung von Unterfranken

Ansprechpartner für Presseauskünfte und für Hinweise zu dieser Internetseite

Pressesprecher der Regierung von Unterfranken
Johannes Hardenacke
Pressestelle
Telefon: 0931/380 - 1109
Telefax: 0931/380 - 2109
 

Ansprechpartner für die Unterbringung von Asylbewerbern und die Flüchtlingsbetreuung bei der Regierung von Unterfranken

Frau Regierungsdirektorin
Maria-Antonette Graber
Sachgebiet 14
Telefon: 0931/380 - 1187
Telefax: 0921/390- 2187

Ansprechpartner für die Aufnahmeeinrichtung Schweinfurt

Herr
Dr. Alexander Warkotsch 
Sachgebiet 14
Telefon: 09721/6536100

Abschließender Hinweis:
Die Regierung von Unterfranken sucht weiterhin in ganz Unterfranken dringend geeignete Gebäude, in denen Gemeinschaftsunterkünfte mit einer Kapazität von mindestens 75 Plätzen eingerichtet werden können. Weitere Informationen zur entsprechenden Ausschreibung können im Internet über die Startseite der Regierung von Unterfranken bzw. über die "Immobilien Freistaat Bayern" abgerufen werden.

Ansprechpartner für Anmietangebote der Regierung von Unterfranken

Lothar Menzel
Sachgebiet 14
Telefon: 0931/380 - 1180
Fax: 0931/380 - 2180

Stand: 23. Juni 2016