Asylbewerber in Unterfranken - ANKER-Einrichtung Unterfranken (Daten, Fakten, Aktuelles)


Aktuelle Pressemitteilungen

Die aktuellen bundesweiten Zugangszahlen der Asylbewerber finden Sie hier: Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (monatliche Pressemitteilung und Geschäftsstatistik)
Aktuelle Informationen zur ANKER-Einrichtung Unterfranken siehe weiter unten!

Jahreszahlen der neu nach Unterfranken zugewiesenen Asylbewerber für Anschlussunterbringung

Jahr  Personen
2010  751
2011  810
2012  922
2013  1.831
2014  3.769
2015  8.580
2016 5.480
2017 1.551
2018 1.103
2019 (bis einschließlich Oktober) 453

Stand: 31.10.2019

Aktuell leben rund 5.200 Asylbewerber in Unterfranken in staatlichen Unterkünften (ANKER-Einrichtung Unterfranken bzw. Anschlussunterbringung, d.h. Gemeinschaftsunterkünfte und dezentrale Unterbringungen). Dies entspricht in etwa 50 weniger als im Vormonat. Im Vergleich zum Jahresanfang 2018 sind dies über 2490 weniger (01.01.2018: 7735 Asylbewerber). Im Vergleich zum Jahresanfang 2017 sind dies rund 5.990 Asylbewerber weniger (01.01.2017: 11224 Asylbewerber).

Allgemeines zur Unterbringung von Asylbewerbern

Asylbewerber werden grundsätzlich in staatlichen Einrichtungen untergebracht. Dafür stehen seitens des Staates sogenannte ANKER-Einrichtungen (ANKER steht für Ankunft, Entscheidung und Rückführung) als Erstunterbringung bzw. sogenannte Gemeinschaftsunterkünfte für die Anschlussunterbringung zur Verfügung.

Soweit eine Unterbringung mangels vorhandener Unterbringungsplätze in den genannten staatlichen Unterkünften nicht möglich ist, erfolgt die Unterbringung durch die Landratsämter als Staatsbehörden und die kreisfreien Gemeinden im übertragenen Wirkungskreis (dezentrale Unterbringung).

Asylbewerber sind grundsätzlich verpflichtet, bis zur Entscheidung über den Asylantrag, unter bestimmten Voraussetzungen längstens bis zu 24 Monaten in Erstunterbringungseinrichtungen zu wohnen. Dies, um für die weiteren Verfahrensschritte nach dem Asylverfahrensgesetz jederzeit erreichbar zu sein. Alle bayerischen Regierungsbezirke verfügen über entsprechende ANKER-Einrichtungen. So bestehen in Bayern ANKER-Einrichtungen in München, Zirndorf, Geldersheim/Niederwerrn, Deggendorf, Regensburg, Bayreuth und Donauwörth (Zentrale ANKER-Einrichtungen mit einer Außenstelle des Bundesamtes für Flüchtlinge und Migration). 

In Unterfranken hat die ANKER-Einrichtung Unterfranken als ursprüngliche Aufnahmeeinrichtung Schweinfurt am 01. Juli 2015 ihren Betrieb aufgenommen. Zum  01. August 2018 wurden alle Aufnahmeeinrichtungen in Bayern zu sogenannten ANKER-Einrichtungen umgewandelt. Ab 15.05.2019 ist die ANKER-Einrichtung Schweinfurt von den Ledward-Barracks (Stadt Schweinfurt) in die Conn-Barracks (Landkreis Schweinfurt, Gemeinden Geldersheim/Niederwerrn) umgezogen. Der Umzug der Bewohner ist seit Mitte Juni 2019 abgeschlossen.

Asylbewerber, die nicht mehr verpflichtet sind, in einer ANKER-Eeinrichtung zu wohnen, werden vom Landesbeauftragten in der Zentralen ANKER-Einrichtung in Zirndorf auf die Regierungsbezirke verteilt. Die Quote für Unterfranken beträgt insoweit 10,2% bezogen auf alle in Bayern untergebrachten Asylbewerber.

Die Regierungsaufnahmestelle der Regierung von Unterfranken verteilt die Unterfranken zugewiesenen Asylbewerber auf die in den Landkreisen und kreisfreien Städten bestehenden staatlichen Gemeinschaftsunterkünfte. Die Regierung von Unterfranken errichtet und betreibt die zuvor genannten Unterkünfte.

