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SG 51 Naturschutz, Bayerische Verwaltungsstelle Biosphärenreservat Rhön (BR)
Tel:
SG 51: 0931/380-1169, BR: -1665, -1664
Fax:
SG 51: 0931/380-2169, BR: -2953
Zimmer
H 169,
Peterplatz 9
97070 Würzburg
Biosphärenreservate sind großflächige, repräsentative Ausschnitte von Natur- und Kulturlandschaften, in denen beispielhafte Konzepte zu Schutz, Pflege und Entwicklung im Sinne einer nachhaltigen, ressourcenschonenden, tragfähigen Entwicklung erarbeitet und umgesetzt werden sollen. Der überwiegende Teil der Fläche des Biosphärenreservats soll rechtlich geschützt sein.
Beschreibung
Die Rhön wurde von der Weltkulturorganisation UNESCO im Jahre 1991 als Biosphärenreservat anerkannt und damit in das weltweite Netz von derzeit 529 Biosphärenreservaten in 105 Ländern aufgenommen. Biosphärenreservate sind Modellregionen, in denen vorgelebt werden soll, wie menschliches Wirtschaften und Handeln im Einklang mit der Natur möglich ist. Das "Land der offenen Fernen", wie die Rhön im Volksmund genannt wird, wäre von Natur aus fast ausschließlich mit Buchenwäldern und Buchenmischwäldern bestanden, die durch zahlreiche Bergbäche, einzelne Moore und Basaltblockhalden bereichert würden. Die Menschen nutzten diese Buchenwälder schon seit mehr als tausend Jahren zur Herstellung von Holzkohle und Pottasche. Mit dem Verschwinden der Wälder entstanden große zusammenhängende artenreiche Bergwiesen. Durch den stetigen Rückzug der Landwirtschaft sind die einmalig wertvollen Bergwiesen heute in ernster Gefahr. Gesellschaftliches Ziel ist die Erhaltung der Rhön als "Land der offenen Fernen". Dieses wollen nicht nur die Menschen in der Rhön selbst, dieses wollen auch die Gäste und Freunde der Rhön. Diese komplexe Aufgabe kann nur in einem gedeihlichen Zusammenwirken von Naturschutz, Landwirtschaft und Freizeitnutzung gemeistert werden.
Mit der Anerkennung durch die UNESCO sind vier zentrale Aufgaben verbunden:
- der Schutz des natürlichen und kulturellen Erbes eines Gebietes
- eine modellhafte nachhaltige Entwicklung zusammen mit den dort lebenden Menschen
- Bildung für nachhaltige Entwicklung
- anwendungsorientierte Forschung
Die Zuständigkeiten für den Naturschutz liegen beim SG 51 der Regierung von Unterfranken und den unteren Naturschutzbehörden der Landratsämter Bad Kissingen und Rhön-Grabfeld, für andere Schutzgüter bei den jeweils zuständigen Fachbehörden. Das Arbeitsfeld "Bildung für Nachhaltige Entwicklung" betreut der Verein Naturpark und Biosphärenreservat Bayer. Rhön im Auftrag und mit maßgeblicher finanzieller Unterstützung des Freistaates Bayern. In den Arbeitsfeldern "Nachhaltige Entwicklung" und "Forschung" arbeitet die Verwaltungsstelle mit zahlreichen regionalen und überregionalen Partnern zusammen. Neben den drei Verwaltungsstellen für das Biosphärenreservat Rhön - in Oberelsbach für Bayern, auf der Wasserkuppe für Hessen und in Kaltensundheim für Thüringen - gibt es zahlreiche Institutionen, die unter anderem die Umsetzung der Zielsetzungen des Biosphärenreservates unterstützen.
Rechtsgrundlagen
- Bundesnaturschutzgesetz (BNatSchG)
- Bayerisches Naturschutzgesetz (BayNatSchG)
Formulare, Merkblätter und weitere Informationen
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Stand
19. September 2011