Demografischer Wandel in Unterfranken

Der Demografische Wandel ist – neben dem Klimawandel – die wohl gravierendste und meistdiskutierte gesellschaftliche Veränderung unserer Zeit.

Kennzeichen des demografischen Wandels sind eine geringer werdende Geburtenrate bei gleichzeitig zunehmender Alterung der Bevölkerung und wachsender Zuwanderung. Letztere kann diese vorangegangenen Merkmale zwar vermindern aber nicht umkehren.
Vorausberechnungen auf Bundesebene schätzen, dass im Jahr 2060 die Einwohnerzahl Deutschlands von gegenwärtig 83 Millionen  (2018) auf auf 78,2 Millionen sinken wird  (Quelle: mittlere Variante der 14. koordinierten Bevölkerungsvorausberechnung).
 

Demografischer Wandel in Bayern

Die Einwohnerzahl Bayerns wird nach Vorausberechnungen des Bayerischen Landesamts für Statistik von derzeit knapp 13 Millionen Einwohner auf prognostizierte 13,6 Millionen Einwohner und damit um 4 % bis 2038 im Vergleich zum Jahr 2018 zunehmen.

Auch wenn frühere Vorausberechnungen von wesentlich geringerem Einwohnerwachstum ausgingen (z. B. 2012-2032 + 2,8 %), zeigen sich immer noch große Disparitäten innerhalb Bayerns:
Für Süd- und Oberbayern werden weiterhin starke Zuwanderungen und damit Bevölkerungswachstum erwartet, während vor allem Nordbayern, und damit auch Unterfranken, von Bevölkerungsverlusten betroffen sein wird.

Demografischer Wandel in Unterfranken

Der Regierungsbezirk Unterfranken liegt in einer Übergangsregion zwischen den Schrumpfungsgebieten in Thüringen und Oberfranken und den Wachstumsräumen der Metropolregion Nürnberg sowie dem Rhein-Main-Gebiet. Insgesamt wird Unterfranken ein Bevölkerungsrückgang von - 1,8 % bis 2038 errechnet. Das entspricht knapp 23.500 Einwohnern, bei derzeit 1,31 Millionen Einwohner und damit einem Rückgang auf 1,29 Millionen Einwohner im Jahr 2038. Im bayernweiten Vergleich werden nur dem Regierungsbezirk Oberfranken mit - 4 % höhere Bevölkerungsverluste prognostiziert.

Der ländliche Raum und insbesondere die nördlichen Landkreise Unterfrankens sind von den Bevölkerungsverlusten besonders stark betroffen. Eine besonders starke Abnahme wird durch die natürliche Bevölkerungsbewegung prognostiziert (durchschnittlich -7,2 %). Demgegenüber wird allen Kreisen Unterfrankens eine positive Wanderungsbewegung, mit einer Zuwanderung von durchschnittlich 5,5 % (2018-2038) vorausgesagt.

Das Durchschnittsalter wird von 44,8 Jahre (2018) auf 47,4 Jahre (2038) ansteigen, der Anteil der über 65-Jährigen wird im selben Zeitraum um knapp 34,5 % zunehmen.

Demografisches Profil für den Regierungsbezirk Unterfranken

Demografie-Spiegel für unterfränkische Gemeinden

Die zukünftige Einwohnerzahl auf Gemeindeebene, die Entwicklung der Altersstruktur oder die Entwicklung des Durchschnittsalters einer Gemeinde im Vergleich zu Landkreis, Regierungsbezirk und Bayern sind im Demografie-Spiegel des Bayerischen Landesamts für Statistik veröffentlicht. Anhand von Tabellen, Grafiken und Karten stehen für alle unterfränkischen (wie bayerischen) Gemeinden Daten und Fakten zum kostenfreien Download bereit. Für Gemeinden mit aktuell bis zu 5.000 Einwohnern stehen analog zur regionalisierten Bevölkerungsvorausberechnung Daten bis 2037 zur Verfügung, für Gemeinden mit weniger als 5.000 Einwohnern ist der Berechnungszeitraum auf 2017 bis 2031 angelegt (zur Methodik).

Aktivitäten und Handlungsfelder der Regierung von Unterfranken

Arbeitsgruppe Demografischer Wandel

Projekt „Förderung der interkommunalen Zusammenarbeit“

Städtebauförderung

Regionalmanagements und Regionalmarketinginitiativen

Mehrgenerationenhäuser (überregionales Fachforum 2014)

Tag der Offenen Tür 2012

Infoveranstaltung demografischer Wandel Unterfranken 2010

Weitere Informationen

Demografiestrategie des Bundes „Jedes Alter zählt“

"Demografie-Leitfaden" der Bayerischen Staatsregierung

Bayerns Aktionsplan Demografischer Wandel

Bevölkerungsvorausberechnungen des Bayerischen Landesamts für Statistik

Prognosen des Statistischen Bundesamtes

Bundesinstitut für Bauwesen, Stadt- und Raumforschung