 

In Unterfranken insgesamt untergebrachte Asylbewerber (in Gemeinschaftsunterkünften und dezentralen Unterbringungen)

Unterbringungsart

Personen

 42 Gemeinschaftsunterkünfte (in der Zuständigkeit der Regierung)

2.937

160 dezentrale belegte Unterkünfte (in der Zuständigkeit der Landratsämter; 3 weniger als im Vormonat)

1.574

gesamt:

4.511
(davon 1.456
anerkannte Fehlbeleger)

 Stand: 31.10.2019

Kinder- und Jugendliche in Gemeinschaftsunterkünften und dezentralen Einrichtungen

Von den 4.511 in Unterfranken zum Stand 31.10.2019 untergebrachten Asylbewerbern in Gemeinschaftsunterkünften bzw. dezentralen Unterkünften waren 1.338 Kinder und Jugendliche. Beachte: Informationen zu minderjährigen unbegleiteten Flüchtlingen in der Unterbringungszuständigkeit der Jugendämter siehe unten!

Alter der Kinder und Jugendlichen Anzahl
unter 3 Jahre 516
4 bis 5 Jahre 187
6 Jahre 67
7 bis 10 Jahren 219
11 bis 13 Jahren 146
14 bis 15 Jahren 100
16 bis 17 Jahren 103
gesamt: 1.338

 

 

 

 

 

 

 

 

Stand: 31.10.2019

Die 12 Hauptherkunftsländer in der Anschlussunterbringung (Gemeinschaftsunterkünfte, dezentrale Unterbringung) waren zum Stand 31.12.2015: Syrien (5018), Afghanistan (1325), Ukraine (1258), Äthiopien (562), Kosovo (498), Albanien (418), Irak (357), Russische Föderation (300), Iran (278), Aserbaidschan (245), Pakistan (229), Mazedonien (200). Die 13 Hauptherkunftsländer in der Anschlussunterbringung (Gemeinschaftsunterkünfte, dezentrale Unterbringung) waren zum Stand 31.12.2016: Syrien (3780), Afghanistan (3008), Ukraine (1058), Äthiopien (602), Irak (289), Russland (274), Aserbaidschan (252), Iran (185), Pakistan (169), Georgien (158), Armenien (152), Nigeria (114) und Eritrea (108). Die 13 Hauptherkunftsländer in der Anschlussunterbringung (Gemeinschaftsunterkünfte, dezentrale Unterbringung) waren zum Stand 30.06.2017: Afghanistan (2773), Syrien (2175), Ukraine (891), Äthiopien (617), Russland (277), Aserbaidschan (237), Irak (201), Armenien (190), Iran (156), Pakistan (139), Somalia (120), Nigeria (106) und Eritrea (102). Die 13 Hauptherkunftsländer in der Anschlussunterbringung (Gemeinschaftsunterkünfte, dezentrale Unterbringung) waren zum Stand 31.12.2017: Afghanistan (2383), Syrien (1373), Ukraine (652), Äthiopien (594), Somalia (523), Russland (252), Armenien (250), Aserbaidschan (206), Irak (147),  Pakistan (111), Iran (101), Nigeria (99) und Eritrea (74). Die 13 Hauptherkunftsländer in der Anschlussunterbringung (Gemeinschaftsunterkünfte, dezentrale Unterbringung) waren zum Stand 31.03.2018: Afghanistan (2156), Syrien (1112), Ukraine (615), Äthiopien (575), Somalia (535), Armenien (266), Russland (241), Aserbaidschan (194), Irak (145),  Pakistan (102), Iran (98), Nigeria (89) und Eritrea (63). Die 13 Hauptherkunftsländer in der Anschlussunterbringung (Gemeinschaftsunterkünfte, dezentrale Unterbringung) waren zum Stand 30.06.2018: Afghanistan (1945), Syrien (950), Äthiopien (572), Somalia (548), Ukraine (528), Armenien (275), Russland (238), Aserbaidschan (168), Irak (129), Elefenbeinküste (98), Iran (91), Pakistan (91) und Nigeria (86). Die 13 Hauptherkunftsländer in der Anschlussunterbringung (Gemeinschaftsunterkünfte, dezentrale Unterbringung) waren zum Stand 30.09.2018: Afghanistan (1668), Syrien (808), Somalia (594), Äthiopien (567), Ukraine (477), Armenien (261), Russland (224), Aserbaidschan (170), Irak (124), Elefenbeinküste (115), Nigeria (101), Iran (76) und Pakistan (68). Die 13 Hauptherkunftsländer in der Anschlussunterbringung (Gemeinschaftsunterkünfte, dezentrale Unterbringung) waren zum Stand 31.12.2018: Afghanistan (1505), Syrien (768), Somalia (578), Äthiopien (561), Ukraine (417), Armenien (252), Nigeria (219), Russland (190), Aserbaidschan (155), Irak (136), Elfenbeinküste (106), Iran (90) und Pakistan (69). Die 13 Hauptherkunftsländer in der Anschlussunterbringung (Gemeinschaftsunterkünfte, dezentrale Unterbringung) waren zum Stand 31.03.2019: Afghanistan (1392), Syrien (689), Somalia (577), Äthiopien (546), Ukraine (370), Nigeria (303), Armenien (239), Russland (171), Aserbaidschan (148), Irak (130), Elfenbeinküste (110), Iran (101) und Pakistan (64). Die 13 Hauptherkunftsländer in der Anschlussunterbringung (Gemeinschaftsunterkünfte, dezentrale Unterbringung) waren zum Stand 30.06.2019: Afghanistan (1260), Syrien (633), Somalia (553), Äthiopien (545), Ukraine (318), Nigeria (306), Armenien (213), Russland (171), Aserbaidschan (134), Irak (122), Elfenbeinküste (99), Iran (106) und Pakistan (60). Die 13 Hauptherkunftsländer in der Anschlussunterbringung (Gemeinschaftsunterkünfte, dezentrale Unterbringung) waren zum Stand 30.09.2019: Afghanistan (1139), Syrien (580), Somalia (564), Äthiopien (525), Ukraine (276), Nigeria (294), Armenien (163), Russland (138), Aserbaidschan (121), Irak (111), Elfenbeinküste (85), Iran (95) und Pakistan (60). Die 13 Hauptherkunftsländer in der Anschlussunterbringung (Gemeinschaftsunterkünfte, dezentrale Unterbringung) waren zum Stand 31.10.2019: Afghanistan (1105), Syrien (548), Somalia (559), Äthiopien (518), Ukraine (270), Nigeria (288), Armenien (156), Russland (142), Aserbaidschan (131), Irak (109), Elfenbeinküste (83), Iran (92) und Pakistan (61).

