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Regierung von Unterfranken

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Unterfranken in Schlagzeilen

Unterfranken - ein bayerischer Regierungsbezirk von inspirierender Vielfalt

Würzburg, Stadtansicht mit alter Mainbrücke
Würzburg, Stadtansicht mit alter Mainbrücke
Unterfranken wird oft zuerst mit fränkischen Spitzenweinen, z. B. aus Würzburg, Iphofen oder Bürgstadt in Verbindung gebracht. Namen mit unvergänglichem Weltruhm wie Walter von der Vogelweide, Tilmann Riemenschneider oder Balthasar Neumann stehen für eine kulturelle und künstlerische Geschichte, die in Unterfranken noch heute an vielen Orten erlebbar ist. Aber Unterfranken ist noch viel mehr, nämlich eine glückliche Symbiose aus scheinbar gegensätzlichen Werten. Einerseits greifbare Geschichte, Heimat von Kulturgütern mit Weltgeltung, liebliche Landschaften, andererseits aber eine dynamisch wachsende High-Tech-Region, die zu den führenden in Europa zählt. Auf eine Fläche von 8531 km² wohnen in Unterfranken mit seinen neun Landkreisen und den drei kreisfreien Städten Aschaffenburg, Würzburg und Schweinfurt heute rund 1,34 Millionen Menschen. Mit den drei genannten Oberzentren und 22 Mittelzentren steht der Bevölkerung und Wirtschaft in diesem ursprünglich eher ländlich geprägten Raum ein flächendeckendes, gut gegliedertes und voll funktionsfähiges Städtesystem zur Verfügung.

Unterfranken - in Deutschlands Mitte

Unterfranken zentral in Europa (Foto: Chancenregion Mainfranken)
Unterfranken zentral in Europa (Foto: Chancenregion Mainfranken)

Unterfranken liegt in der Mitte oder sprichwörtlich im Herzen Deutschlands und Europas. Die zentrale Lage und der gleichzeitige Imagevorteil zu Bayern zu gehören, sind entscheidende Standortvorteile. In ökonomisch verwertbaren Fakten ausgedrückt bedeutet dies: Unterfranken verfügt über ein gut ausgebautes Autobahn- und Schienennetz, die Bundeswasserstraße Main als Teil der Rhein-Main-Donau-Wasserstraße und die Nähe zu den Flughäfen Frankfurt Rhein-Main und Nürnberg.

Initiative Bayerischer Untermain, Logo
Initiative Bayerischer Untermain, Logo

Unterfranken ist attraktiv, weil es von der Nähe der benachbarten Metropolen profitiert, aber nicht deren Probleme aufweist und dabei ein eigenständiges Profil besitzt. Unterfranken ist attraktiv, weil es starke Zentren hat, zugleich Freiraum in herrlicher Landschaft bietet und über ein geradezu unerschöpfliches kulturelles Angebot verfügt. Darum leben die Menschen gern in unserer Region, wie viele Umfragen belegen. Bestätigt durch die Statistikbehörde der EU, Eurostat, zählt Unterfranken zu den TOP 10 der führenden High-Tech-Regionen Europas.

Logo Region Mainfranken GmbH
Logo Region Mainfranken GmbH
Unterfranken baut seine Attraktivität weiter aus, weil hier die Verantwortlichen gemeinsam eine regionale Entwicklungsstrategie verfolgen, in der die Entscheidungsträger in Wirtschaft, Wissenschaft und Verwaltung vor Ort vernetzt sind und effektiv zusammenarbeiten: zum Beispiel im Rahmen von erfolgreichen Regionalmarketinginitiativen, der Chancen-Region Mainfranken und der Initiative Bayerischer Untermain sowie für die technologische Entwicklung im Rahmen von Clustern und dem Innovationsnetz Unterfranken. Unterfranken nimmt als bayerischer Regierungsbezirk die Herausforderungen der Zukunft gerne an.





