Presseinfo 136/18 — 24. Mai 2018


Neubau der Ortsumgehung Hafenlohr mit integrierter Hochwasserschutzmaßnahme

Regierung von Unterfranken leitet Planfeststellungsverfahren ein

 

Würzburg (ruf) – Das Staatliche Bauamt Würzburg hat bei der Regierung von Unterfranken die Durchführung des Planfeststellungsverfahrens für den Neubau der Ortsumgehung Hafenlohr im Zuge der St 2315 (Kreuzwertheim – Lohr a. Main) mit integrierter Hochwasserschutzmaßnahme beantragt.

Die bestehende Ortsdurchfahrt der St 2315 von Hafenlohr verläuft durch den Ortskern und ist gekennzeichnet von schmalen Straßenräumen und zusätzlichen Engstellen in den Gehwegbereichen mit einer erhöhten Unfallgefahr. Zusätzlich sind die Anwohner einer erheblichen Lärm- und Schadstoffbelastung ausgesetzt. Der Bau der Ortsumgehung soll daher nicht nur die Situation hinsichtlich der Sicherheit und Leichtigkeit des Verkehrs, sondern insbesondere auch hinsichtlich der Immissionsbelastung verbessern. Auf Grund der Lage am Main ist die Gemeinde Hafenlohr auch regelmäßig von Hochwassern betroffen. Mit der Realisierung der Ortsumgehung soll gleichzeitig die Umsetzung eines entsprechenden Hochwasserschutzes realisiert werden. Die Planung hierfür wird vom Wasserwirtschaftsamt Aschaffenburg durchgeführt.

Die geplante Ortsumgehung beginnt südlich des Altorts und verläuft auf der Trasse der stillgelegten Bahnlinie am Main um Hafenlohr herum um nördlich der Ortslage wieder auf die bestehende Trasse zurückzuführen. Die bestehende Kreisstraße MSP 27 wird über eine neue Anschlussstelle Süd an die neue Staatsstraße angebunden. Gleichzeitig ist zum Schutz des Altorts vor Hochwasser entlang der Umgehungsstraße am Main eine Spundwand mit Stahlbetonkopfbalken vorgesehen. Im Mündungsbereich der Hafenlohr ist linksseitig der Hafenlohr über eine Länge von ca. 285 m eine Kombination aus Hochwasserschutzwand und Deich geplant. Beide Maßnahmen sind eng miteinander verbunden, so dass für sie ein gemeinsames Planfeststellungsverfahren durchgeführt wird.

Das beschriebene Bauvorhaben liegt auf dem Gebiet der Gemeinde Hafenlohr sowie der Stadt Rothenfels und der Stadt Marktheidenfeld. Die Planunterlagen werden daher in der Verwaltungsgemeinschaft Marktheidenfeld sowie in der Stadt Marktheidenfeld zur Auslegung kommen. Näheres zu Ort und Zeit der Auslegung sowie zur Möglichkeit, Einwendungen zu erheben, werden durch ortsübliche Bekanntmachung in den betroffenen Kommunen rechtzeitig mitgeteilt. Nicht ortsansässige Betroffene erhalten von der zuständigen Gebietskörperschaft eine schriftliche Mitteilung über die öffentliche Auslegung der Planunterlagen.

Im durchzuführenden Planfeststellungsverfahren werden alle relevanten privaten und öffentlichen Belange im Rahmen des Anhörungsverfahrens durch die Regierung von Unterfranken ermittelt und geprüft. Hierzu dient zum einen die oben erwähnte Auslegung der Planunterlagen, zum anderen holt die Regierung von Unterfranken die Stellungnahmen der einschlägigen Fachbehörden sowie sonstiger Träger öffentlicher Belange ein und beteiligt die betroffenen Kommunen. Die Benachrichtigung der nach Naturschutzrecht anerkannten Vereine sowie der sonstigen in Umweltangelegenheiten anerkannten Vereinigungen erfolgt durch die Öffentlichkeitsbeteiligung in Form der Auslegung. Privatbetroffene, anerkannte Vereinigungen und sonstige Träger subjektiver Rechte können ihre Einwendungen innerhalb der in den jeweiligen Bekanntmachungen genannten Frist erheben.

Hinweis:
Die Planunterlagen und die Bekanntmachungen können auch auf unserer Internetseite unter der Rubrik „Planung und Bau“ > Aktuelle staßenrechtiche Planfeststellungsverfahren  eingesehen werden. Maßgeblich ist jedoch allein der Inhalt der ausgelegten Unterlagen.

Anlage

Hier können Sie u. a. Formulare, Dokumente, Präsentationen, Bilddokumente mit weiteren Informationen herunterladen.

Dokument Typ Dateigröße
Übersichtslageplan PDF 12.615 KB

Pressesprecher Johannes Hardenacke, Tel. 0931/380-1109, Fax 0931/380-2109