ANKER-Einrichtung Unterfranken

Insgesamt sind in der ANKER-Einrichtung Unterfranken (Geldersheim/Niederwerrn) zum aktuellen Stichtag 01.11.2019 671 Personen im Wege der Erstunterbringung untergebracht. Die Zahl der Fehlbeleger beträgt in der Erstunterbringung 4 Personen (rund 0,3 %). Die Belegungsquote liegt aktuell bei 56 % (bezogen auf die regelmäßig belegbare Bettenkapazität).

Hintergrundinfos (ein Handout) zur ANKER-Einrichtung Unterfranken finden Sie hier.

Die ANKER-Einrichtung Unterfranken ist derzeit für folgende Schwerpunktländer zuständig: Algerien, Armenien, Elfenbeinküste, Somalia sowie  Nigeria.

Zum Stand 18. November 2015 waren von den in der Erstunterbringung (Aufnahmeeinrichtung, Dependancen, Notunterbringungen) in Unterfranken untergebrachten Asylbewerbern und Flüchtlingen nach den registrierten Angaben 72,62% Syrer, 21,85% Afghanen, 4,83% Ukrainer, 0,14% Georgier und 0,34% Staatenlose. Zum Stand 31. Dezember 2016 ergab sich folgende Länderverteilung: 23% Armenien, 22 % Syrien, 21 % Afghanistan, 19% Algerien, 12% Somalia, 1% Weissrussland, 1 % Staatenlose. Zum Stand 31. Dezember 2017 ergab sich folgende Länderverteilung (gerundet bezogen auf 409 Personen): Elfenbeinküste 42,3 %, Armenien 25,6 %, Somalia 15,6%, Algerien 12,4%, Afghanistan und Republik Serbien jeweils 0,73%, Rest sonstige Staaten und Staatenlose. Zum Stand 31.03.2018 ergab sich folgende Länderverteilung (gerundet bezogen auf 467 Personen): Elfenbeinküste 31,7 %, Somalia 29,1 %, Armenien 13,7 %, Algerien 12,8 %, Nigeria 9,8 %, Rest sonstige Staaten und Staatenlose. Zum Stand 30.06.2018 ergab sich folgende Länderverteilung (gerundet bezogen auf 764 Personen): Nigeria 46,2 %, Somalia 24,3 %, Elfenbeinküste 12,9 %, Armenien 5,8 %, Algerien 7,7 %, Rest sonstige Staaten und Staatenlose. Zum Stand 31.07. 2018 ergab sich folgende Länderverteilung (gerundet bezogen auf 776 Personen): Nigeria 49 %, Somalia 24 %, Elfenbeinküste 13 %, Algerien 6 %, Armenien 5 %, Rest sonstige Staaten und Staatenlose. Zum Stand 31.08. 2018 ergab sich folgende Länderverteilung (gerundet bezogen auf 742 Personen): Nigeria 51 %, Somalia 19 %, Elfenbeinküste 16 %, Armenien 7%, Algerien 5 %, Rest sonstige Staaten und Staatenlose. Zum Stand 30.09.2018 ergab sich folgende Länderverteilung (gerundet bezogen auf 776 Personen): Nigeria 49,1 %, Somalia 18,2 %, Elfenbeinküste 17,4 %, Armenien 8,8 %, Algerien 4 %, Rest sonstige Staaten und Staatenlose. Zum Stand 31.12.2018 ergab sich folgende Länderverteilung (gerundet bezogen auf 771 Personen): Nigeria 39,4 %, Somalia 19 %, Elfenbeinküste 23,5 %, Armenien 9,2 %, Algerien 5,7 %, Marokko 1,3 %, Rest sonstige Staaten und Staatenlose. Zum Stand 31.03.2019 ergab sich folgende Länderverteilung (gerundet bezogen auf 798 Personen): Nigeria 42,1 %, Somalia 9,6 %, Elfenbeinküste 22,7 %, Armenien 8,6 %, Algerien 4,8 %, Ghana 8,1 %, Marokko 2,6 %, Rest sonstige Staaten und Staatenlose. Zum Stand 30.06.2019 ergab sich folgende Länderverteilung (gerundet bezogen auf 735 Personen): Nigeria 38,6 %, Somalia 16,2 %, Elfenbeinküste 23,5 %, Armenien 9,8 %, Algerien 3,5 %, Ghana 5,7 %, Marokko 1,9 %, Rest sonstige Staaten und Staatenlose. Zum Stand 31.08.2019 ergab sich folgende Länderverteilung (gerundet bezogen auf 679 Personen): Nigeria 35,5 %, Somalia 22,4 %, Elfenbeinküste 20,7 %, Armenien 8,7 %, Algerien 5,9 %, Ghana 4,2 %, Marokko 1,1 %, Rest sonstige Staaten und Staatenlose. Zum Stand 30.09.2019 ergab sich folgende Länderverteilung (gerundet bezogen auf 658 Personen): Nigeria 32,2 %, Somalia 25,4 %, Elfenbeinküste 20,8 %, Armenien 9,3 %, Algerien 6,7 %, Ghana 3,6 %, Marokko 0,8 %, Rest sonstige Staaten und Staatenlose. Zum Stand 31.10.2019 ergab sich folgende Länderverteilung (gerundet bezogen auf 671 Personen): Nigeria 29,8 %, Somalia 27,8 %, Elfenbeinküste 21,6 %, Armenien 8,8 %, Algerien 6,1 %, Ghana 3,3 %, Aserbaidschan 0,6%, Jemen und Marokko je 0,3 %, Rest sonstige Staaten und Staatenlose.

Aufgenommene Personen über die frühere Aufnahmeeinrichtung Schweinfurt, jetzt ANKER-Einrichtung Unterfranken in Geldersheim/Niederwerrn (einschließlich Nothilfe für andere Aufnahme-/ANKER-Einrichtungen)