Unterfranken - Forschungs- und Wissenschaftsstandort mit Tradition

Universität Würzburg - Informatikgebäude (Foto: Staatliches Bauamt Würzburg)
Universität Würzburg - Informatikgebäude (Foto: Staatliches Bauamt Würzburg)
Unterfrankens Forschernachwuchs bei „Jugend forscht“ landes- und bundesweit hervorragend positioniert (Foto: Chancenregion Mainfranken)
Unterfrankens Forschernachwuchs bei „Jugend forscht“ landes- und bundesweit hervorragend positioniert (Foto: Chancenregion Mainfranken)
Die Universität Würzburg und die Fachhochschulen Aschaffenburg und Würzburg-Schweinfurt bilden gemeinsam über 25.000 Studentinnen und Studenten aus. In den nächsten Jahren wird ein deutlicher Studentenzuwachs erwartet. Die Julius-Maximilians-Universität Würzburg ist eine der ältesten Deutschlands und zugleich eine der modernsten. So ist der neue Studiengang „Nanostrukturtechnik“ ein Novum für die Natur- und Ingenieurwissenschaften in ganz Deutschland. Auch der Studiengang „Technische Informatik“ als eine weitere Schlüsseltechnologie des 21. Jahrhunderts und der ingenieurwissenschaftliche Studiengang „Technologie der Funktionswerkstoffe“ wurden an der Universität Würzburg neu eingeführt.
Ein aktuelles praktisches Beispiel der hohen Innovationskraft der Würzburger Universität ist der erste deutsche Piko-Satellit. Er wurde am Lehrstuhl für Robotik entwickelt und – kleiner als ein Fußball – versorgt nun vom Weltall aus die Forscher mit wertvollen Daten.

Unterfrankens Antwort auf die Globalisierung: ein klares Kompetenzprofil - Automotive/Maschinenbau, Gesundheit/ Biomedizin, Neue Materialien

Unterfranken besitzt ausweislich verschiedener Studien herausragende Kompetenzen in folgenden Bereichen:
Im Bereich der Schlüsseltechnologie Biomedizin hat sich Unterfranken in den vergangenen Jahren besonders dynamisch entwickelt (Foto: Chancenregion Mainfranken)
Im Bereich der Schlüsseltechnologie Biomedizin hat sich Unterfranken in den vergangenen Jahren besonders dynamisch entwickelt (Foto: Chancenregion Mainfranken)
Ein deutliches Wachstum ist zudem in der Logistikbranche zu verzeichnen. Insbesondere der bayerische Untermain hat sich zu einer bedeutenden Logistikdrehscheibe entwickelt.
 Stadt Aschaffenburg, Hafen, Containerterminal (Foto: Initiative Bayerischer Untermain)
Stadt Aschaffenburg, Hafen, Containerterminal (Foto: Initiative Bayerischer Untermain)

Unterfranken - Vorsprung durch Forschung

Vorsprung durch Forschung, hier am Beispiel der Lasertechnologie (Foto: Chancenregion Mainfranken)
Vorsprung durch Forschung, hier am Beispiel der Lasertechnologie (Foto: Chancenregion Mainfranken)
Unterfranken nimmt gemeinsam mit dem nordbayerischen Raum – neben dem Raum Aachen – eine führende Stellung bei der Werkstoffkompetenz in Deutschland ein. Der neu gestartete zukunftsweisende Studiengang „Technologie der Funktionswerkstoffe“ an der Universität Würzburg folgt den bereits vorhandenen exzellenten Forschungsaktivitäten auf diesem Gebiet.

Unterfranken - eine Region bewegt

Tradition und Innovation bei Antriebs- und Fahrwerkkomponenten von ZF Sachs (Foto: Chancenregion Unterfranken)
Tradition und Innovation bei Antriebs- und Fahrwerkkomponenten von ZF Sachs (Foto: Chancenregion Unterfranken)
Innovative hochtechnologische Produkte der Automobilzulieferindustrie und erfolgreiche Global Player im Maschinen- und Anlagenbau haben in Unterfranken lange Tradition. Regionale Schwerpunkte liegen dabei insbesondere in den Bereichen Präzisions- und Wälzlägertechnologie, Brems- und Kupplungssysteme, Antriebs- und Steuerungstechnik, Hydraulik, Druckmaschinen sowie Kfz-Elektromotoren und Kfz-Bediensysteme.

