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Hochwasserschutz in Unterfranken
Beschreibung
Die Hochwasser an Pfingsten 1999 und im August 2002, aber auch das Hochwasser in Süddeutschland im August 2005 haben deutlich gemacht, dass der seit Jahrzehnten von der bayerischen Wasserwirtschaftsverwaltung geplante und ausgeführte Hochwasserschutz langfristig konsequent fortgesetzt werden muss. Das Bayerische Staatsministerium für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz hat hierzu das Programm "Nachhaltiger Hochwasserschutz in Bayern - Aktionsprogramm 2020 für Donau- und Maingebiet" entwickelt. Das Programm gibt fachliche Ziele vor, bündelt die Einzelaktivitäten an den Gewässern und zeigt die zu erwartenden Kosten bei einem Zielhorizont von 20 Jahren auf. Bereits im Mai 2001 hat der Ministerrat dem Aktionsprogramm in seinen fachlichen Zielen zugestimmt (siehe auch Ministerratsbeschluss vom 30.08.2005 im Zusammenhang mit dem Augusthochwasser in Süddeutschland)
Ziele und Strategie
Der Hochwasserschutz gehört zu den elementaren Aufgaben des Staates zur Sicherung der menschlichen Daseinsvorsorge. Zur Abwehr der "Naturkatastrophe" Hochwasser hat die bayerische Wasserwirtschaftsverwaltung eine moderne Hochwasserschutzstrategie aufgestellt, die sich an den von der Länderarbeitsgemeinschaft Wasser aufgestellten Richtlinien orientiert. Wesentliche Ziele der bayerischen Strategie sind:
- die Reduktion des Schadenspotenzials und
- die Gewährleistung eines ausreichenden Hochwasserschutzes.
Wichtige Voraussetzung ist hierbei ein Überschwemmungsflächenmanagement, um Überschwemmungsgebiete freizuhalten, angepasst zu nutzen und Hochwasserwellen zu dämpfen. Das Überschwemmungsflächenmanagement ist Teil der bayerischen Drei-Säulen-Strategie zum nachhaltigen Hochwasserschutz:
- Natürlicher Rückhalt - vorbeugender Hochwasserschutz,
- Technischer Hochwasserschutz und
- weitergehende Hochwasservorsorge (Maßnahmen der Flächen-, Bau-, Verhaltens- und Risikovorsorge).
Mit dem Aktionsprogramm für die beiden Flussgebiete Main und Donau richtet das Bayerische Staatsministerium für Landesentwicklung und Umweltfragen alle wasserbaulichen Maßnahmen an den Gewässern erster, zweiter und dritter Ordnung an der Drei-Säulen-Strategie aus. Für die Realisierung des Aktionsprogramms, veranschlagt das Bayerische Staatsministerium für Landesentwicklung und Umweltfragen 20 Jahre und Investitionen von rd. 2,3 Mrd. Euro.
Damit sollen weitere 300 000 Einwohner einen ausreichenden Hochwasserschutz erhalten.
Kosten
In den letzten 10 Jahren hat die Bayerische Staatsregierung für den Hochwasserschutz rd. 1,05 Mrd. Euro investiert. Davon entfallen in Folge des Pfingsthochwassers 1999, 2000 und 2001 rd. 360 Mio Euro. Um die fachlichen Ziele des Programms in dem vorgegebenen Zeitrahmen bis 2020 zu erreichen, wären Investitionen von 2,3 Mrd. Euro für den Hochwasserschutz erforderlich. Auf dieser Grundlage würde sich ein erforderlicher durchschnittlicher jährlicher Mitteleinsatz von 115 Mio Euro ergeben, der wie folgt verwendet wird:
- Hochwasserschutzmaßnahmen an Gewässern erster Ordnung: 50 Mio €/Jahr
- Gewässern zweiter/dritter Ordnung: 20 Mio €/Jahr
- Wildbäche: 20 Mio €/Jahr
- Unterhaltung der Hochwasserschutzanlagen: 20 Mio €/Jahr
- Staatliche Hochwasserschutzspeicher: 5 Mio €/Jahr
Die Realisierung der im Programm dargestellten Projekte und die Umsetzung des Zeit- und Kostenplans kann auch über das Jahr 2002 hinaus nur im Rahmen der verfügbaren Haushaltsmittel des Freistaats Bayern erfolgen.
Zu Hochwasserzeiten erfolgt z.Zt. eine stündliche Bereitstellung der Daten von Pegeln, die von Hochwasser betroffen sind. Aus technischen Gründen vergeht z. Zt. mindestens eine halbe Stunde bis die Aktualisierung im Internet bereitsteht. Wir bemühen uns um Verkürzung dieser Zeiten.
Außerhalb von Hochwasserzeiten findet lediglich nach 5 Uhr MEZ und nach 15 Uhr MEZ (zur Sommerzeit nach 6 Uhr und nach 16 Uhr MESZ) eine Aktualisierung statt. An Werktagen wird das Angebot am Vormittag kontrolliert und evt. korrigiert.
Ansonsten handelt es sich bei den Daten um Rohdaten, die vollautomatisch ohne Kontrolle erfasst werden.
Die eingestempelte Aktualisierungszeit auf der Homepage kennzeichnet nicht den Stand der Messdatenaktualisierung. Dieser hängt davon ab, inwieweit aktuelle Messdaten von den Wasserwirtschaftsämtern bereitgestellt wurden.
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Stand
01. März 2011