Jahr/Monat  

 Personen

2015 (vom 01. Juli 2015 bis 31.12.2015) 16.521
2016 (Gesamtjahr) 3.392
Januar 2017 215
Februar 2017 147
März 2017 159
April 2017 162
Mai 2017 226
Juni 2017 152
Juli 2017 305
August 2017 257
September 2017 151
Oktober 2017 28
November 2017 287
Dezember 2017 127
2017 (Gesamtjahr) 2.222
Januar 2018 161
Februar 2018 107
März 2018 167
April 2018 229
Mai 2018 234
Juni 2018 238
Juli 2018 178
August 2018 146
September 2018 137
Oktober 2018 140
November 2018 90
Dezember 2018 149
2018 (Gesamtjahr) 1.976
Januar 2019 203
Februar 2019 148
März 2019 223
April 2019 134
Mai 2019 77
Juni 2019 103
Juli 2019 80
August 2019 122
September 2019 115
Oktober 2019 119

Eröffnung Ae Schweinfurt 0 07 2015 Hardenacke _121 _ Medium_

Die bisherige ANKER-Einrichtung in Schweinfurt

Ankereinrichtung Geldersheim/Niederwerrn Einfahrtsbereich

Die neue ANKER-Einrichtung Unterfranken in  Geldersheim/Niederwerrn (Einfahrtsbereich)


Abschiebungen durch  die Zentrale Ausländerbehörde

Die ZAB Unterfranken hat 2019 im Zeitraum 01.01.2019 – 30.07.2019
157 Personen erfolgreich abgeschoben (hiervon 63 Dublin-Fälle).

Die Zielländer waren:

Italien: 28 Personen (alles Dublin-Fälle)
Armenien: 21 Personen
Afghanistan: 18 Personen
Ukraine: 18 Personen
Schweiz: 12 Personen (alles Dublin-Fälle)
Algerien: 10 Personen

Sonstige (einstelliger Bereich): 50 Personen

Von der ZAB Unterfranken wurden im Zeitraum 01.01.2019 – 30.07.2019 169 erfolgreiche freiwillige Ausreisen (mit-)organisiert.

Im Jahr 2018 wurden von der Zentralen Ausländerbehörde (ZAB) Unterfranken bei insgesamt 182 Personen aufenthaltsbeendende Maßnahmen vollzogen (119 Rücküberstellungen in Dublin-Staaten sowie 63 Abschiebungen ins jeweilige Heimatland).

Darunter waren folgende 6 Schwerpunktnationalitäten:

  • Somalia 62 Personen (62 Dublin-Fälle sowie 0 Abschiebungen ins Heimatland)
  • Armenien 29 Personen (20 Dublin-Fälle sowie 9 Abschiebungen ins Heimatland)
  • Algerien 16 Personen (12 Dublin-Fälle sowie 4 Abschiebungen ins Heimatland)
  • Ukraine 13 Personen (0 Dublin-Fälle sowie 13 Abschiebungen ins Heimatland)
  • Nigeria 11 Personen (9 Dublin-Fälle sowie 2 Abschiebungen ins Heimatland)
  • Afghanistan 8 Personen (1 Dublin-Fall sowie 7 Abschiebungen ins Heimatland).

Als weitere Nationalitäten sind zu nennen:

  • Russland 7 (0 Dublin; 7 Heimatland)
  • Syrien 8 (8 Dublin; 0 Heimatland)
  • Elfenbeinküste 6 (6 Dublin; 0 Heimatland)
  • Georgien 6 (0 Dublin; 6 Heimatland)
  • Aserbaidschan 5 (0 Dublin; 5 Heimatland)
  • Gambia 2 (0 Dublin; 2 Heimatland)
  • Pakistan 2 (0 Dublin; 2 Heimatland)
  • Tunesien 2 (1 Dublin; 1 Heimatland)
  • Weißrussland 2 (0 Dublin; 2 Heimatland)
  • Albanien 1 (0 Dublin; 1 Heimatland)
  • Irak 1 (0 Dublin; 1 Heimatland)
  • Türkei 1 (0 Dublin; 1 Heimatland)

Die Zahl der vollziehbar ausreisepflichtigen Ausländer im Zuständigkeitsbereich der ZAB Unterfranken betrug Ende 2018 ca. 1.200 Personen. Ob diese Personen tatsächlich abgeschoben werden können, hängt allerdings u. a. davon ab, ob Reisedokumente vorliegen oder andere Duldungsgründe bestehen. Zum Vergleich: Ende 2017 waren ca. 1.000 abgelehnte Asylbewerber vollziehbar ausreisepflichtig.

Im Gesamtjahr 2018 sind insgesamt 426 Personen geregelt freiwillig ausgereist.