Unterfranken - gesund und stark aufgestellt

Wellness in Deutschlands bekanntestem Kurort Bad Kissingen, KissSalis (Foto: Chancenregion Mainfranken)
Wellness in Deutschlands bekanntestem Kurort Bad Kissingen, KissSalis (Foto: Chancenregion Mainfranken)
Der Zukunftsmarkt „Gesundheit“ ist geprägt von einer ganzen Palette unterschiedlicher Teilbereiche, die von der Bio- und Medizintechnologie über das Kur- und Klinikwesen bis hin zum Wellnessbereich reicht. In diesem bedeutenden Wachstumsmarkt ist Unterfranken besonders gut positioniert, sei es durch wissenschaftliche Einrichtungen und bedeutsame Kliniken (z.B. Universitätsklinik Würzburg, Rhön-Klinikum AG), führende Firmen in der Medizintechnik (z.B. Fresenius Medical Care, Schweinfurt) oder das „Bäderland Bayerische Rhön“.

Unterfranken - Heimat namhafter Traditionsunternehmen

Bosch-Rexroth, Automatisierungstechnik (Foto: Chancenregion Mainfranken)
Bosch-Rexroth, Automatisierungstechnik (Foto: Chancenregion Mainfranken)
Unterfranken ist Heimat namhafter Traditionsunternehmen und Global Player wie Bosch Rexroth AG, FAG Schaeffler KG, ZF Sachs, Linde (Material Handling), TRW Automotive, Takata-Petri, Reis-Robotics und Koenig & Bauer und viele weitere mehr.

Die Lohrer Rexroth AG, eine hundertprozentige Tochtergesellschaft der Boschgruppe, baut aktuell etwa für die Olympischen Spiele in Peking 2008 das Steuerungs- und Antriebssystem für das größte Riesenrad der Welt (Durchmesser 208 m).

Aschaffenburg - Geburtsort des Airbags

Aschaffenburg und Bayerischer Untermain, Forschungs- und Kooperationsverbund Fahrzeugsicherheitstechnik (Foto: Initiative Bayerischer Untermain)
Aschaffenburg und Bayerischer Untermain, Forschungs- und Kooperationsverbund Fahrzeugsicherheitstechnik (Foto: Initiative Bayerischer Untermain)
Wussten Sie schon: Der Airbag, heute Standardausstattung in allen Neuwagen, ging erstmals vor rund 25 Jahren (1981) in Aschaffenburg in Serienproduktion (Petri AG Aschaffenburg in Kooperation mit Mercedes-Benz). Seitdem entwickelt sich die Region zu einem „SafetyValley“. Fachhochschule, IHK und die Stadt Aschaffenburg sowie die Automobilzulieferer der Region haben sich zu einem Forschungs- und Kooperationsverbund Fahrzeugsicherheitstechnik zusammengeschlossen, um die Kompetenzen der Region zu bündeln.

Schweinfurt - Kugellager und Co.

Stadt Schweinfurt, Rathaus (Foto: Stadt Schweinfurt)
Stadt Schweinfurt, Rathaus (Foto: Stadt Schweinfurt)
Der Bekanntheitsgrad der Stadt Schweinfurt gründet sich vor allem auf ihren Ruf als Industriestadt. Weltweit tätige Firmen aus der Wälzlager- und Autoteilezubehörproduktion, wie zum Beispiel FAG Schaeffler KG, SKF prägen seit vielen Jahrzehnten das Bild der Stadt. Aber auch andere Industriezweige, wie unter anderem die Medizintechnik, Mess- und Regeltechnik, Energietechnik, Kunststoffbe- und Verarbeitung sind durch mittelständische Unternehmen erfolgreich vertreten.

Die ZF Sachs AG (ehemals Fichtel & Sachs) mit der millionenfach gebauten Torpedo Rücktritt-Bremsnabe, später der Torpedo-Dreigang-Nabe und den legendären Sachs Kleinmotoren stehen für Schweinfurter Industriegeschichte. Der Schweinfurter Instrumentenmacher Philipp Moritz Fischer aus der späteren Dynastie der sogenannten "Kugel-Fischer", benannt nach der gleichnamigen Kugellager-Industrie schrieb Fahrradgeschichte. Er gilt als Erfinder des so genannten Tretkurbelfahrrads (um 1853). Dieser Antrieb bestimmte die Fahrradentwicklung über die folgenden Jahrzehnte.

Im Zweiten Weltkrieg wurde die Stadt aufgrund der Konzentration der kriegswichtigen Wälzlagerproduktion (über 60% der Gesamtproduktion des Deutschen Reiches) wiederholt das Ziel schwerer Bomberangriffe.

