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Regierung von Unterfranken

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Kinderschutz in Unterfranken

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Der Schutz von Kindern und Jugendlichen vor Vernachlässigung, Misshandlung und Missbrauch ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, der höchste Priorität eingeräumt werden muss.

Beschreibung


Ein elementarer Bestandteil des Konzepts zur Verbesserung des Kinderschutzes in Bayern ist die Intensivierung der Kooperation der verschiedenen beim Kinderschutz beteiligten Dienste und Fachdisziplinen vor Ort und die Sicherstellung abgestimmter Verfahrensabläufe bei Verdacht auf Kindeswohlgefährdungen.

Die landesweite Kinderschutzkonferenz des Bayerischen Staatsministeriums für Arbeit und Sozialordnung, Familie und Frauen hatte am 26. November 2007 in München hierzu erste wichtige Impulse gesetzt, die mit der Regionalen Kinderschutzkonferenz für Unterfranken fortgeführt wurden.

Über 100 Teilnehmerinnen und Teilnehmer der unterschiedlich beteiligten Fachdisziplinen und zuständigen Stellen trafen sich hierzu am 18. Juni 2008 in Würzburg in der Regierung von Unterfranken. Zum Motto der Konferenz „Kinderschutz braucht starke Netze“ informierten sich die unterfränkischen Vertreter und Verantwortlichen aus der öffentlichen und freien Kinder- und Jugendhilfe, aus der Erziehungs- und Schwangerenberatung, aus dem Gesundheitswesen, dem Schulbereich, der Polizei und der Justiz zum aktuellen Stand des Kinderschutzes und diskutierten darüber, wie das gemeinsame Ziel „Verbesserung des Kinderschutzes“ im Zusammenwirken aller Verantwortlichen noch weiter vorangebracht werden kann.

Themen wie die aktuelle politische und rechtliche Entwicklung zum Kinderschutz aus Sicht des Bayerischen Staatsministeriums für Arbeit und Sozialordnung, Familie und Frauen, Körperliche Merkmale und Hinweise auf Kindeswohlgefährdungen aus der Praxis des Instituts für Rechtsmedizin der Universität Würzburg bzw. die Situation des Kinderschutzes aus Sicht des Polizeipräsidiums Würzburg standen ebenso auf dem Programm, wie der Kinderschutz in der familiengerichtlichen Praxis aus Sicht des Amtsgerichts Würzburg. Einen weiteren Schwerpunkt bildeten die rechtlichen und fachlichen Anforderungen für die Umsetzung eines wirksamen und nachhaltigen Kinderschutzes aus der Sicht des Jugendamtes des Landkreises Miltenberg. Das Staatsinstitut für Familienforschung an der Universität Bamberg informierte über das Projekt MAJA als Unterstützungsansatz für Eltern durch die weitere Qualifizierung von Hebammen.

Die zentrale Bedeutung und Rolle des Jugendamtes im Kinderschutz sowohl für die Entgegennahme von Informationen und Hinweisen über Kindeswohlgefährdungen wie auch für die Einleitung und Durchführung der notwendigen Schutzmaßnahmen wurde von den Teilnehmerinnen und Teilnehmern der Kinderschutzkonferenz in besonderem Maße hervorgehoben. Das Konzept und die geplante staatliche Unterstützung der Jugendämter bei der Einrichtung koordinierender Kinderschutzstellen an den Jugendämtern, die die Zusammenarbeit der beteiligten Dienste verbessern, Gefährdungspotentiale frühzeitig erkennen und nachhaltige Hilfen einleiten, wurde deshalb einhellig unterstützt.

Für einen wirksamen Kinderschutz ist jedoch auch in der Bevölkerung eine neue, richtig verstandene Kultur des Hinschauens und der Einmischung zum Wohl von Kindern und Familien erforderlich, wenn der Kinderschutz als gesamtgesellschaftliche Aufgabe verstanden und wirksam werden soll. Die Unterfränkische Kinderschutzkonferenz hatte deshalb auch das Ziel, durch Informationen in den Medien einen Beitrag zur Sensibilisierung der Öffentlichkeit zu leisten.

Die Tagesordnung und die Redebeiträge zur Unterfränkischen Kinderschutzkonferenz sind unter der nachstehenden Rubrik „Formulare, Merkblätter und weitere Informationen“ einsehbar.

Formulare, Merkblätter und weitere Informationen
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Stand


16. August 2010
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