Zahlen der Vorjahre:

Im Jahr 2017 wurden von der ZAB Unterfranken insgesamt 132 Personen abgeschoben.

Darunter waren folgende 7 Schwerpunktnationalitäten. Somailia 14 (alles Dublin-Fälle), Algerien 13 (darunter 12 Dublinfälle, 1 Heimatland), Armenien 13 (alles Dublin-Fälle), Afghanistan 12 (darunter 7 Dublin-Fälle, 5 Heimatland), Syrien 10 (alles Dublin-Fälle), Ukraine 10 (9 Dublin-Fälle, 1 Heimatland), Georgien 10 (7 Dublin-Fälle, 3 Heimatland). 

Im Jahr 2016 wurden durch  die Zentrale Ausländerbehörde genau 113 Personen abgeschoben, darunter

43 Personen aus der Ukraine und 15 Personen aus Russland (= Dublin-Überstellungen in unterschiedliche EU-Mitgliedstaaten, vorwiegend nach Polen)

34 Personen aus dem Kosovo, aus Serbien und Albanien (= i.d.R. Abschiebung ins Heimatland)

15 Personen aus Syrien (= Dublin-Überstellungen in unterschiedliche EU-Mitgliedstaaten)

Unbegleitete minderjährige Asylsuchende in Einrichtungen der Jugendhilfe (umA)

Unter unbegleiteten minderjährigen Asylsuchenden versteht man alle Kinder und Jugendlichen unter 18 Jahren, die ohne Begleitung nach Deutschland einreisen und sich weder Personensorge- noch Erziehungsberechtigte im Inland aufhalten. Als Asylsuchende werden Bürger aus Staaten außerhalb der EU bezeichnet, die aus politischen, wirtschaftlichen, gesundheitlichen, religiösen oder sonstigen Gründen auf der Flucht sind oder aufgrund der familiären Situation, des Fehlens von persönlicher Sicherheit oder aus sonstigen Motiven ihr Heimatland verlassen haben und Schutz suchen. Nicht unter den Asylsuchenden/Flüchtlingsbegriff fallen Ausländer/ -innen, die Staatsangehörige der EU-Staaten und anderer westlicher Industriestaaten sind.

Alle unbegleiteten minderjährigen Asylsuchenden haben einen Anspruch auf Maßnahmen der Jugendhilfe. Sie sind grundsätzlich durch das Jugendamt am tatsächlichen Aufenthaltsort in Obhut zu nehmen und bei einer geeigneten Person (Pflegefamilie), in einer geeigneten Einrichtung oder in einer sonstigen Wohnform unterzubringen. Das Jugendamt hat unverzüglich die Bestellung eines Vormunds oder Pflegers zu veranlassen. Das Jugendamt ist verpflichtet, für das physische und psychische Wohl des Kindes oder Jugendlichen zu sorgen. Diese sind zu beraten, Möglichkeiten der Hilfe wie z.B. schulische Bildung, Berufsausbildung, Familienzusammenführung sind aufzuzeigen. Der notwendige Unterhalt und die Krankenhilfe sind sicherzustellen.

Die Jugendhilfemaßnahmen können in Einzelfällen auch an junge Erwachsene gewährt werden, soweit ein entsprechender Bedarf besteht.

Der Rückgang der umA-Zahlen hat sich in abgeschwächter Form auch im Jahr 2018 fortgesetzt. Zum 01.11.2018 befanden sich noch 426 umA und junge volljährige ehemalige umA in der jugendhilferechtlichen  Zuständigkeit der unterfränkischen Jugendämter, wobei die jungen Volljährigen i. d. R. nicht mehr stationär in Wohngruppen untergebracht sind, sondern für einen begrenzten Zeitraum nur noch ambulant betreut werden.

Im Jahr 2018 wurden den Jugendämtern in Unterfranken im Rahmen der bundesweiten Verteilung nach dem SGB VIII insgesamt 163 umA neu zugewiesen und in Heimen in Unterfranken stationär untergebracht. Das vergleichsweise niedrige Niveau der Zugangszahlen führte im Verlauf des Jahres bei den Einrichtungsträgern zu einem weiteren Abbau von stationären umA-Plätzen von 430 zu Anfang 2018 auf jetzt 328 Plätze. Der Abbau erfolgte überwiegend durch die Schließung von Wohngruppen und in wenigen Fällen durch die Umwandlung in Angebote zur Heimerziehung für inländische Kinder und Jugendliche, zum Teil auch mit integrierten Plätzen für umA.