Heute werden in Schweinfurt Zulieferteile der Automobilindustrie hergestellt, z.B. Kupplungen, Drehmomentwandler, Stoßdämpfer und Steuerungen. Seit 1979 produziert ein Werk des Gesundheitskonzerns Fresenius Dialysegeräte in heutiger Weltmarktführerschaft.
Stadt Scheinfurt, Gewerbegebiet Hafen mit Traditionsunternehmen
Stadt Scheinfurt, Gewerbegebiet Hafen mit Traditionsunternehmen

Würzburg - Stadt der Fürstbischöfe und der Wissenschaft

Würzburger Residenz, Gartenansicht (Foto: Staatliche Schlösser- und Seenverwaltung)
Würzburger Residenz, Gartenansicht (Foto: Staatliche Schlösser- und Seenverwaltung)
Würzburg, mit aktuell rund 134.000 Einwohnern die größte Stadt Unterfrankens, fiel nach einer kurzen Zwischenzeit, der so genannten „Toskanazeit“ (1806 – 1814), erst verhältnismäßig spät an das Königreich Bayern. Mit über 1300 Jahre Stadtgeschichte ist Würzburg Verwaltungs-, Wissenschafts- und Kulturstadt zugleich.
Sie ist Sitz der Bezirksregierung und vieler weiterer Behörden, bedeutsamer kultureller Einrichtungen wie der Würzburger Residenz als UNESCO-Weltkulturerbe und die Festung Marienberg, sowie der Julius-Maximilians-Universität, die einen hervorragenden Ruf genießt. Eine Fachhochschule, eine Musikhochschule, verschiedene außeruniversitäre Forschungseinrichtungen wie das Fraunhofer Institut für Silikatforschung (ISC), das Süddeutsche Kunststoffzentrum (SKZ) und Bayerische Zentrum für Angewandte Energieforschung (ZAE-Bayern) runden das Bild Würzburgs als modernes Wissenschafts- und Dienstleistungszentrum der Region ab.
Größter industrieller Arbeitgeber ist die Koenig & Bauer AG, einer der größten Druckmaschinenhersteller weltweit. Würzburg ist ebenso der Produktions- und Verwaltungsstandort von Noell Crane Systems GmbH, einer der führenden Brückenkranhersteller in Deutschland (Anmerkung: zählt seit 2000 zur Fantuzzi Group).

Stadt Iphofen - eine Weinstadt mit Kultur

Stadt Iphofen, Vinothek und Rathaus (Foto: Stadt Iphofen)
Stadt Iphofen, Vinothek und Rathaus (Foto: Stadt Iphofen)
Von Weinbergen im Weinlandkreis Kitzingen umgeben, am Fuße des Steigerwalds, findet sich in Unterfranken ein besonderes städtebauliches Kleinod. Die Stadt Iphofen, mit ihrem malerischen historischen Stadtbild, ist nicht nur durch den Weinanbau überregional bekannt. Die mit erheblichen Städtebauförderungsmitteln sanierte Altstadt mit ihren erhaltenen Wehranlagen und zahlreichen Sehenswürdigkeiten ist touristischer Anziehungspunkt zugleich. Das Knauf-Museum Iphofen und das Kirchenburgmuseum Mönchsondhein runden neben Feinschmeckermessen, Weinfreundschaften, Winzerfesten und Wein-Kulinarischen Spaziergängen das Gästeangebot in und um Iphofen ab. In diesem Sinne steht die Stadt Iphofen auch für typische fränkische Gastfreundschaft in Stadt und Land.

Stadt Karlstadt - unterfränkische Altstadtromantik und Dorfidylle pur

Stadt Karlstadt (Landkreis Main-Spessart), Innenstadt
Stadt Karlstadt (Landkreis Main-Spessart), Innenstadt
Unterfranken ist reich an städtebaulich bedeutsamen historischen Orts- und Stadtkernen. Ein Beispiel hierfür ist die Stadt Karlstadt, die Ende des 12. Jahrhunderts unter Bischof Konrad von Querfurt zu Füßen der Karlsburg planmäßig am Ufer des Mains angelegt wurde. Zeugnisse der Baukunst aus allen Jahrhunderten bilden heute ein überregional bekanntes Ensemble. Der öffentliche Raum und viele Gebäude wurden im Rahmen der Altstadtsanierung vorbildlich modernisiert und heutigen Anforderungen angepasst. Die Altstadt bietet einen reizvollen Rahmen zum Einkaufen und Flanieren, für Feste und Veranstaltungen und ist ein Anziehungspunkt für Touristen, die hier die typische fränkische Gastfreundschaft erleben können.
Stadt Karlstadt (Landkreis Main-Spessart, Stadtansicht)
Stadt Karlstadt (Landkreis Main-Spessart, Stadtansicht)

