Flächensparoffensive der Bayerischen Staatsregierung - Umsetzung in Unterfranken

Am 16. Juli 2019 beschloss die Bayerische Staatsregierung die Flächensparoffensive. Ein umfangreiches Maßnahmenpaket soll den Flächenverbrauch nachhaltig reduzieren.

Beschreibung

In den Jahren 2014 bis 2017 lag die Inanspruchnahme von Flächen für Siedlungs- und Verkehrszwecke bei durchschnittlich 58 ha/Tag im gesamten Bundesgebiet. Ziel ist es, den Flächenverbrauch in den Jahren 2020 auf 30 ha/Tag bzw. 2030 auf "30 minus X" ha/Tag zu senken (Quelle Umweltbundesamt 2019).

In Bayern lag der Flächenverbrauch in den Jahren 2015 bis 2018 bei durchschnittlich 11,1 ha/Tag, in Unterfranken bei 0,9 ha/Tag. Damit werden im Regierungsbezirk Unterfranken mehr als ein Fußballfeld täglich und knapp 470 Fußballfelder jährlich in Siedlungs- und Verkehrsfläche umgewandelt.

Mit der Bayerischen Flächensparoffensive wird eine Festlegung des Koalitionsvertrags umgesetzt, nach der die jährliche Zunahme der Siedlungs- und Verkehrsfläche auf 5 ha/Tag im Jahr 2030 in Bayern verringert werden soll. Das ist der bayerische Anteil zum Reduktionsziel der Bundesregierung für den Flächenverbrauch auf 30 ha pro Tag bis 2030.

Beim Thema "Flächensparen" setzt die Regierung von Unterfranken als zentrale Koordinierungs- und Bündelungsbehörde auf eine enge Verzahnung von kommunaler-, regionaler und Landesebene (Gegenstromprinzip) und auf die Anwendbarkeit von Planungs-, Steuerungs- und Förderinstrumenten.

Zum Maßnahmenpaket der Bayerischen Staatsregierung zur nachhaltigen Reduzierung des Flächenverbrauchs gehören u. a.:

  • die Änderung des Bayerischen Landesplanungsgesetz (BayLplG) zur Einführung einer Ziel- und Richtgröße von fünf Hektar pro Tag für die erstmalige planerische Inanspruchnahme von Freiflächen im Außenbereich für Siedlungs- und Verkehrszwecke
  • ein einheitlicher Bedarfsnachweis zur Ausweisung neuer Bauflächen mit entstehenden Folgekosten
  • die flächendeckende Einführung von Leerstandsmanagements
  • der Einsatz von Flächensparmanagern an den Regierungen
  • die Durchführung von Regionalkonferenzen und regelmäßige Veranstaltungen
  • Änderungen im Bauplanungsrecht
  • die Rücknahme der Lockerungen beim Anbindegebot 
  • der Ausbau des Informations- und Beratungsangebote 

Damit ist "Flächensparen" nicht allein Aufgabe der Landesentwicklung, sondern im engen Schulterschluss mit den Bereichen Bau, Umwelt und Landwirtschaft zu sehen.

Als regionale Förderagentur des Staates bietet die Regierung bereits attraktive Unterstützungen insb. über die Städtebauförderung oder auch das Regionalmanagement für Kommunen und Landkreise.

In regelmäßigen Veranstaltungen möchte die Regierung von Unterfranken gemeinsam mit den Kommunen und Kreisen die Möglichkeiten ausloten, wie sich Flächen effizienter nutzen lassen, wie die Innenentwicklung noch stärker forciert werden kann und wie Baulücken oder ähnliche Flächenpotenziale verfügbarer werden, um so den Flächenverbrauch tatsächlich eindämmen zu können.

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Weiterführende Links

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Aufgrund der Corona-Pandemie finden die Konferenzen in den Regionen Bayerischer Untermain und Main Rhön zu einem späteren Zeitpunkt statt.
Stand: 15.07.2020
Redaktionell verantwortlich: Regierung von Unterfranken