Deutschkurse für Asylbewerber


Neben den schulischen Angeboten (Deutschklassen/Berufsintegrationsklassen) werden eine Reihe weiterer Kursangebote der  verschiedenen Bildungsträger von Bund und Freistaat Bayern staatlich gefördert.

Sprachkursträger ist in Unterfranken zum einen das BFZ (Berufliche Fortbildungszentren der Bayerischen Wirtschaft). Die Kursstandorte sind über ganz Unterfranken verteilt.

Neben den staatlich geförderten Kursen durch die BFZ fördert der Freistaat über die lagfa Bayern e.V. auch ehrenamtliche Deutschkurse mit einer Aufwandspauschale von 500 Euro pro Kurs.

Aktuell bieten auch die Arbeitsagenturen und die Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft Sprachkurse bzw. Integrationsmaßnahmen für Asylbewerber mit Bleibeperspektive an.

Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge bietet Integrationskurse (einschließlich Spracherwerb) für Asylbewerber mit Aufenthaltsgestattung bzw. guter Bleibeperspektive sowie Ausländer mit Duldung bzw. Aufenthaltserlaubnis an. Maßnahmeträger in Unterfranken sind z.B. Kolping-Mainfranken, verschiedene Volkshochschulen, der Main-Bildung Förderverein und die Rhöner Akademie für Bildung und Entwicklung.

 
Informationen zu den Leistungen für Asylbewerbern (Asylbewerberleistungsgesetz) finden Sie hier

Zum Thema ehrenamtliches Engagement:
Wie können Sie den Asylbewerbern konkret helfen?

Unser Ziel ist es, die Menschen, die vor Krieg und Verfolgung geflüchtet sind, zu unterstützen und ihnen mit den uns zur Verfügung stehenden Mitteln ihr Leben weit weg von ihrer Heimat zu erleichtern. Dabei sind wir für ehrenamtliche Unterstützung dankbar. Wer sich also ehrenamtlich für die Asylbewerber in der ANKER-Einrichtung, in den Gemeinschaftsunterkünften oder in den dezentralen Einrichtungen der Kreisverwaltungsbehörden engagieren will, sollte am besten auf die Träger der Asylsozialberatung (Caritas, Diakonisches Werk) oder gegebenenfalls auf die Ehrenamtskoordinatoren bei den Kreisverwaltungsbehörden zugehen. Ein koordiniertes Vorgehen ist so gewährleistet.

 

Neu: Informationen zur Verdienstausfallentschädigung für ehrenamtliche Helfer im Bereich Asyl. Weitere Informationen finden Sie hier:

Infoblatt Verdienstausfallentschädigung für ehrenamtliche Helfer im Bereich Asyl.

Schreiben des de Bayerischen Sozialministeriums vom 18.05.2016 mit Muster Antragsformular.

Informationen zur neuen Ankommens-APP in fünf Sprachen auf Initiative des Bayerischen Rundfunks für Android und IOS mit wichtigen Hilfestellungen für Asylbewerber und Flüchtlinge gibt es hier.

Weitere Informationen

Rechtliche Grundlagen

Die Aufnahme und der Aufenthalt von Asylbewerbern haben ihre rechtlichen Grundlagen

Ansprechpartner bei der Regierung von Unterfranken

Ansprechpartner für Presseauskünfte und für Hinweise zu dieser Internetseite

Pressesprecher der Regierung von Unterfranken
Johannes Hardenacke
Pressestelle
Telefon: 0931/380 - 1109
Telefax: 0931/380 - 2109
 

Ansprechpartner für die Unterbringung von Asylbewerbern und die Flüchtlingsbetreuung bei der Regierung von Unterfranken

Frau Regierungsdirektorin
Maria-Antonette Graber
Sachgebiet 14
Telefon: 0931/380 - 6001
 

Ansprechpartner für die ANKER-Einrichtung Unterfranken

Herr
Dr. Alexander Warkotsch 
Sachgebiet 14
Telefon: 09721/6536218 (Vorzimmer)
Telefon allgemein: 09721/6537-0

Ansprechpartner für Anmietangebote der Regierung von Unterfranken

Lothar Menzel
Sachgebiet 14
Telefon: 0931/380 - 6008
 

Stand: 07.11.2019