Unterfranken - Gesundheits- und Wellnessregion mit Tradition

Staatsbad Bad Kissingen
Staatsbad Bad Kissingen
Drei von fünf Bayerischen Staatsbädern liegen in der Gesundheitsregion „Bäderland Bayerische Rhön (Bad Kissingen – das in Deutschland bekannteste Heilbad, Bad Brückenau und Bad Bocklet) sowie die weiteren Heilbäder Bad Neustadt an der Saale und Bad Königshofen im Grabfeld. Mit dem bundesweit ersten Natur-Heilwassersee in Bad Königshofen konnte im Jahr 2005 ein weiterer Meilenstein im Bereich des unterfränkischen Kurwesens und der Heilbäder gesetzt werden.

Historische Persönlichkeiten - Kaiser, Könige, Fürsten, Künstler – besuchten das Weltbad Bad Kissingen. Das österreichische Kaiserpaar, der König und die Königin von Schweden (1852), Zar Alexander II. von Russland, Kaiserin Auguste-Viktoria, die bayerischen Könige Ludwig I. und Ludwig II. sowie Max II., Prinzregent Luitpold und Ludwig III., der Schriftsteller Theodor Fontane, Reichskanzler Otto Fürst von Bismarck, der Komponist Giacchino Rossini, Victor von Scheffel, der Baumeister Balthasar Neumann und viele andere statteten ihrem geliebten Kurort Bad Kissingen einen Besuch ab.

Bad Neustadt an der Saale kann sich seit 1853 der vorzüglichsten eisenhaltigen, kohlensauren Kochsalzquellen Deutschlands rühmen. Die 1747 entdeckten Stahlquellen begründeten den Ruf von Bad Brückenau. Zwischen Bad Neustadt und Bad Kissingen liegt das Biedermeierbad Bad Bocklet mit seinem sehenswerten Kurpark. Das jüngste im fränkischen Bäderreigen ist Bad Königshofen im Grabfeld am Oberlauf der Fränkischen Saale. Seine beiden Quellen, die zu den wenigen in Deutschland bekannten Bitterwassern zählen, wurden 1896 und 1976 entdeckt.

Unterfranken - Kultur erleben

Weltberühmt: Treppenhaus der Würzburger Residenz und Deckenfresko von Giovanni Battista Tiepolo (Foto: Staatliche Schlösser- und Seenverwaltung)
Weltberühmt: Treppenhaus der Würzburger Residenz und Deckenfresko von Giovanni Battista Tiepolo (Foto: Staatliche Schlösser- und Seenverwaltung)
Stadt Schweinfurt – Museum Georg Schäfer (Foto: Stadt Schweinfurt)
Stadt Schweinfurt – Museum Georg Schäfer (Foto: Stadt Schweinfurt)
Namen wie Walter von der Vogelweide, Tilmann Riemenschneider oder Balthasar Neumann sind eng mit Unterfranken verbunden. Neben vielen kulturellen Sehenswürdigkeiten, etwa der Würzburger Residenz als UNESCO-Weltkulturerbe mit dem berühmten Deckenfresko von Giovanni Battista Tiepolo oder dem Aschaffenburger Schloss, weiteren Schlössern und Residenzen, Kirchen, Klöstern und Kapellen bietet Unterfranken eine Vielzahl kultureller Highlights. Das Würzburger Mozartfest ist weit über die Grenzen Frankens hinaus bekannt. Das "Internationale Africa Festival" in Würzburg ist das größte Festival für traditionelle und moderne afrikanische Musik und Kultur in Europa. Im Kulturfestival "Kissinger Sommer" in Bad Kissingen, dem renommierten internationalen Musikfestival, begegnen sich die Stars der klassischen Musik von heute und morgen. Das Museum Georg Schäfer in Schweinfurt beherbergt die umfangreichste und zugleich qualitativ bedeutendste Sammlung deutscher Malerei des 19. und frühen 20. Jahrhunderts.

Unterfranken - auch ein Stück Autobahngeschichte

A 71 vor der Fertigstellung, Brückenbau östlich Maibach
A 71 vor der Fertigstellung, Brückenbau östlich Maibach
Die erste Autobahn, die Unterfranken vollständig durchzog, war die A 3 von Frankfurt nach Nürnberg. Das erste unterfränkische Autobahnteilstück überhaupt – nämlich zwischen den Anschlussstellen Stockstadt und Hösbach – wurde im Jahr 1958 freigegeben. Mit der Freigabe des Abschnitts Rohrbrunn – Helmstadt 1963 wurden Aschaffenburg und Würzburg vollwertig durch eine Autobahn verbunden. Die letzte Lücke der Autobahn Frankfurt – Nürnberg zwischen Rottendorf und Schlüsselfeld wurde dann im Jahr 1964 geschlossen.

Mit der Fertigstellung der A 71 von Schweinfurt nach Erfurt Ende 2005 wurde die bislang letzte neue Autobahn in Unterfranken in Betrieb genommen.

Universität Würzburg - Forschung als Markenzeichen

Der wohl berühmteste Nobelpreisträger an der Universität Würzburg, Wilhelm Conrad Röntgen (Foto: Chancenregion Mainfranken)
Der wohl berühmteste Nobelpreisträger an der Universität Würzburg, Wilhelm Conrad Röntgen (Foto: Chancenregion Mainfranken)
Die Julius-Maximilians-Universität Würzburg verfügt über eine 600 Jahre lange Tradition. Als mittelgroße Universität in Deutschland besitzt sie national und international einen hervorragenden Ruf. 400 Professoren bilden hier in zwölf Fakultäten rund 20.000 Studierende aus. Tendenz in den nächsten Jahren deutlich steigend.
Die Würzburger Universität zählt zu den führenden Hochschulen in Deutschland; nach der aktuellen bundesweiten Rankingliste (Stand: 2007) der Deutschen Forschungsgemeinschaft steht sie sogar auf Platz 4. In vielen Wissenschaftsbereichen gehört die Uni Würzburg auch international zur Spitzengruppe der akademischen Institutionen.

Stolze 13 Nobelpreisträger hat die Würzburger Universität hervorgebracht, unter anderem Wilhelm Conrad Röntgen, dem Entdecker der Röntgenstrahlen (Nobelpreis für Physik 1901). Dem wurde vor kurzem in dem im 19. Jahrhundert gebauten Institutionen der Universität Würzburg am Röntgenring in Würzburg durch die Darstellung als Wissenschaftsmeile auch optisch besonderer Ausdruck verliehen.

Unterfranken - Weinbauregion mit langer historischer Tradition

Weinbau mit langer Tradition, Foto: Fränkischer Weinbauverband
Weinbau mit langer Tradition, Foto: Fränkischer Weinbauverband
„Klasse statt Masse" heißt die Devise. Ob Silvaner, Müller-Thurgau, Bacchus und Kerner oder auch die zunehmend beliebten Rotweinsorten wie Spätburgunder, Domina, Schwarzriesling und Dornfelder – Sie bekommen in jedem Fall im fränkischen Weinland reinen Wein eingeschenkt. Es gibt viele gute Gelegenheiten, um auf den Genuss zu kommen. Am besten bei einer Weinprobe direkt beim Winzer oder bei einem der zahlreichen Weinfeste.

Der Weinbau in Franken und Unterfranken hat eine lange Tradition. Er steht für eine hohe fränkische Lebensqualität. Seit fast zwölf Jahrhunderten wird im Fränkischen Weinland Wein angebaut. Den vorzüglichen klimatischen Bedingungen und dem Anspruch der Winzer ist es zu verdanken, dass die Region zu den besten deutschen Weinanbaugebieten zählt.

Der geregelte Weinbau beginnt in Franken erst mit der Gründung von Klöstern. Der Frankenherrscher Karl der Große fördert den Weinbau in Franken und schenkt der Abtei Fulda im Jahr 777 das Königsgut Hammelburg an der Fränkischen Saale mit acht Weinbergen. Der Weinbau breitete sich sehr schnell über das ganze Maintal und seine Nebentäler aus. Im Mittelalter war Franken mit 40.000 ha das größte zusammenhängende Anbaugebiet Europas. Geistliche und weltliche Grundherren förderten den Weinbau. Wein war ein ausgesprochenes Volksgetränk.

Der 30-jährige Krieg verwüstete ganze Landstriche. In Ober- und Mittelfranken kommt der Weinbau fast gänzlich zum Erliegen, nur im Kerngebiet kann sich der Weinbau erholen. Das Bier ist als Volksgetränk auf dem Vormarsch.

Im 18. Jahrhundert kam es dann zu einer erneuten Blütezeit des fränkischen Weinbaus, besonders im Gebiet des Hochstifts Würzburg. Die Landesherren fördern den Rebanbau; die Rebfläche betrug 16.000 ha.

Im 19. Jahrhundert schloss sich ein großer Rückgang des fränkischen Weinbaus durch die Auflösung der Klöster (Säkularisation) an. Durch den Anschluss Frankens zu Bayern werden zunächst Pfälzer Weine bevorzugt. Die Rebfläche geht zurück auf 10.000 ha.

Um die Wende zum 20. Jahrhundert weiterer Rückgang durch die Abwanderung aus der landwirtschaftlichen Erzeugung (Industrialisierung) und durch das Auftreten von Rebkrankheiten und der Reblaus.

Nach dem 2. Weltkrieg in Franken nur noch 2400 ha bestockte Rebfläche.
Ab 1960 ertragsorientierter Wiederaufbau, unterstützt durch Fördermittel und Flurbereinigungsmaßnahmen und den Einsatz moderner Produktionsmittel; Ausdehnung der Rebflächen auf aktuell rund 6000 ha.

Seit dem Weingesetz von 1971 unterliegen alle Qualitätsweine mit oder ohne Prädikat sowie die Sekte und Qualitätsperlweine aus bestimmten Anbaugebieten der amtlichen Qualitätsweinprüfung durch die Regierung von Unterfranken. Rund 99 % der bayerischen Ertragsrebflächen liegen dabei in Franken; davon rund 95% der Ertragsrebfläche in Unterfranken. Der unterfränkische Anteil an den bayerischen Weinbaubetrieben beträgt rund 90%.

Unterfranken - natürlich: Faszination Natur aus der ersten Liga!

Naturschutzgebiet Grainberg-Kalbenstein-Saupurzel,  mitteleuropäisch bedeutsame Trockengebiete und Maintalhänge zwischen Karlstadt und Gambach (Landkreis Main-Spessart); Foto: Otto Elsner
Naturschutzgebiet Grainberg-Kalbenstein-Saupurzel, mitteleuropäisch bedeutsame Trockengebiete und Maintalhänge zwischen Karlstadt und Gambach (Landkreis Main-Spessart); Foto: Otto Elsner
In Sachen Natur nimmt Unterfranken einen Spitzenplatz in Bayern ein. Dies gilt nicht nur für die große Zahl an Schutzgebieten, sondern gerade auch für die Vielfalt und Wertigkeit der unterfränkischen Natur.

Den äußersten Norden Unterfrankens prägt das Land der offenen Fernen – die Rhön. Die Mittelgebirgslandschaft, deren Gestalt stark durch Menschen beeinflusst ist, stellt ein einzigartiges Natur- und Kulturerbe dar. Als UNESCO-Biosphärenreservat genießt die Rhön internationale Anerkennung. Doch auch die fünf Naturparke Unterfrankens Odenwald, Spessart, Bayerische Rhön, die Haßberge und nicht zuletzt der Steigerwald und die rund 130 Naturschutzgebiete, darunter auch die „Lange Rhön“, das größte außeralpine Naturschutzgebiet Bayerns, stehen für den Naturreichtum Unterfrankens. Bedeutsame Flusslandschaften, allen voran die Bundeswasserstraße Main, aber auch die Fränkische Saale, die Sinn und die Wern machen unseren Regierungsbezirk so attraktiv und lebenswert.

Kreuzberg - Rhön
Kreuzberg - Rhön
Der Main gab „Mainfranken“ und dem „Bayerischen Untermain“ seinen Namen.

Apropos: Das erste und älteste unterfränkische Naturschutzgebiet „Rohrberg“ im Landkreis Main-Spessart wurde im Jahr 1928 ausgewiesen (06.01.1928).








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Stand


01. Juni 2011
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